Die Glücksspiel-Branche ist sehr groß, und wie bei jedem anderen Unternehmen auch, geht es den Casino-Betreibern darum, ihre Erträge zu maximieren. Um dies zu erreichen, werden oft zahlreiche psychologische Tricks angewandt. Und dies nicht nur mit den üblichen Mitteln, wie Grafik, Design oder Innenarchitektur. Darüber hinaus gibt es auch noch eine Reihe anderer Praktiken, um die Psyche der Spieler zu erreichen und ihnen ein Gefühl von Sicherheit zu vermitteln. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Online Casinos handelt, oder um landbasierte Spielbanken. Nicht jede Taktik fällt sofort ins Auge, da manche eher subtil und absolut clever sind. Im Folgenden wollen wir auf einige gängige Methoden aufmerksam machen, die nur ein Ziel verfolgen: Die Spieler mehr oder weniger unmerklich an sich zu binden. Betonen möchten wir allerdings, dass es nicht darum geht, Casinos in einem schlechten Licht darzustellen. Vielmehr wollen wir das Augenmerk auf kleine Signale und einige psychologische Faktoren lenken, damit Spiele-Fans nicht in potenzielle Fallen tappen und mehr Geld verspielen, als sie sich vorgenommen haben und/oder sich leisten können. 

AIWegweiser durch die Psycho-Tricks in Casinos

Wohlfühl-Trick

Alle Casino-Mitarbeiter sind stets darum bemüht, dass die Spieler sich rundum wohlfühlen. Sie vermitteln jedem einzelnen das Gefühl, wichtig zu sein. In vielen Casinos sind sogar alkoholische Getränke umsonst, da ab einer gewissen Promillegrenze höhere Risiken beim Spiel eingegangen werden.  

Fenster-Trick

Ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass in den meisten Casinos keine Fenster existieren? Und wenn doch, dann nur im Eingangsbereich. Sobald Sie die Spielräume betreten, gibt es nur noch künstliches Licht. Dies hat den gleichen Effekt, wie das Fehlen von Uhren. Zum einen könnte das Geschehen außerhalb des Casinos den Spieler von seiner Konzentration ablenken, zum anderen soll er das Gefühl für Zeit verlieren.  

Ambiente-Trick

Das gesamte Ambiente einer Spielbank soll dazu einladen, sich wohlzufühlen. Dazu gehört das Interieur ebenso wie das Licht. Ist es zu hell, dann reizt es die Augen, doch gedämpftes Licht vermittelt den Spielern ein Gefühl der Entspannung und des Wohlbehagens. Auch auf die Bodenbeläge wird großer Wert gelegt. Meist wird eine Teppich-Auslegeware verwendet, die sehr abstrakte Muster aufweist. Diese Muster sollen nicht nur als „schön“ wahrgenommen werden, sondern darüber hinaus das Gehirn stimulieren. Bei der Wandfarbe wird häufig ein Rot-Ton verwendet, der ein sicheres und „warmes“ Gefühl auslösen soll. 

Auch auf die Musik wird sehr viel Wert gelegt. Ähnlich, wie in Tankstellen, Supermärkten oder Raststätten, hat sie die Aufgabe, beruhigend auf die Spieler einzuwirken. Und last but not least trägt natürlich absolute Sauberkeit zum Wohlfühlen bei. Jede Spielbank, die etwas auf sich hält, wird immer frisch gereinigt und makellos sauber sein.   

Beleuchtungs- und Töne-Trick

Es sind nicht nur die schönen und harmonischen Melodien, die die Spieler stimulieren sollen. In Casinos hört man neben angenehmer Musik auch Töne wie das Läuten von Glocken, das Surren von Rädern oder das Piepen digitaler Töne. Alles sagt dem Spieler: „Du gewinnst!“, auch wenn die Wirklichkeit meist anders aussieht. Doch selbst beim Verlieren erklingen festliche Töne und suggerieren: „Alles nicht so schlimm! Beim nächsten Mal klappt’s besser!“ Dieser magischen Anziehungskraft kann sich kaum ein Spieler entziehen.  

Werbegeschenk-Trick

Frei nach dem Motto „kleine Geschenke erhalten die Freundschaft“ agieren landbasierte Spielbanken und Online Casinos auf ähnliche Art und Weise. Sie dienen dazu, den Spielern das Gefühl zu vermitteln, ein ganz besonderer Kunde und sehr wichtig für den Betreiber zu sein, selbst wenn die Einsätze, um die gespielt wird, nicht hoch sind. Auch wenn sie verlieren, haben Spieler so eher das Gefühl, als Gewinner dazustehen und besuchen das Casino, oder das Online Portal wieder.  

Service-Platzierungs-Trick

Die Bereiche der sanitären Anlagen, Service, Info und oftmals auch die Kassen sind meist so platziert, dass Spieler das gesamte Casino durchqueren müssen, um dorthin zu gelangen. Das birgt den Vorteil für die Betreiber, dass Spieler an all den verlockenden Spielautomaten und –tischen vorbeigehen müssen, bis sie ihr Ziel erreicht haben. Dies wiederum führt erwiesenermaßen häufig dazu, dass Viele für einen Moment verweilen und noch einen kleinen Einsatz an dem ein oder anderen Automaten wagen, oder einige Jetons am Roulette-Tisch setzen. Das Prinzip gleicht den Verkaufsstrategien der Supermärkte. Wer kennt das nicht? An der Kasse findet man immer eine ansprechende Auswahl an Süßigkeiten, Kaugummi und auch kleinen Snacks wie Mini-Salamis etc. vor.    

Labyrinth-Trick

Auch diesen Trick findet man nicht selten bei realen Spielbanken. Um Spielern das Verlassen des Casinos zu erschweren, sind die Ausgänge schlecht bis gar nicht gekennzeichnet.  

"Near Miss"-Trick

Moderne Casino-Technologie baut stark auf den sogenannten Near-Miss-Effekt, oder auch Knapp-Daneben-Effekt. So wird in der kognitiven Psychologie ein Denkfehler bezeichnet, der auf der Illusion beruht, dass „Spielergebnisse, die optisch oder akustisch nahe am Gewinn liegen, andeuten, dass bei den nächsten Spielversuchen ein Gewinn kommen könnte.“ Der Neurowissenschaftler Reza Habib veröffentlichte eine Studie, in der er versucht nachzuweisen, dass ein „Beinahe-Gewinn“ im Gehirn mutmaßlich die gleiche Gehirnaktivität auslöst, wie ein realer Gewinn. Hiervon profitieren auch die Hersteller von Spielautomaten, die solche Untersuchungsergebnisse bei der Gestaltung der optischen und akustischen Signale neuer Slot Machines berücksichtigen. 

"Timewarp"-Trick

Wann auch immer ein Spieler ein Casino besucht, wird er stets das gleiche feststellen: Es gibt keine Fenster, die Sonnenaufgang oder -untergang ankündigen. Die Musik ist jedes Mal dieselbe, ebenso wie das Licht. Es gibt keine Temperaturschwankungen, so dass man sich zu jeder Jahres- und/oder Tageszeit gleichermaßen wohl fühlt. Auch gibt es keine Uhren, was dazu führt, dass man gelegentlich die Zeit vergisst. Experten sprechen hier vom sogenannten „TimeWarp“-Effekt, einer Art Zeitdehnung, bzw. Zeitverzerrung. In seriösen Spielbanken werden allerdings Personen, die sich zu lange und zu exzessiv dem Spielen hingegeben haben, dazu aufgefordert, eine Pause zu machen.