888 HoldingsHeute verbreitete sich die Nachricht, dass sich der Traditionsbuchmacher William Hill mit der 888 Holding in fortgeschrittenen Übernahmeverhandlungen befinde. Damit kann sich die Poker-Community wahrscheinlich auf die nächste große Übernahme in diesem Marktsegment einrichten. Nach dem Bekanntwerden der Pläne Hills schoss die Aktie von 888 Holdings zeitweise um bis zu 25 Prozent in die Höhe. Auch am Ende des Handelstages konnten sich die Aktionäre über ein Plus von immer noch 18 Prozent freuen. Die Aktie von William Hill schloss dagegen mit einem 3prozentigen Minus.

Warum steigt William Hill in das Übernahmepoker ein?

Auch, wenn William Hill über ein ähnliches Portfolio wie 888 Holdings verfügt, hat die 1997 in Israel gegründete und in Gibraltar lizenzierte 888 Gruppe neben mehr als 25 Millionen registrierten Benutzern als eines der größten Online-Casinos einiges zu bieten. Neben Casino Games, Sportwetten und Bingo führt die Gruppe vor allem im Bereich des Online-Poker den Markt an. Mit seinem Portal 888Poker ist die Holding für einen regulierten US-amerikanischen Markt bestens aufgestellt, zumal sie dort bereits in drei Bundesstaaten erfolgreich agiert.

So viel will William Hill angeblich zahlen

Vor allem im Bereich Poker kann William Hill nicht mit der 888 Gruppe Schritthalten. Das begründet wohl auch den Preis, den die Briten bereit sind zu zahlen. Immerhin sollen 744 Millionen Britische Pfund auf den Tisch geblättert werden, was nach heutigem Kurs etwas mehr als 1 Milliarde Euro wären. Entsprechend eines Berichts im Onlineportal von The Times, ist William Hill bereit, pro Aktie 2,10 Britische Pfund (2,84 Euro) zu zahlen. Dieses Angebot jedoch, trifft bei der Familie Shaked, die mehr als die Hälfte der 888-Aktien besitzt, nicht auf Gegenliebe. Der Familienclan möchte wohl 3 Britische Pfund (4,05 Euro) pro Aktie erzielen.

Wie das Rennen um 888 Holdings ausgeht, bleibt abzuwarten. Nach Angabe des Unternehmens soll innerhalb der nächsten vier Wochen eine tragfähige Lösung gefunden werden.