Weitere Stimmen zum Kauf der Casinos Austria

Kauf der Casinos AustriaDer Steinwurf in das Interessenten-Meer ist nicht ohne Wellengang geblieben. Als einer der Hauptinteressenten hat sich nun ein Teilhaber des Epic-Unternehmens, Sazka, der tschechische Lotterien-Betreiber, in einem Interview mit dem Wirtschaftsblatt zu Wort gemeldet.

Kauf der Casinos Austria: zahlreiche Synergien schon jetzt absehbar

Erhält Epic den Zuschlag, würde der Aufbau aus der Casino-Hochburg Tschechien und aus Griechenland erfolgen. Somit wäre die Basis eine internationale Gaming-Gruppe. Auch der derzeitige Chef des Epic-Konsortiums, Peter Goldscheider, steht hinter den schon jetzt absehbaren Synergie-Effekten.

Casino, Rubbellose und Lotterien sind fast „moving consumer goods”

Der Chef des Sazka-Unternehmens, Robert Chvatal, sieht „deutliche Zusammenhänge zwischen der österreichischen und der tschechischen Kultur. Auch Parallelen in der Führung der Unternehmen der Casinos Austria und des Saskia-Unternehmens liegen seiner Meinung nach vor. Die Casinos Austria seien auf der Suche nach Internet- und Digitalkompetenzen die richtige Quelle, um die bereitgestellten Waren und Dienstleistungen im Sinne des legalen Glücksspiels für sich arbeiten zu lassen. Vor allem Marketing und eine professionelle Unternehmensführung für einem gesunden Unternehmenswachstum seien die Ziele, die mit Unterstützung von Chvatal und der Übernahme der Casinos Austria möglich wären. Schon einmal hatte Chvatal bewiesen, dass er ein totgeglaubtes Unternehmen wieder zum Leben und letztlich stolzen Schwan erwecken kann: Hier geht der Blick auf die Investmentgesellschaft KKCG, die innerhalb von drei Jahren aus dem Konkurs-Dilemma gezogen werden konnte.

Das Standing von Sazka allein in Tschechien

Das Unternehmen betreibt 7.000 Lotterievertriebsstellen in Tschechien. Dazu gehört das professionelle Angebot von Sportwetten und Rubbellosen. Noch hemmt der tschechische Gerichtsstand die Realisierung von offensiven Online-Angeboten. Sobald sich dies im Sinne für das Online-Angebot von Glücksspielen, wie Casinos, Rubbellosen und Online-Lotterien geändert hat, will  Sazka die Online-Vermarktung realisieren. Nach Angaben des Sazka-Unternehmenssprechers, haben schon jetzt über 135.000 Kunden in Tschechien eine Mobilfunknummer registriert,  mit der an Gewinnspielen automatisch teilgenommen werden kann. Ziel der unternehmerischen Bestrebungen im Glücksspiel sind Umsatzzahlen von 400 Millionen Euro und 60 Millionen Euro. Schon jetzt stehen 330 Mitarbeiter bereit und warten auf den Einsatz, sich neben klassischen Casinos und Lotterieverkaufsstellen nun auch für die Vermarktung von Online Casinos und Online Sportwetten einzusetzen.

Noch ist der österreichische Finanzminister im Meer der Interessenten

Mit der Angebotsabgabe des Finanzministers Hans Jörg Schelling wurde nun eine erste Zahl bekannt. Lächerlich sagen die einen, unterpreisig die anderen. Die derzeitigen Inhaber sind nicht überzeugt und warten nun auf das kurzfristig in Auftrag gegebene Gutachten, das den derzeitigen Wert der Casinos Austria schwarz auf weiß festhalten soll. Der Wunsch der Österreichischen Regierung ist mittlerweile glasklar: Nachdem bereits Anteile an den Casinos Austria im Besitz sind, soll nun der nächste Anteil folgen. Entgegen der bisherigen Berichterstattung plant Österreich bei einem Kaufzuschlag nicht das gesamte, sondern nur einen Teil der Casinos Austria wieder zu verkaufen.

Weiterhin kein eindeutiger Kaufzuschlag in Sicht

Ob das Märchen der Österreichischen Regierung wahr wird, liegt derzeit noch zwischen Jetons, Losen und Spielkarten vergraben. Mit dem ersten Angebot jedenfalls rückte diese Vision ganz weit weg von der Realität. Gut für Sazka und Epic, wie es scheint. Sobald das Gutachten fertig ist und kein neues, vor allem deutlich höheres Angebot von Seitens der Österreichischen Regierung kommt, wird es im Meer der Interessenten mehr als eine Welle der Höchstgebote geben.

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Danke für lhre Wertung!

Über den Autor: Gerda Hartig

Gerda Hartig
Nein, Frauen spielen in Online Casinos nicht nur Rubbellose oder Bingo. Und auch ansonsten bin ich alles andere als politisch korrekt. Ich sage was Sache ist in den Online Casinos, bei den Herstellern der Casinospiele und bei der Politik, welche den Spielerschutz vorschiebt, um doppelt abkassieren zu können.

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