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Spielsüchtiger will gegen Oberösterreich klagen

SpielsüchtigerSpielerklagen sind in Österreich mittlerweile keine wirkliche Seltenheit mehr. Insbesondere der niederösterreichische Glücksspielkonzern Novomatic kann davon bereits ein Liedchen singen. Um die Spielerklage, um dies aber jetzt geht, braucht sich Novomatic nicht kümmern. Denn nicht das große niederösterreichische Unternehmen soll hier verklagt werden. Nein, der Spielsüchtige der nun klagt, will nicht nur gegen ein illegales Spielcafé in Ried klagen, sondern auch gegen das Bundesland Oberösterreich. Der spielsüchtige Mann hat nämlich dort sein letztes Geld verspielt und möchte es nun natürlich zurückhaben. Der ganze Fall hat dabei schon eine große Absurdität inne.

TV-Show verhilft Spielsüchtigem zum ganz großen Auftritt

Auch in Österreich gibt es eine TV-Show, die sich damit befasst, Rechtsfälle öffentlich bekannt zu machen und darüber zu diskutieren. Am kommenden Montag wird dabei in der Sendung „Mein Recht“ ein Spielsüchtiger seinen ganz großen Auftritt bekommen. Der 59-jährige Hermann Hainzlmaier wird dort zusammen mit seinem Anwalt Christian Horwath auftreten und dem Fernsehpublikum seine „dramatische“ Geschichte erzählen. Der 59-jährige Mann, der gebürtig aus Bayern stammt, besaß einst in Ried im Innkreis ein erfolgreiches Start-up-Unternehmen. Hier liegt die Betonung aber wirklich auf besaß. Denn der Mann ist spielsüchtig und hat durch seine Spielsucht alles verloren, seine Familie seine Firma und sein komplettes Geld. So habe der Spielsüchtige laut eigenen Angaben innerhalb von zehn Jahren mehr als eine Million Euro in Wettlokalen und an Spielautomaten verloren. Nun ja, nur dass eine solche Karriere eine Spielsüchtigen sicherlich nichts Ungewöhnliches. Aber zumindest eine Sache hatte Hainzlmaier richtig gemacht. Denn als er selbst erkannte, dass er spielsüchtig ist, ließ er sich für die Spielstätten und die Casinos sperren und machte eine Therapie. Soweit ist das natürlich eine gelungene Sache, wäre da nicht die Tatsache, dass man immer Spielsüchtiger bleibt, selbst nach einer erfolgreich abgeschlossenen Therapie. Wie Hainzlmaier es selbst so treffend formulierte: „Einmal Spieler, immer Spieler.“

Ein Rückfall folgte irgendwann

Irgendwann bewies Hainzlmaier dann, dass er mit seiner Aussage Recht behalten hatte. Denn der Mann wurde rückfällig und fing wieder an zu spielen. Daher aber in den lizenzierten Spielstätten gesperrt war, bekam er dort keinen Eintritt. So ging Hainzlmaier in ein illegales Spielcafé in Ried, da er sich dort nicht ausweisen musste und konnte so innerhalb von nur wenigen Tagen 12.500 Euro verspielen. Nun droht dem Mann sogar eine Räumungsklage. Sein Anwalt strebt deshalb nun eine Klage gegen das illegale Spielcafé an, da man seinen Mandanten dort ja niemals hätte reinlassen dürfen. Wobei man hierbei wohl auch anmerken darf, dass das gesamte Spielcafé ja nun einmal illegal war und somit auch hätte gar nicht existieren dürfen. Und genau das ist auch der Anknüpfungspunkt, den der Anwalt zum Anlass nimmt, um dann auch eine Klage gegen das Bundesland Oberösterreich anzustreben. Denn seiner Meinung nach habe das Bundesland das illegale Spielcafé und andere illegale Spielstätten widerrechtlich geduldet. Eigentlich würde man in diesem Fall die Betreiber solcher Spielstätten verklagen. Da diese jedoch meist im Ausland sitzen, kommt man nur schwer an sie heran. Deshalb dachte sich jetzt der Anwalt Christian Horwath, dass man dann ja auch mal ganz einfach das jeweilige Bundesland verklagen kann, da dieses ja nun einmal die Aufsicht hat.

Ein Prozess wird viele Jahre dauern – Ausgang ungewiss

Dem Anwalt und seinen Mandanten ist dabei durchaus bewusst, dass der angestrebte Prozess sicherlich mehrere Jahre dauern wird. Dass aber auch der Ausgang sehr ungewiss ist, stört die beiden scheinbar nicht. Denn man muss nun einmal auch einfach festhalten, dass es seinem Mandanten ja auch hätte klar sein müssen, dass er gerade wieder in die Spielsucht gerät, nachdem er bei den legalen Spielstätten abgewiesen wurde. Dass er daraufhin ein illegales Spielcafé aufsuchte, von dem Oberösterreich ja scheinbar nichts wusste, könnte man schlichtweg auch als eigene Dummheit hinstellen. Daher muss man sich die Frage stellen, ob eine Klage wie diese überhaupt Erfolg haben kann. Schließlich geht eine solche Spielerklage schon sehr weit und schießt eigentlich übers Ziel hinaus. Denn so könnten sicher künftig beispielsweise auch Drogenabhängige Schmerzensgeld und Schadensersatz von den Ländern erstreiten, weil diese einfach nicht dafür gesorgt haben, dass es einfach keine Drogendealer mehr gibt. Daher hat diese Spielerklage schon eine große Absurdität inne. Schließlich können Behörden illegale Spielstätten auch immer nur dann schließen, wenn sie überhaupt von diesen Spielstätten wissen. Und ob das in diesem Fall so war, darf bezweifelt werden.

Quelle: Nachrichten.at

Spielsüchtiger will gegen Oberösterreich klagen
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Von | 2017-03-12T09:52:35+00:00 12. März 2017|Kategorien: Nachrichten, Vermischtes|Tags: , |

Über den Autor:

Nein, Frauen spielen in Online Casinos nicht nur Rubbellose oder Bingo. Und auch ansonsten bin ich alles andere als politisch korrekt. Ich sage was Sache ist in den Online Casinos, bei den Herstellern der Casinospiele und bei der Politik, welche den Spielerschutz vorschiebt, um doppelt abkassieren zu können.

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