Verlängerungen der Verträge bei CASAG-Vorständen stehen auf der Kippe

CASAG-VorständenBeim Monopolisten für land-based Casinos in Österreich ist immer etwas los, sei es die geplatzte Übernahme durch Novomatic oder Verwicklungen in die Politik in der Alpenrepublik. Dieses mal jedoch geht es nicht um Seilschaften oder milliardenschwere Übernahmen, sondern um die üppigen Bezüge der Führungsetage bei der Casinos Austria AG und hier im speziellen um die Verträge von Dr. Karl Stoss, dem Generaldirektor der CASAG und Vorstandsvorsitzenden der Österreichische Lotterien GmbH und Prof. KR Mag. Dietmar Hoscher, dem Vorstandsdirektor im Unternehmen und Vorsitzenden des Aufsichtsrates von tipp3. Seit vielen Jahre bilden diese beiden Herren nun schon die Führungsetage dieses Unternehmens und saßen lange Zeit fest im Sattel, doch die mögliche, neue Eigentumsstruktur der CASAG könnte dafür sorgen, dass diese beiden Herren sich in Zukunft anderweitig nach einem gutbezahlten Job umsehen müssen oder im Falle von Karl Stoss in den Ruhestand gehen.

Lange Jahre sahen die Zahlen der CASAG nicht gerade rosig aus, erst sweit diesem Jahr gibt es wieder Erfolge zu vermelden. Zudem konnte auch das Auslandsgeschäft endlich Schwarze Zahlen schreiben.

Immer mehr Aufsichtsratsmitglieder wollen eine Ausschreibung

Für den seit 2007 im Amt des Generaldirektors der CASAG befindlichen Karl Stoß und dem seit dem selben Jahr als Mitglied des Vorstands tätigen Dietmar Hoscher waren Vertragsverlängerungen bei der CASAG lange Jahre reine Formsache und die Bezüge fielen von mal zu mal üppiger aus. Doch dieses mal könnte sich dies ändern, denn der Druck von Seiten des Aufsichtsrates, die beiden Posten auszuschreiben und damit auch anderen Bewerbern eine Chance einzuräumen, wächst. Bereits an diesem Dienstag wird der Personalausschuss des Aufsichtsrats einen Vorschlag über die zukünftige CASAG-Führung unterbreiten, über welche dann am 14 Dezember in einer Abstimmung ebenfalls im Aufsichtsrat entschieden wird. Zwar gehen Stoss und Hoscher davon aus, ihre Verträge für ein oder zwei Jahr wieder einmal verlängert zu bekommen, doch die zukünftigen Besitzverhältnisse der Casinos Austria und auch die durchaus umstrittenen, nicht ganz kleinen Sonderleistungen im Vertrag von Karl Stoss, könnten für eine böse Überraschung bei den beiden Herren sorgen und plötzlich müssten sie sich einer möglichen Wahl für die Fortführung ihrer Tätigkeit stellen.

Der Vertrag von Dr. Karl Stoss

Über die Jahre sind durch die unzähligen Vertragsverlängerungen mit Dr. Karl Stoss einige üppige Sonderzahlungen in den Kontrakt zwischen dem Generaldirektor und der Casinos Austria AG aufgenommen worden, die ihm mittlerweile ein jährliches Einkommen von über einer Million Euro verschaffen. Neben den 550.000 Euro Grundeinkommen, dass erst zu Beginn dieses Jahres um 50.000 Euro angehoben wurde, finden sich im Vertragswerk gleich zwei Boni. Zum Einen bekommt der Generaldirektor 1,3 Prozent von der Bemessungsgrundlage des Konzernergebnisses und zum Zweiten 0,3 Prozent der Bonusbemessungsgrundlage beim Erreichen bestimmter Ziele. Beide Boni zusammengenommen machen fast die Hälfte des Jahreseinkommens von Dr. Karl Stoss aus. Doch nicht nur das Gehalt fällt üppig aus, auch die Betriebspension kann sich sehen lassen, denn ab dem vollendeten 60. Lebensjahr hat der Generaldirektor sich einen Anspruch auf 62 Prozent des letzten Bruttogehalts, plus dem Durchschnittswert der Boni in den letzten fünf Jahren, verdient.

Sollte Dr. Karl Stoss seinen Vertrag nicht verlängert bekommen, dar er sich zumindest über eine geschätzte Pension von über 500.000 Euro aus dem Topf der CASAG freuen, zu der dann auch noch die gesetzliche Pension hinzukommt.

Die neue Eigentümerstruktur könnte einiges Verändern

Maßgeblich zu einer nicht erfolgenden Vertragsverlängerung könnte der Umstand führen, dass die zukünftige Eigentümerstruktur der Casinos Austria AG noch nicht feststeht und somit auch nicht klar ist, wer alles im Vorstand sitzen wird. Der österreichische Glücksspielkonzern Novomatic, kann, wenn es bei dem Verbot der Übernahme der CASAG bleibt, maximal 25 Prozent übernehmen, ohne mit den Wettbewerbshütern in Konflikt zu geraten. Das tschechische Konsortium Sazka Group hält heute schon 11 Prozent und wollte zusammen mit Novomatic die Casinos Austria AG übernehmen. Durch die geplatzte gemeinsame Übernahme können die Tschechien nun deutlich höhere Anteile am Unternehmen aufkaufen, denn hiergegen hatte das österreichische Kartellgericht nichts einzuwenden. Sollte möglicherweise die Sazka Group zusammen mit Novomatics 25 Prozent die CASAG übernehmen, wären wohl die Tage von Stoss und Hoschner gezählt und beide Unternehmen würden ihre eigenen Leute in die Führungsetage bringen. Diese Situation führt schon jetzt dazu, dass einige Damen und Herren schon jetzt strategische Überlegungen anstellen auf welcher Seite sie in Zukunft stehen werden.

Sollte das Oberste Kartellgericht ebenfalls die Übernahme der CASAG durch Novomatic als zukünftigen Hauptbesitzer verbieten, wäre immer noch der Weg frei zu einer Übernahme mit Hilfe eines Joint Ventures zwischen den Österreichern und Sazka Group, bei der dann Novomatic nur der Juniorpartner wäre.

Quelle: Der Standard.at

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Von G. H. | 21. November 2016 | Kategorien: Casino News, Casinos, Nachrichten, Novomatic | Labels: , , , , , |

Über den Autor: G. H.

G. H.
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