Rudi Völler und Waldi Hartmann: Da war doch etwas? Vor etwa 16 Jahren interviewte Waldi Hartmann als ARD-Moderator den damaligen Bundestrainer Rudi Völler. Völler war ziemlich genervt und beleidigte Waldi Hartmann als Weißbier-Trinker. Beim aktuellen DSWV-Sommerfest trafen sich die beiden Sportlegenden zum Interview.

Rudi Voeller

Gelöste Stimmung beim Sommerfest des deutschen Sportwettenverbands

Wenn der deutsche Sportwettenverband (DSWV) zum Sommerfest einlädt, kommen nicht nur viele Branchengrößen, sondern auch zahlreiche Sportler. In diesem Jahr gab es ein besonderes Highlight. Der frühere ARD-Moderator Waldemar Hartmann traf auf den ehemaligen Bundestrainer und Weltmeister Rudi Völler. Die beiden verbindet eine spannende Vorgeschichte. Rudi Völler musste sich einst nach einem nicht ganz optimal gelaufenen Länderspiel den Fragen von Waldi Hartmann stellen. Der sichtlich genervte Völler unterstellte während des Interviews dem Moderator, dass er schon einige Weißbiere konsumiert habe. Das sorgte bei Hartmann und auch beim Publikum im Nachhinein für viel Erheiterung. Eine amüsante Randbemerkung: Im Anschluss bekam Hartmann einen gut dotierten Werbevertrag von einem Weißbier-Produzenten. Der Konflikt wurde zudem durch eine Entschuldigung von Völler im Anschluss an das Interview beigelegt. Die ganz große Versöhnungsgeschichte konnte deswegen nicht inszeniert werden. Aber ohne Zweifel war es ein Highlight, Waldemar Hartmann und Rudi Völler beim DSWV-Sommerfest begrüßen zu können.

Während Waldemar Hartmann in Rente ist und nur noch bei ausgewählten Veranstaltungen auftritt, ist Rudi Völler als Sportvorstand von Bayer Leverkusen nach wie vor mitten im Geschäft. Extra für das Sommerfest wurde „Waldis DSWV-Club” geschaffen, der an eine frühere ARD-Sendung erinnern sollte und in dem der Moderator mit einigen Fachleuten über Fußball, Fußballwetten und am Ende sogar über Online Casinos diskutierte. Zunächst ging es vor allem um die aktuellen Ereignisse im Fußball, also um die letzte Bundesligasaison und die Champions League. Rudi Völler ist in solchen Runden ein gerngesehener Gast, da er sich nicht scheut, seine Meinung zu äußern. Ein besonders heißes Thema der letzten Monate wurde nicht ausgespart: Rudi Völler sprach sich vehement gegen die Einführung einer Super League in Europa aus. Das würde den Fußball in Europa auf Spitzenniveau erledigen, da die nationalen Ligen massiv geschwächt würden. Doch vielleicht wird Völler irgendwann seine Meinung ändern, genauso wie beim Videobeweis. Anfangs, das gab der ehemaligen Bundestrainer zu, sei er skeptisch gewesen. Doch mittlerweile sei ein Fan des Videobeweises, da dieser zu mehr Gerechtigkeit führe.

Völler sieht gute Chancen für deutsche Nationalmannschaft

Wenn ein ehemaliger Bundestrainer auf dem Podium sitzt, dürfen natürlich auch Fragen nach dem Zustand der deutschen Nationalmannschaft nicht fehlen. In bekannter Manier verteidigte Völler die Nationalmannschaft gegen Kritik. In Deutschland sei es immer so, dass nach einem schlechten Turnier der Untergang des deutschen Fußballs ausgerufen würde. Die Wahrheit sei aber, dass der deutsche Fußball nach wie vor in einem sehr guten Zustand sei. Nicht alles sei perfekt, aber die Chancen stünden gut, dass es schon beim nächsten Turnier wieder eine sehr gute deutsche Nationalmannschaft geben werde. Im Verlaufe des Gesprächs wurde selbstverständlich auch über Sportwetten gesprochen. Der DSWV-Präsident Mathias Dahms legte eindrücklich dar, dass die Sportwettenanbieter in Deutschland einen wichtigen Beitrag zum Sport, aber auch zur Finanzierung des Gemeinwesens beitrugen. Immerhin würden die Sportwettenanbieter jährlich etwa 400 Millionen Euro Wettsteuer abführen. Zudem sei das Sponsorenvolumen auf 50 Millionen Euro angewachsen. Davon profitieren auch einige Bundesligisten.

Peter Beuth, der hessische Innenminister, der auch an der Runde teilnahm, legte großen Wert darauf festzustellen, dass derzeit eine neue Regulierung der Sportwetten verhandelt würde. In Hessen sei man schon länger bereit, den Markt umfassend zu legalisieren. Nach Auffassung von Beuth sei es nötig, nicht nur die Sportwettenanbieter, sondern auch die Online Casinos von einer deutschen Glücksspielbehörde lizenzieren zu lassen. Nur auf diesem Weg sei es möglich, den bislang unregulierten Markt unter Kontrolle zu bringen. Es deutet einiges darauf hin, dass sich die Bundesländer, die den Glücksspielstaatsvertrag verhandeln, zumindest bei den Sportwettenanbietern auf eine bundesdeutsche Regelung einigen können. Derzeit ist aber noch offen, ob das auch bei den Online Casinos gelingt. Da eine Lösung beim DSWV-Sommerfest ohnehin nicht erreichbar war, stießen Rudi Völler und Waldi Hartmann mit den anderen Gästen am Schluss stilecht mit einem Weißbier auf den gelungenen Event an. Und wer dann noch Bock auf mehr Bier und Brezel dazu hat kann das Bier Fest Scratchcard Spiel im Lapalingo Casino spielen.