888 HoldingsAm 12. Februar 2015 berichteten wir darüber, dass der Traditionsbuchmacher William Hill in den Übernahmepoker um 888 Holdings eingestiegen sei. Demnach bot Hill in den als fortgeschritten beschriebenen Übernahmeverhandlungen einen Kaufpreis von knapp 750 Millionen Britischen Pfund, was in etwa einer Milliarde Euro entspricht. Schon damals war bekannt geworden, dass der von Hill gebotene Betrag von 2,10 Britischen Pfund (2,84 Euro) pro Aktie bei der Familie Shaked, die mit mehr als 50 Prozent des Aktienbesitzes als Haupteigner gilt, nicht auf offene Ohren stieß. Die Mehrheitseigner wollten wohl 3 Britische Pfund (4,05 Euro) je Aktie herausschlagen.

888 Holdings wischt das Angebot Hills vom Tisch

Heute wurde nun offiziell, dass die 888 Holdings das Angebot von William Hill vom Tisch gefegt hat. In seinem offiziellen Statement führte der CEO von 888 Holdings, Brian Mattingley, aus, dass sich sein Unternehmen prächtig entwickle und eine rosige Zukunft vor sich habe. Demzufolge werde derzeit nicht an einen Verkauf gedacht, zudem das Angebot seitens Hill ohnehin zu gering sei, um einem Verkauf ernsthaft ins Auge zu fassen. Diese Aussage dürfte eine Ohrfeige ins Gesicht des Mitbewerbers gewesen sein, der sich ob seines schwachen Standings im Poker-Bereich sicher schon die Hände rieb.

Ob William Hill bereit ist, noch einmal ein paar Millionen Euro auf sein Kaufangebot draufzupacken bleibt abzuwarten. Im Moment jedenfalls scheint der Traum von William Hill, sein Geschäft im Online-Poker zu stärken und die gute Startposition von 888 Holdings in den USA zu nutzen, wie eine Seifenblase zu zerplatzen. Der Aktionskurs von 888 Holdings reagierte jedenfalls nicht so gut auf die harsche Absage von Mattingley. Nachdem der Kurs kurz nach dem Bekanntwerden der Übernahmepläne durch Hill um etliche Prozent zulegte, sackte er nun wieder auf sein Ausgangsniveau ab. Warten wir ab, ob es vielleicht doch noch zu einer Übernahme kommt.