Die britische UK Gambling Commission (UKGC) hat gegen vier Online Casino Betreiber Geldbußen in Höhe von 4,5 Millionen Pfund wegen Nichtbeachtung von Anti-Geldwäscherichtlinien und einem unzureichenden Verbraucherschutz verhängt. Die Strafen der vier betroffenen Unternehmen sehen folgendermaßen aus: InTouch Games Limited soll 2,2 Mio. Pfund zahlen, Betit Operations Limited 1,4 Mio. Pfund, MT Secure Trade 700.000 Pfund und BestBet 230.972 Pfund.

Die Strafzahlungen sind Teil der laufenden Untersuchung der Kommission im britischen Online Casino Sektor. Die Glücksspielbranche dort besteht aus mehr als 2.500 Betreibern. Dieser wettbewerbsorientierte Markt wächst sehr schnell, weswegen es von umso größerer Wichtigkeit ist, ihn zu lizenzieren und zu regulieren.

in touch games logoInTouch Games trifft es am härtesten

InTouch Games Limited ist das iGaming-Unternehmen, das die höchste Strafe hinnehmen muss. Insgesamt 2,2 Millionen Pfund soll die Firma, die weltweit mobiles Bingo, mobile Slots und mobile Casinospiele anbietet, an Strafe zahlen. Bei der Überprüfung durch die Gambling Commission wurden „Schwachstellen bei der Bekämpfung von Geldwäsche und der sozialen Verantwortung festgestellt“, so die Behörde, die daraufhin den Verdacht aussprach, dass das Unternehmen ungeeignet sein könne, die genehmigten Tätigkeiten auszuüben.

Die zweithöchste Geldbuße wurde mit 1,4 Millionen Pfund Betit Operations auferlegt, einem Betreiber von Online Glücksspielseiten wie kaboo.com und highroller.com. Auch bei diesem Unternehmen stellte die Glücksspielkommission Probleme bei der Bekämpfung von Geldwäsche und einen Mangel sozialer Verantwortung fest. Die im September 2017 durchgeführte Überprüfung ergab außerdem Mängel in Bezug auf die Anforderungen an Personalverwaltungsbüros und Benachrichtigungen über wichtige Ereignisse.

 

UK Gambling Commision prüft 123 Online Betreiber

Die UK Gambling Commission hat in den letzten 18 Monaten insgesamt 123 Online Betreiber geprüft. 45 Unternehmen wurden dabei aufgefordert, ihre Standards zu überprüfen und zu erhöhen. Davon haben bereits 38 Firmen Anzeichen einer Verbesserung gezeigt. 34 Unternehmen entsprachen den erwarteten Normen der Kommission oder mussten nur kleinere Probleme beheben.

Richard Watson, Geschäftsführer der Glücksspielkommission, erklärte, dass die UK Gambling Commission hart daran gearbeitet habe, die Standards in der Onlinebranche zu erhöhen, um sicherzustellen, dass Glücksspiele ohne Kriminalität ablaufen. Des Weiteren gab Watson zu Protokoll, dass Menschen in Großbritannien, wo jeder Fünfte mindestens einmal im Monat online spiele, dies in einer sicheren Umgebung tun können müssen.

„Unsere Arbeit ist hier noch nicht zu Ende. Als Regulierungsbehörde werden wir weiterhin Standards festlegen und durchsetzen, die die Branche zum Schutz der Verbraucher einhalten muss“, so Richard Watson weiter.

Seit 2005 Glücksspielregulierung in Großbritannien

Die UK Gambling Commission wurde 2005 nach dem Gambling Act 2005 gegründet, um in Zusammenarbeit mit den Lizenzbehörden das kommerzielle Glücksspiel in Großbritannien zu regulieren. Der Gambling (Licensing and Advertising) Act 2014 verlangt von jedem Betreiber, der mit Verbrauchern in Großbritannien Geschäfte führen oder für diese werben möchte, eine Betriebserlaubnis der UK Gambling Commission.

Die UK Gambling Commission hat es sich unter anderem zum Ziel gesetzt, Glücksspiele nur noch auf faire und transparente Weise durchzuführen. Mit diesem Ziel vor Augen lizenziert das Unternehmen Betreiber und Einzelpersonen in Großbritannien, die Arcade-Spiele, Spielautomaten, Sportwetten, Lotterien, Bingo, Remote-Glücksspiele (online oder telefonisch), Casinos und Glücksspiel-Software anbieten. Die UKGC ist darüber hinaus auch für die Vergabe der Lizenz für die Nationallotterie zuständig.