Steuerstreit von Mr Green geht in die nächste Runde

Steuerstreit von Mr GreenDas vergangene Jahr war für den schwedischen Konzern Mr Green ein sehr erfolgreiches Jahr. Die Bilanzen haben gezeigt, dass die Schweden 2016 kräftig Gewinn geschrieben haben. Allerdings sorgt das für neuen Ärger in Österreich. Denn dort hat Mr Green schon seit Jahren einen Steuerstreit mit dem Land Österreich am Laufen, der nun wohl in eine neue Runde gehen wird. Schließlich wird Österreich auch von dem letzten profitablen Jahr ein Stück vom Kuchen abhaben wollen. Zwar hat Mr Green trotz einer Beschwerde bei der EU-Kommission schon einen Teil der Abgaben an Österreich geleistet, aber damit wird sich die Alpenrepublik sicherlich nicht zufriedengeben.

Für Mr Green ist österreichischer Markt sehr wichtig

Das schwedische Unternehmen Mr Green ist für Sportwetten und auch für das große Online-Glücksspiel bekannt. In Schweden ist dabei selbstverständlich der Hauptmarkt für Mr Green. Aber danach folgt auch schon Österreich. Der Glücksspielmarkt dort ist für die Schweden ein sehr wichtiger Zweig des Geschäfts und Streit ist daher nicht gerade sehr gut. Streit gab es aber bisher nicht nur aufgrund der Steuersachen. Auch, dass Mr Green in Österreich viel Werbung macht, war vielen ein Dorn im Auge. Deshalb gab es sogar schon Strafen für Mr Green und Kritik hagelt es auch. Dabei ist nicht Mr Green Schuld an der ganzen Sache und an dem Streit mit Österreich.

Unklare Gesetzeslage sorgt für großen Ärger

Geht es um die Gesetzeslage zum Thema Sportwetten und Online-Glücksspiel, dann bekleckert sich Österreich nicht gerade mit sehr viel Ruhm. Denn gerade bei der Gesetzeslage gibt es viele Unklarheiten, die diesen Streit mit Mr Green verursacht haben. Und das ist natürlich vor allem für Mr Green sehr ärgerlich. Während Sportwetten in Österreich gar nicht als Glücksspiel angesehen werden, obwohl sie es ja de facto sind und auch in anderen EU-Ländern unter dem Mantel des Glücksspiels laufen, sind Online-Glücksspielangebote mit einer Monopolstellung der Casinos Austria AG versehen. Damit schließen die Österreicher private Anbieter aus und beziehen sich dabei darauf, dass die teilstaatliche Casinos Austria Gruppe der einzige Anbieter sein darf. Mr Green hält das aber nicht für gesetzeskonform, da das Unternehmen ja schließlich auch in anderen EU-Ländern Lizenzen habe und somit auch EU-weit das Online-Glücksspiel anbieten dürfe, somit natürlich auch in Österreich.

Österreich will trotzdem Steuern haben

Kurios an der ganzen Geschichte mit der (fraglichen) Legalität des Online-Glücksspiels von Mr Green in Österreich wird es aber erst beim Thema Steuern. Denn obwohl Österreich darauf beharrt, dass Mr Green dort illegales Glücksspiel betreibt, will das Land Steuern von Mr Green haben. Demnach verlangt das Land 40 Prozent aus dem Bruttospielertrag von Mr Green an Steuerabgaben. Das allerdings ist Mr Green ein Dorn im Auge. Nicht aber, weil das Unternehmen Steuern für etwas zahlen soll, was ja eigentlich verboten sein soll. Nein, Mr Green hält den Steuersatz für viel zu hoch und liegt mit dieser Meinung nicht alleine. Zusammen mit fünf anderen Glücksspielanbietern ist daher derzeit auch ein Verfahren am Bundesfinanzgericht in Österreich offen. Und auch die besagte Beschwerde bei der EU-Kommission hat Mr Green letztes Jahr auf den Weg gebracht.

Fast elf Millionen Euro schon bezahlt

Die verbesserte Bilanz macht es jetzt für Mr Green nicht gerade besser. Auf fast 34 Millionen Euro schätzt Mr Green die angefallene Steuerhöhe in Österreich. Im September 2016 haben die Schweden aber schon rund elf Millionen Euro an Österreich gezahlt, mehr aber auch nicht. So hofft Mr Green nun, dass das Bundesfinanzgericht sich dem schwedischen Anbieter anschließt und nicht noch mehr bezahlt werden muss.

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Von Gerda Hartig | 24. September 2018 | Kategorien: Casinos, Nachrichten | Labels: , , |

Über den Autor: Gerda Hartig

Gerda Hartig
Nein, Frauen spielen in Online Casinos nicht nur Rubbellose oder Bingo. Und auch ansonsten bin ich alles andere als politisch korrekt. Ich sage was Sache ist in den Online Casinos, bei den Herstellern der Casinospiele und bei der Politik, welche den Spielerschutz vorschiebt, um doppelt abkassieren zu können.

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