Weiterhin viel illegales Glücksspiel in Kärnten und Wien

illegales Glücksspiel in Kärnten und WienIn vielen Teilen Österreichs, so wie auch in Kärnten und Wien, ist das Glücksspiel seit einem Jahr stark reglementiert worden. Jedoch scheint dies nichts daran zu ändern, dass dort nach wie vor in einem großen Stil weiter Glücksspielautomaten betrieben werden, die es eigentlich nicht geben sollte. Und dieses illegale Glücksspiel hält die Kontrollen in Kärnten und Wien weiter am Laufen.

Eigentlich nur drei Betreiber in Kärnten erlaubt

Im Bundesland Kärnten stehen die kontrollierenden Behörden vor einem großen Problem. Seit einem Jahr dürfen eigentlich nur drei Betreiber Glücksspielautomaten betreiben. Denn nur diese drei Betreiber bekamen vom Bundesland Kärnten die nötige Konzession dafür. Doch die Dunkelziffer in Sachen illegalen Glücksspielautomaten ist scheinbar sehr hoch. Während die Kontrolleure dort 2015 bereits 197 Spielautomaten beschlagnahmt hatten und dazu auch noch 25 Anzeigen ergingen, ist diese Anzahl wohl nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.

Mittlerweile gehen Insider und die Finanzpolizei davon aus, dass es im Bundesland Kärnten sicherlich um die 700 illegale Glücksspielautomaten geben soll. Denn in vielen Spielsalons oder Wettcafés gäbe es immer noch viele Spielautomaten, die eigentlich allesamt aufgrund der fehlenden Konzession illegal seien. Allerdings sind gerade die Spielautomaten sehr rentabel für die Betreiber. Und mangelnde Kontrollen wegen Zeit- und Personalmangels machen es den illegalen Betreibern auch leicht, weiterhin an den Spielautomaten festzuhalten.

Nur besonders ausgebildete Finanzpolizisten und Sachverständige dürfen zuschlagen

Der Personalmangel gekoppelt mit Zeitmangel stellt das größte Problem dar, warum sich das illegale Betreiben von Glücksspielautomaten scheinbar nicht stoppen lässt. Schließlich dürfen nur speziell ausgebildete Finanzpolizisten zusammen mit Sachverständigen die Kontrollen und eventuelle Stilllegung von illegalen Spielautomaten durchführen. Und aktuell hätten in Kärnten nur etwa 50 Finanzpolizisten diese Ausbildung absolviert. Zudem gäbe es auch viel zu wenig Sachverständige, die die Kontrollen regelmäßig begleiten könnten.

Um dem Problem der illegalen Glücksspielautomaten Herr zu werden, braucht es also auch viel mehr Personal. Jedoch sieht die Finanzpolizei auch Vorteile darin, wenn die drei legalen Betreiber gegen die illegalen Betreiber klagen würden. Zudem werden nun auch Rufe nach härteren Strafen laut, um eine abschreckende Wirkung zu erzielen und den illegalen Betrieb zu unterbinden.

Auch in Wien noch viele illegale Automaten vorhanden

In Wien sieht die Lage nicht wirklich anders aus, als in Kärnten. Denn auch dort vermuten die Behörden rund 100 illegale Spielautomaten, während Insider sogar bis zu 700 illegale Glücksspielautomaten in Wien sehen. Ob und inwieweit diese Zahlen zutreffend sind, kann zwar nicht genau gesagt werden. Fakt ist jedoch, dass die Finanzpolizei in Wien im vergangenen Jahr 363 Kontrollen durchgeführt hat und dabei satte 445 illegale Glücksspielautomaten fand. Natürlich wurden diese Spielautomaten gleich beschlagnahmt und die Finanzpolizei geht an sich davon aus, das illegale Automatenspiel weit zurückgedrängt zu haben. Das ändere jedoch nichts daran, dass auch nun noch immer sehr viele illegale Spielautomaten in Wien vermutet werden.

Illegales Glücksspiel in Kärnten und Wien findet in Hinterzimmern statt

Oft sei das illegale Glücksspiel, auch das mit den Spielautomaten, in Hinterzimmer von Lokalen verlagert worden. Zwar können auch dort zwangsweise Kontrollen durchgeführt werden, aber meist konzentrieren sich die Kontrollen auf die öffentlichen Bereiche in Lokalen. Ob man so das illegale Automatenspiel wirklich mindern kann, bleibt also mehr als fraglich.

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Über den Autor: Gerda Hartig

Gerda Hartig
Nein, Frauen spielen in Online Casinos nicht nur Rubbellose oder Bingo. Und auch ansonsten bin ich alles andere als politisch korrekt. Ich sage was Sache ist in den Online Casinos, bei den Herstellern der Casinospiele und bei der Politik, welche den Spielerschutz vorschiebt, um doppelt abkassieren zu können.

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