Ich zahle die fünf Euro gern in das Phrasenschwein ein, aber die erste Runde des DFP-Pokals hat es mal wieder bewiesen: Der Pokal hat seine eigenen Gesetze. Und gerade das macht es so besonders reizvoll für Liebhaber von Sportwetten, die z.B. bei seriösen Sportwetten-Anbietern oder Online-Casinos, wie Mr. Green, ihrer Leidenschaft frönen. Ist der „normale“ Bundesligaspieltag vielleicht noch irgendwie ausrechenbar oder kalkulierbar, so wird es im DFB-Pokal gleich doppelt schwierig. Denn welche Statistik soll man heranziehen, wenn es heißt Drochtersen gegen Schalke 04, oder wenn der SC Verl gegen den FC Augsburg antritt? Diese Paarungen sind wohl einmalig und kommen so schnell auch nicht wieder vor. Gut, jetzt kann man sagen, wenn ein Regionalligist gegen einen Vertreter der ersten Liga gespielt hat, dann hat in 90 Prozent der Begegnungen der Erstligist gewonnen. Aber halt nur in 90 Prozent. Und gerade diese zehn Prozent machen es für Wett-Fans so interessant. Und jetzt mal ganz ehrlich, bei vielen Fußballanhängern – sofern sie nicht gerade Anhänger des unterlegenen Vereins sind – macht sich bei solchen ungleichen Paarungen eine gewisse Schadenfreude breit. 

BundesligaAuf dem Papier war alles klar

So zum Beispiel bei der Partie des Drittligisten FC Halle gegen den VFL Wolfsburg, der bekanntlich in der höchsten Liga kickt. Während fast die gesamte erste Halbzeit mehr oder weniger ereignislos verstrichen ist, gab es in den letzten beiden Minuten noch einen Paukenschlag. Zunächst ging der FC Halle durch Drinkuth in Führung, aber dann antwortete der VFL postwendend. Durch ein Tor von Weghorst stand es zur Pause plötzlich 1:1. In der zweiten Halbzeit ging es munter weiter. Erst legten die Wolfsburger in der 49. Minute das 1:2 vor, dann egalisierten die Männer aus Halle in der 57 Minute. Wieder legte der VFL legte vor, aber auch diesmal hielt der FC in der Nachspielzeit dagegen. Das hatte man sich beim Bundesligisten ganz anders vorgestellt, zumal man ab der 89 Minute auch nur noch zu Zehnt auf dem Platz stand. Letztendlich setzte sich der VFL doch noch durch und siegte 3:5 nach Verlängerung. Aber ähnlich schwer taten sich auch andere große Mannschaften gegen vermeintlich kleine Gegner. So siegten z.B. der Aufsteiger FC Köln und der HSV erst im Elfmeterschießen gegen die niederklassigen Teams. Zu diesen illustren Vereinen gesellte sich auch der FC St. Pauli mit einem Sieg durch Elfmeterschießen, ebenso wie Aufsteiger Paderborn gegen den Regionalligisten Rödinghausen. Auch die TSG Hoffenheim benötigte das Glück am Elfmeterpunkt zum Weiterkommen. Das hätte den Wett-Freunden sicher eine Menge Geld eingebracht, falls die Elfmeter anders ausgegangen wären. 

2 Sensations-Siege in der ersten Runde

Freuen konnten sich auf jeden Fall diejenigen, die auf den FC Verl und den FC Saarbrücken als Gewinner ihrer Partien gesetzt hatten. Dabei schien beim Spiel FC Verl gegen FC Augsburg alles klar. Der Vertreter der Regionalliga West freute ich auf ein volles Haus und hoffte auf eine nicht ganz so hohe Niederlage gegen den Vertreter der ersten Bundesliga. Doch irgendwie schien es, als wären die Verler an diesem Tag in einen Zaubertrank gefallen. Bereits nach neun Minuten führten sie 1:0, und nach etwas mehr als 20 Minuten sogar schon 2:0. Vom Bundesligisten war bis dahin ganz wenig zu sehen. Die Augsburger bemühten sich zwar ihre spielerische Überlegenheit in Tore umzumünzen, aber Verl hielt mit Leidenschaft dagegen und konnte auch in Halbzeit Zwei noch einige Nadelstiche setzten. Der Bundesligateilnehmer benötigte sogar einen Elfmeter zum Anschlusstreffer in der 83 Minute. Dabei blieb es aber auch und die Sensation war perfekt. Eine solche schaffte auch der Viertligist FC Saarbrücken gegen den Zweitligisten Jahn Regensburg. Der ehemalige Profi Dirk Lottner hatte als jetziger Trainer die Saarbrücker Kicker offensiv aufgestellt und überraschte die Regensburger damit ein wenig. In der ersten Halbzeit entwickelte sich ein offener Schlagabtausch der leider torlos blieb. Dies änderte sich erst in der zweiten Halbzeit, als die Saarbrücker plötzlich in der 53. Minute in Führung gingen. Die Freude währte nur knapp zehn Minuten, dann glichen die Regensburger aus und erhöhten sogar anschließend zum 1:2. Wer aber dachte, damit wäre die Partie entschieden, sah sich getäuscht. Die Mannen von Dirk Lottner holten alles aus sich raus und glichen keine zwei Minuten später zum 2:2 aus. Als alle sich schon auf die Verlängerung eingestellt hatten, geschah das „Wunder“. In der 93. Minute erzielte der Saarbrücker Spieler Jurcher das 3:2, was bis zum Spielende hielt und Saarbrücken als Sensationssieger vom Platz gehen ließ. 

Spannende Begegnungen auch in Runde Zwei

Unerwartet Geld gewinnen können die Sportwetter auch wieder in Runde Zwei des DFB Pokals, die einige sehr interessante Begegnungen bereithält. Ein richtiger Kracher ist bestimmt die Begegnung der Borussia aus Dortmund gegen die Borussia aus Mönchengladbach. Ein ewiger Klassiker mit unbestimmten Ausgang, gerade im Pokal. Der FC Verl darf diesmal ein Klasse tiefer spielen und gegen Holstein Kiel weiter vom Fortkommen träumen. Der Sensationssieger Saarbrücken hat einen Vertreter der ersten Liga erwischt: den 1. FC Köln. Aber man kann nie wissen! Wie gesagt: Der Pokal hat seine eigenen Gesetze. Einen weiteren Klassiker stellt bestimmt auch die Partie des HSV gegen den VFB Stuttgart dar. Man kennt sich ja sehr gut aus der zweiten Liga. Und in Bochum träumt man ganz bestimmt von der Sensation gegen die Bayern. Nicht nur die Fans, sondern auch die Sportwetter.