Urteil zu Brandstiftung in einer Spielhalle nun gefallen

Brandstiftung in einer SpielhalleIm Fall zur Brandstiftung in einer Spielhalle in Kirchheim ist nun endlich ein Urteil gefallen. Die 43-jährige Angeklagte wurde nun verurteilt und muss eine Haftstrafe absitzen. In der Urteilsverkündung wurde klar, dass das Gericht die Schuld der Frau als erwiesen ansah. Dennoch blieb es beim Strafmaß deutlich unter der geforderten Strafe der Staatsanwaltschaft. Das Urteil ist mittlerweile auch rechtskräftig, da die Staatsanwaltschaft und auch die Verteidigung auf Rechtsmittel verzichtet haben und keine Berufung einlegen werden.

Brandstiftung diente lediglich der Vertuschung

Der Richter war sich sicher, dass auf der Anklagebank keine unschuldige Frau saß. Denn auch durch ihr Geständnis war es vor Gericht erwiesen, dass die 43-jährige Angeklagte auch die Tat verübte, wegen der sie nun verurteilt wurde. So hat die Frau im letzten Jahr Geldsorgen gehabt, weil ihr Pferd krank war und die Tierarztkosten sehr hoch waren. Als Mitarbeiterin einer Spielhalle in Kirchheim nutzte sie die Gelegenheit, sich dort Geld zu beschaffen. So nahm sie insgesamt 1850 Euro an sich, mit denen sie eigentlich die Spielautomaten befüllen sollte. Als jedoch die wöchentliche Prüfung anstand, bei der es aufgefallen wäre, dass das Geld fehlt, entschloss die 43-jährige Frau, diese Prüfung mit einem Brand zu umgehen. Sie war sich sicher, dass im Falle eines Brandes die Prüfung verschoben worden wäre und sie mehr Zeit bekommen hätte, um das Geld wieder zurückzulegen. So legte sie in der Nacht auf den 29. November 2015 Feuer in der Spielhalle und verschwand wenig später.

Glücklicherweise brach kein Großbrand aus, sondern die Flammen haben sich am Ende gegenseitig den Sauerstoff entzogen. Nur so griff der Brand auch nicht auf das gesamte Wohnhaus und die über der Spielhalle liegenden Wohnungen über. Zudem war die Alarmanlage auch der Retter für die Bewohner des Hauses. Denn nur dank der Alarmanlage wurden die Bewohner gewarnt und konnten alle rechtzeitig und unverletzt das Haus verlassen.

Viel Zeit zum Nachdenken im Gefängnis

Trotz des guten Ausgangs der Brandstiftung muss die 43-jährige Frau nun die Quittung für ihr Handeln zahlen. Das Gericht verurteilte sie zu einer Haftstrafe von vier Jahren und drei Monaten wegen Brandstiftung und Unterschlagung. Die Frau kann dabei von Glück reden, dass durch ihr Geständnis der Vorwurf des versuchten Mordes vom Tisch war. Aber dennoch war das Gericht der Überzeugung, dass die 43-Jährige durchaus hätte wissen müssen, dass das Feuer auch auf die im Haus befindlichen Wohnungen hätte übergreifen können, wodurch die Bewohner hätten getötet werden können. Die Strafe ist mit vier Jahren und drei Monaten daher noch recht gering ausgefallen. So blieb das Gericht auch ein Jahr unter dem geforderten Strafmaß der Staatsanwaltschaft. Auch hierbei hatte die Frau also großes Glück, vor allem, weil die Staatsanwaltschaft auf das Einlegen von Rechtsmitteln verzichtet hat.

Insgesamt hat der Fall gezeigt, dass es auch für Mitarbeiter von Spielhallen verlockend sein kann, das Geld so vor der Nase zu haben. Für Spielhallen sind also nicht nur Räuber und Einbrecher ein Problem. Auch die eigenen Mitarbeiter können zum Problem werden, wenn sie beispielsweise Geldsorgen haben. Zum Glück ist das aber eher eine Seltenheit.

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Von Gerda Hartig | 27. Juli 2016 | Kategorien: Nachrichten, Vermischtes | Labels: , , , |

Über den Autor: Gerda Hartig

Gerda Hartig
Nein, Frauen spielen in Online Casinos nicht nur Rubbellose oder Bingo. Und auch ansonsten bin ich alles andere als politisch korrekt. Ich sage was Sache ist in den Online Casinos, bei den Herstellern der Casinospiele und bei der Politik, welche den Spielerschutz vorschiebt, um doppelt abkassieren zu können.

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