Spielothek in UfhovenIm Jahr 2015 gab es erneut bundesweit zahlreiche Überfälle auf kleinere und größere Casinos und Spielotheken. Sowie beim Überfall der Spielothek in Ufhoven. Dort konnten zwei Männer konnten festgenommen werden. Jetzt beginnt der Prozess im Landgericht Mühlhausen. Er ist vorerst auf 3 Tage angesetzt.

Bewaffneter Überfall zielte auf die Tageseinnahmen ab

Die 39-jährige Angestellte, die zum Zeitpunkt des Überfalls ihre Schicht hatte, wurde von einem der Täter mit einem Messer bedroht. Diese wurde an ihren Hals gehalten, um die Forderung nach den Tageseinnahmen zu verdeutlichen. Hilfe hatte die Überfallene leider nicht bekommen. Denn der einzige Gast hielt sich zurück und ließ den Raub ohne weiteres ablaufen. Noch am Tatort sagte er, dass er die Stimmen gehört und Angst um sein Leben hatte. Am Prozesstag gab er weiter an, dass er die beiden Angeklagten vom Sehen her kannte, daran, dass er etwas Gehört hatte, konnte er sich nicht mehr erinnern. Bis zum Prozessbeginn erhielten die zwei Verdächtigen vom Betreiber der Spielbank Hausverbot. Die einzige Maßnahme, die ab dem Bekanntwerden der Verdächtigen bis zum Beginn des Prozesses möglich ist.

Wurde ein Stammkunde zum vermeintlichen Täter?

Die Ermittlungen ergaben zum heutigen Zeitpunkt, dass einer der beiden derzeit noch Verdächtigen ein Stammkunde der Spielothek in Ufhoven war. Beide Täter waren maskiert, wobei einer von beiden einen Rucksack trug. In diesen wurde während des Überfalls eine Beute von 1.180 Euro verstaut. Eine Hausdurchsuchung brachte bereits den Fund einer Maske, die so aussieht, wie die Masken welche beim Überfall getragen wurden. Noch konnte nicht nachgewiesen werden, ob es sich um eine der Masken vom Überfall handelt. Beide Tatverdächtigen kommen aus Bad Langensalza. Kurz vor dem Überfall wurde der zweite Verdächtige mehrfach unter den Spielbank Gästen gesehen.

Die Angeklagten schweigen an Tag 1

Die Tatverdächtigen sind 26 und 29 Jahre alt. Zur derzeitigen Beweislage gehört, dass laut Handyortung mindestens einer der beiden zur Tatzeit in der Nähe des Tatortes war. Außerdem konnten DNA-Spuren am Tatort genommen werden. Zusätzlich gibt es weitere Zeugenaussagen, die noch abgewartet werden müssen. Zu den Zeugen gehören Personen, denen die beiden von dem Überfall erzählt hatten. Weiterhin gibt es ein Überwachungsvideo, auf dem die Täter von ihrer Statue nach, zu sehen sind. Sollten die Täter überführt werden, würde das Urteil für schweren Raub mit einer Mindeststrafe von 5 Jahren ergehen. Im Gegensatz zu anderen Überfällen, in denen ungeschickte Täter meist wenige Wochen nach dem Überfall gefasst werden, ließ der nächste Schritt bis in das nächste Jahr auf sich warten. 2013 meldete sich ein Augenzeuge und berichtete von dem Abend.

Aussagen vor Gericht verlieren an Präzision

Vor Gericht konnte sich der Augenzeuge nicht mehr recht daran erinnern, dass er die beiden Männer in die Spielbank hineingehen, wieder herauskommen und mit Fahrrädern hat wegfahren sehen. Die Namen, die er bei der Aussage 2013 selbst nannte, wollte er im Prozess nicht noch einmal nennen. So lautete seine Aussage vielmehr, dass es die beiden Täter von der Körpergröße her hätten sein können. Bis zum Ende des Monats soll das Urteil rechtskräftig ergehen. Für die Angestellte bleibt zu hoffen, dass sie die Prozesstage gut übersteht und die Geschehnisse und Folgen für sie mit Ende des Prozesses besser verarbeitet werden können.