Die Werbeinvestitionen der Glücksspielbranche sind so hoch wie nie. Mit ca. 400 Millionen Euro ist die mediale Kommunikation dreimal so hoch, wie noch vor fünf Jahren. Zu diesem Resultat kam Resaerch Tools bei ihrer jüngsten Umfrage. Das Werbevolumen wurde in einem Zeitraum von 5 Jahren beobachtet. Besonders erfolgreich sind Spots mit ehemaligen Top-Sportlern, wie Oli Kahn, Katharina Witt oder Franziska von Almsick. Nur ungefähr 10 Prozent des aktuellen Peaks werden von Lotto und Fernsehlotterien gestellt. 

IntegrationOnlines-Casinos mit höchstem Wachstum

Mit einer zusätzlichen Ausgabe von gut 70 Millionen Euro schlagen allein die Online Casinos zu Buche, die deutlich mehr in Werbung investieren, als noch in 2017 und 2018. Schon zu Anfang dieses Jahres wurde das Online Casino Thema mal wieder zum überkochen gebracht. Mit einem generellen Werbeverbot wollte man verhindern, dass die Anbieter von Glücksspielen Werbung im TV schalten dürfen. An diesem Punkt hatte der Gesetzgeber allerdings nicht bis zu Ende gedacht, denn das Gesetz ließ sich leicht austricksen. Die Anbieter warben ganz einfach nicht mehr mit sogenannten Echtgeld-Spielen, bei dem richtiger Cash eingesetzt wird. Stattdessen legten sie den Fokus auf einen so genannten Fun-Modus. Hierbei bekommt jeder Gamer nach seiner Anmeldung eine begrenzte Anzahl Spielgeld zur freien Verfügung, mit dem er sich online vergnügen darf – die beliebten Freispiele ohne Einzahlung. Der Werbe-Invest im Bereich Sportwetten verzeichnet ebenfalls ein enormes Wachstum. Mit nicht ganz 20 Prozent des Gesamt-Volumens sind die Wettanbieter dabei. TV-Lotterien und Deutsches Lotto sind mit zehn Prozent in der aktuellen Research Tools-Studie vertreten und die einzelnen Klassenlotterien teilen 5 % unter sich auf. Aber es wurde nicht nur ein Aufwärtstrend bei den Ausgaben für Werbung verzeichnet, sondern auch bei der Anzahl Werbungtreibender. Im Durchschnitt wurden 64 werbende Glücksspielanbieter pro Monat ermittelt. Das bedeutet einen Anstieg von ganzen 35 Prozent.

Internationale Sportstars sind beliebte Testimonials

Die höchsten Werbeausgaben privater Unternehmen wurde in TV-Spots investiert. Öffentliche Anbieter setzen eher auf Werbung in Zeitungen, Zeitschriften Magazinen oder im Internet. Am meisten ziehen populäre Sportgrößen als Testimonial, wie beispielsweise Maradona oder Oliver Kahn. In kurzen Clips versprechen sie Spannung und Spaß am Spiel bei attraktiven Gewinnen. 50 Prozent des gesamten Werbevolumens wird von den Top 5 der Glücksspielbranche repräsentiert. Auch eine neue Lotterie zieht im Moment die Aufmerksamkeit auf sich: BildungsChancen. Ein absoluter Newcomer unter den Lotterien, der mit einem Millionen-Etat die Förderung von Bildungsprojekten vorantreibt.  

Zur Studie

Auf den offiziellen Seiten zur Studie heißt es: 

Die Studie von research tools untersucht die Werbeausgaben der Glücksspielanbieter in Deutschland. Sie gibt auf 153 Seiten Einblick in Trends, Benchmarks und Strategien in neun Produktmärkten wie z.B. Deutscher Lottoblock, Online-Casino, Klassenlotterien. Neben der Entwicklung von Werbespendings für 100 Marken werden Fünf-Jahres-Trends erstellt. Eine Analyse der Kommunikationsstrategien zehn wichtiger Werbungtreibender untersucht quantitative und qualitative Parameter und zeigt bedeutende Werbemotive.

Online Glücksspielanbieter vermehrt in TV-Werbung

Aufgrund der aktuellen Gesetzeslage ist es tatsächlich verwunderlich, dass Online Glücksspielanbieter öffentlich werben dürfen. Wie eingangs beschrieben ist das derzeit tatsächlich nur möglich, wenn nicht der sogenannte Echtgeldmodus beworben wird. Sofern die Anbieter in ihren TV-Spots den Fun-Modus bewerben, handelt es sich lediglich um eine Freizeitbeschäftigung, die ohne das Einsetzen von Geld auskommt. Es gibt mittlerweile auch zahlreiche Anbieter, die auf Schleswig-Holstein – das „Deutsche Las Vegas“ - verweisen. Als einziges Bundesland vergaben die Nordlichter noch bis vor nicht allzu langer Zeit eigene Lizenzen. Leider sind diese jedoch ausgelaufen - und zwar schon im Januar 2019.

Das nördlichste Bundesland hat allerdings angekündigt, dass – sofern man sich nicht positiv mit dem Gesetzgeber einigen könne – es sich „mit allen zur Verfügung stehenden juristischen Mitteln“ zur Wehr setzen würde. Was zunächst wie ein Alleingang aussieht, ist gar keiner. Auch andere Bundesländer erwägen ernsthaft, es den Nordlichtern nachzumachen und gegen die aktuelle Gesetzeslage vorzugehen. Auch wenn es sich leider immer noch um eine rechtliche Grauzone handelt, besteht für Online Gamer derzeit keine Gefahr belangt zu werden, wenn sie in einem Internet-Portal mit Echtgeld spielen, denn strafrechtliche Verfolgungen befinden sich im alleruntersten Promillebereich. Allein schon die aktuellen Umsätze zeigen ganz deutlich auf, dass sich niemand an das sogenannte „Verbot“ hält. Das Gros der Online Casinos sitzt auf Malta. Sie haben dort ihre Lizenzen, und damit sind sie im Besitz einer offiziellen europäischen Glücksspiellizenz. Und das wiederum bedeutet, dass auch die Bundesrepublik Deutschland als EU-Mitglied deren Angebote nicht als illegal bezeichnen darf. Die Online Casinos mit Sitz in Malta kann man auch in Deutschland frei aufrufen. Natürlich gibt es auch immer wieder sogenannte schwarze Schafe unter den Anbietern, aber vor denen kann man sich ganz leicht schützen. So bietet zum Beispiel casinobonus360.de einen repräsentativen Überblick über seriöse Online Casinos an, die unter anderem auch auf Sicherheit und Fairness geprüft wurden.