Unibet GroupNamen haben in der Gesellschaft eine wichtige Funktion, denn sie helfen den Menschen dabei sich als Individuum voneinander zu unterscheiden und zeigen zudem auch die Zugehörigkeit zu einer Familie auf. Bei Unternehmen jedoch erfüllt der Name noch eine zusätzliche Funktion, denn er soll zudem auch eine Kernbotschaft transportieren, die dem Kunden verrät für was die Firma eigentlich steht. Dies lässt sich vor allem in der Sportwettenbranche und dem Bereich der Online Casinos deutlich aufzeigen, denn viele Unternehmen tragen selbst oder in ihren Marken die drei kleinen Buchstaben „bet“ oder gern auch das Wort Casino. Jeder Kunde der gern seine Freizeit mit dem Wetten auf Sportereignisse oder dem Gambeln an Slot Automaten verbringt, weiß genau, hier bin ich richtig und kann meinem liebsten Hobby nachgehen und auf allerlei mögliche  Ergebnisse tippen oder ein paar Runden die Walzen kreisen lassen. Doch manchmal, wenn ein Konzern über seine angestammten Branchengrenzen durch Firmenzukäufe hinauswächst, kann es durchaus notwendig werden, denn eigenen Namen zu ändern. Dies macht vor allem dann Sinn, wenn die eigene Konzernstruktur sich über zahlreiche Marken erstreckt und diese möglichst gleichberechtigt entwickelt werden sollen. Diesem Gedankengang ist nun auch der Online Casino Betreiber und Besitzer der gleichnamigen Plattform für Sportwetten Unibet Group gefolgt und möchte nun zum Ende diesen Jahres seinen Konzernnamen in Kindered Group ändern.

Für Henrik Tjärnström, dem amtierenden CEO der Unibet Group, ist vor allem die hohe Verwechslungsgefahr zwischen dem Konzernnamen Unibet Group und der Sportwetten und Online Casino Marke Unibet der Hauptgrund für die angestrebte Namensänderung des Konzerns in Kindered Group.

Alle Marken der Unibet Group sollen von der Namensänderung profitieren

Als im Jahr 1997 Unibet das Licht der Welt erblickte war die zukünftige Entwicklung des Unternehmens natürlich nur schwer vorauszusehen, denn als reiner Anbieter für Sportwetten zog die Firma in die großen Weiten des Internets, doch gerade in den letzten Jahren entwickelte sich die Unbiet Group immer weiter zu einem Komplettanbieter in Sachen Glücksspiel. So kam nicht nur in der Hauptmarke ein Online Casino mit großem Angebot an Slot Automaten Spielen hinzu, sondern auch im Bereich der klassischen Tischspiele wie Roulette und BlackJack wurde kräftig investiert. Auch bei den strategischen Zukäufen potentiell stark wachsender Marken wurde in den letzten Jahren nicht gekleckert sondern geklotzt. Im Jahr 2005 wurde der belgische Anbieter Mr.Bookmaker einverleibt und 2007 das Geschäftsfeld mit dem Aufkauf der Maria Holdings auf den Bereich des Online Bingo ausgeweitet. Mit der Etablierung von Kambi, einem wichtigen Anbieter vorn Sportwetten-Software und dem späteren Börsengang der Tochterfirma, entwickelte sich die Unibet Group immer weiter weg von seinen einstigen Wurzeln. Heute besitzt der Konzern, der im letzten Jahr einen Umsatz von 350 Millionen Pfund generieren konnte, insgesamt 10 starke Marken, die alle Bereich des Online Glücksspiels abdecken. Die Hauptmarke und Umsatzgenerator Nummer Eins bleibt jedoch nach wie vor Unibet und wird es auch auf absehbare Zeit bleiben. Mit dem neuen Namen, der in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 6. Dezember in Stockholm bestätigt werden muss, hat der Vorstand mit Kindered Group nicht irgendein Akronym aus dem Hut gezaubert, denn Kindred bedeutet Verwandtschaft und dies soll die enge Verbundenheit der unterschiedlichen Marken zueinander unter einem Dach unterstreichen. Eine Verwechslungsgefahr wird dann mit Sicherheit zwischen Konzern und eigener Marke Unibet in jedem Fall nicht mehr gegeben sein.

Auch das erste Halbjahr fiel für den Konzern, der noch unter dem Namen Unibet Group firmiert, äußerst positiv aus, denn der Umsatz konnte in den ersten 6 Monaten von vormals 156,6 Millionen Pfund auf nun 249 Millionen Pfund gesteigert werden. Auch das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen stieg von 34,1 Millionen Pfund auf nun 50,5 Millionen Pfund an.