spielhallenüberfallNicht jeder Spielhallenüberfall endet mit einem positiven Ergebnis für den oder die Täter. Oftmals können sie den Überfall zwar konsequent durchziehen und sich mit der Beute aus dem Staub machen, werden dann aber hinterher geschnappt und vor Gericht gestellt. Manchmal scheitert der Raubüberfall auf eine Spielhalle aber auch daran, dass der oder die Täter einfach gewisse Eventualitäten nicht in den Überfallplan mit einrechnen. So war es jetzt wohl auch bei einem versuchten Raubüberfall auf eine Spielhalle in Essen. Aber die Tat nahm für den Täter ein sehr schnelles Ende.

Zu früh gefreut

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag kam es in der Spielhalle in der Ernestinenstraße in Essen-Stoppenberg zu einem versuchten Raubüberfall. Gegen 0.20 Uhr soll dabei ein maskierter Mann die Spielhalle betreten haben und forderte mit einer Schusswaffe das Geld von der 59-jährigen Angestellten. So weit schien der Plan des unbekannten Täters wohl auch aufzugehen, denn die Angestellte hätte ihm das Geld auch gegeben. Allerdings durchkreuzte ein 60-jähriger Spielhallengast die Tatpläne. Denn der Gast war von dem Überfall gar nicht angetan und schritt zur Tat. Er nahm sich einen Stuhl und schlug den unbekannten Täter damit im wahrsten Sinne des Wortes in die Flucht. Dabei muss man jedoch sagen, dass der 60-jährige Gast dabei sicherlich auch viel Glück gehabt hat. Denn falls es eine funktionsfähige Schusswaffe war, die der Täter dabeigehabt hat, dann hätte das auch ganz anders ausgehen können. Schließlich gibt es auch Täter, die dann die Beherrschung verlieren und direkt anfangen zu schießen. In diesem Fall blieben jedoch alle unverletzt und der maskierte Täter ergriff die Flucht.

Ohne Beute und dennoch gesucht

Der bislang noch unbekannte Täter hatte sich seine Tat sicherlich anders ausgemalt und die Beute bestimmt schon verplant. Daraus ist dank des Gastes nun nichts geworden. Dennoch wird er natürlich von der Polizei gesucht, da er zumindest einen versuchten Raubüberfall begangen hat. So soll der unbekannte Mann etwa 1,70 Meter groß sein und etwa zwischen 25 und 30 Jahre alt sein. Er trug eine schwarze Maske, vermutlich eine Sturmhaube und hatte einen schwarzen Stoffbeutel dabei, in dem er wohl seine Beute verstauen wollte. Was von den Zeugen als besonders auffällig beschrieben wurde, sind die schwarzen Lederstiefel, die der Unbekannte zur Tatzeit getragen hat. Diese sollen nämlich ein auffälliges Design gehabt haben. Zudem trug er eine dunkle Hose und einen schwarzen Kapuzenpullover. Hinweise werden in diesem Fall von der Polizei sehr gerne entgegengenommen.

Eigentlich wird Dummheit bestraft

Nun bleibt noch zu hoffen, dass genügend Hinweise bei der Polizei eingehen, die schlussendlich zu dem unbekannten Täter führen. Denn besonders in diesem Fall möchte wohl jeder nur zu gerne wissen, wer diese Tat verübt hat beziehungsweise versucht hat zu verüben. Aber in aller Regel wird Dummheit ja bestraft. Und bei diesem Täter kann man wohl davon ausgehen, dass er nicht allzu schlau ist. Schließlich hat er sich nicht nur ganz schnell in die Flucht schlagen lassen, er hat auch noch versucht eine Spielhalle zu überfallen, in der sich noch Gäste befanden und somit mehrere Personen. Er war zahlenmäßig also deutlich unterlegen und oft scheitern besonders diese Überfälle. Zudem wird es sicherlich jemanden geben, der seine auffälligen schwarzen Lederstiefel kennt.