Steht Bwin.Party vor dem Verkauf?

Bwin.Party

Foto: Bwin.Party

Wieder einmal gibt es Übernahmegerüchte um den Glücksspielkonzern Bwin.Party, der in den letzten Monaten zwar mit Schwierigkeiten in dem hart umkämpften Glücksspielmarkt von sich reden machte, doch offenbar heiß begehrt ist. Dieses Mal heißt es, dass der Online Glücksspielanbieter 888 Holdings aus Großbritannien ein Angebot für den börsennotierten Anbieter von Glücksspielen Bwin.Party unterbreitet hat.

Dabei operiert die GVC offenbar zusammen mit dem kanadischen Glücksspielgiganten Amaya. Beide zusammen sollen bereit sein, 1,5 Milliarden Dollar in bar für Bwin.Party auf den Tisch zu legen. Laut der Financial Times aus London sollen außerdem neue GVC-Aktien ausgereicht werden.

Amaya würde demnach sofort zu einem vereinbarten Preis die Pokersparte von Bwin.Party kaufen. Da die Kanadier bereits Eigentümer der wichtigen Plattformen für Online-Poker PokerStars und Full Tilt Poker sind, würde der Zukauf perfekt ins Portfolio passen. Was dann von dem britisch-österreichischen Konzern Bwin.Party aus den Bereichen Sportwetten bzw. klassische Casinospiele übrig bleibt, würde von der Isle of Man aus von den GVC-Managern geleitet. Amaya und GVC haben sich offenbar darüber geeinigt, dass der Rest von Bwin.Party dann an GVC, Amaya oder ein anderes Glücksspielunternehmen verkauft würde.

Übernahmegerüchte beflügeln Aktienkurs

Nachdem die Übernahmegerüchte die Runde machten, stieg der Kurs der Bwin.Aktien in die Höhe. So lag der Kurs am Nachmittag des 18. Mai 2015 mit einem Plus von 9 Prozent bei 108,60 Pence. Aktuell haben auch renommierte Anbieter von Online-Glücksspielen damit zu kämpfen, neue Spieler zu gewinnen. So wäre die Übernahme eines so bekannten Portals wie Bwin.Party sowohl für Amaya wie auch für GVC ein Segen, da somit mit einem Schlag zahlreiche Stammspieler von Bwin.Party unter das eigene Firmendach geholt würden.

Ob die zuständigen Kartellämter der Idee der Fusionierung gegenüber ebenso aufgeschlossen sind, muss sich erst noch herausstellen. Diese könnten kurzerhand den hoch fliegenden Plänen von GVC und Amaya einen Strich durch die Rechnung machen. Es bleibt also spannend.

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Von Gerda Hartig | 19. Mai 2015 | Kategorien: Nachrichten, Wirtschaft | Labels: , , , |

Über den Autor: Gerda Hartig

Gerda Hartig
Nein, Frauen spielen in Online Casinos nicht nur Rubbellose oder Bingo. Und auch ansonsten bin ich alles andere als politisch korrekt. Ich sage was Sache ist in den Online Casinos, bei den Herstellern der Casinospiele und bei der Politik, welche den Spielerschutz vorschiebt, um doppelt abkassieren zu können.

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