triple_elvis - Andy Warhol

Andy Warhol - Triple Elvis 1962 Acrylic and silkscreen on canvas 208.3 x 299.7 cm 82 x 118"

Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten und über den eigenen Kunstgeschmack sicherlich schon gar nicht. So auch im Falle von zwei Gemälden vom amerikanischen Pop-Art Künstler Andrej Warhola, besser bekannt unter den Namen Andy Warhol (1928 – 1987), im Besitz der Westdeutsche Spielbanken GmbH & Co. KG, welche wiederum im Besitz des Landes Nordrhein-Westfalen ist.

Die beiden Werke von Andy Warhol „Four Marlons“ und „Triple Elvis“ sollen nun verkauft werden, um die Casino-Gesellschaft von Westspiel zu sanieren, um ein weiteres Casino zu eröffnen und dem Land NRW auch einige Euros zukommen zu lassen.

 

 

Der Aufschrei unter Kunstfreunden ist enorm

26 Museumsdirektoren beschweren sich in einem Brief über das Vorhaben und Kulturstaatsministerin Monika Grütters sagt sogar, dass „Meines Wissens noch keine Landesregierung nationales Kulturgut veräußert hat, um damit Löcher im Haushalt zu stopfen“. Lassen wir es einmal dahingestellt, ob es sich bei den zwei Werken des US-amerikanischen Künstlers Andy Warhol tatsächlich um nationales (deutsches) Kulturgut handelt, und schauen uns die Gründe für einen möglichen Verkauf an.

Die zwei Pop-Art Werke „Four Marlons“ und „Triple Elvis“ von Warhol wurden laut Berichten vor langer Zeit für eine Summer von rund 400.000 D-Mark von WestSpiel erworben. Der erhoffte Erlös bei der Auktion liegt bei 100 Millionen Euro, davon sollen 80 Millionen Euro nach dem Verkauf an WestSpiel gehen! Die Warhol Werke waren bei der Spielbank seit geraumer Zeit in einem Tresor eingelagert.

 Andy Warhols „Four Marlons“ (1966).

Umstrittenes Objekt der Begierde: Andy Warhols Bild „Four Marlons“ (1966).

Denn der erwartete Erlös in dreistelliger Millionenhöhe welches bei der Christie’s New York Auktion am 12. November 2014 soll in die Sanierung von WestSpiel fließen, welche ein „profitables“ Geschäft für das Land NRW sein soll. Wir haben schon an anderer Stelle über das „Casino-Streben“ berichtet und warum den Online Casinos die Zukunft gehört. Nun soll also eine aussterbende Sparte saniert werden, doch nicht nur das: Ebenso sollen Millionen vom Erlös in eine neue Spielbank fließen! Wie eine solche Entscheidung sinnvoll sein kann, bleibt uns verborgen – denn spätestens in einigen Jahren wird auch die neue Spielbank sanierungsbedürftig sein, da die Gamer sich mehr und mehr für Online Casinos entscheiden und die echten Kasinos über mangelnde Kundschaft klagen.

Der Casino Club 360 fragt: Was meinen Sie? Sollen die Gemälde verkauft werden, um eine bankrotte Spielbank zu sanieren und einen neuen Sanierungsfall zu schaffen?