Spielhalleneinbruch: Prozess gegen Bandenmitglied hat begonnen

SpielhalleneinbruchEin erstes mutmaßliches Bandenmitglied muss sich nun vor dem Landgericht Kleve wegen seiner Taten verantworten. Der 25-jährige Angeklagte soll zu einer Bande gehören, die unter anderem letztes Jahr im April in eine Spielhalle in Tönisvorst einbrach und dabei erheblichen Schaden verursachte.

Spielhalleneinbruch in Tönisvorst nur eine von vier angeklagten Taten

Insgesamt muss sich der 25-jährige Angeklagte vor dem Landgericht Kleve wegen vier Taten, allesamt Einbrüche, verantworten. Das dabei prägnanteste Verbrechen ist aber der Einbruch in die Tönisvorster Spielhalle auf der Hohenhöfe.

Im April 2015 soll der Angeklagte zusammen mit fünf weiteren Bandenmitgliedern in die Spielhalle in Tönisvorst eingebrochen sein. Dabei gingen die Täter sehr gewaltsam vor. Als sie in der Nacht an der Spielhalle ankamen, fingen sie an, mit einem Brecheisen die Fluchtür des Gebäudes aufzuhebeln. Dies gelang ihnen auch, sodass sie sich Zutritt zu den Räumlichkeiten verschaffen konnten. Um dort schnell an das Geld aus den Geldwechselautomaten und den Spielautomaten zu bekommen, wendeten sie extreme Gewalt an. Denn sie nutzten einen fünf Kilo schweren Vorschlaghammer, um damit die Automaten zu zertrümmern und in wenigen Minuten an das gesamte Geld zu kommen. Dieses Geld steckten sie dann in eine Sporttasche, die sie eigens dafür mitgebracht haben, und flohen dann aus der Spielhalle.

Insgesamt konnte die Bande dabei aber nur etwa 5.500 Euro erbeuten. Der Sachschaden lag daher mit etwa 8.000 Euro weitaus höher.

Bei den anderen Einbrüchen ging die Bande teils noch gewaltsamer vor. So wurde bei einer ihrer Taten ein Sachschaden von 50.000 Euro verursacht, obwohl sie dort nur eine Beute von 800 Euro machen konnten. Das zeigt auch schon, dass der Bande jedes Mittel recht war, um an etwas Geld zu kommen.

Verteidiger wollte Deal erreichen

Bereits nach der Anklageverlesung hat der Verteidiger des 25-jährigen Angeklagten die Anklage um ein Rechtsgespräch gebeten. Er wollte damit bezwecken, dass ein Deal ausgehandelt wird, wenn der Angeklagte ein volles Geständnis ablegt. So versuchte der Verteidiger für seinen Mandanten eine feste Strafe von drei Jahren und einem Monat herauszuschlagen. Schließlich, so der Verteidiger, sei in zwei der vier angeklagten Taten nicht bewiesen, dass der 25-Jährige dabei mitgewirkt hat. Seine auf dem Vorschlaghammer gefundenen Fingerabdrücke könnten ja auch auf das Tatwerkzeug gekommen sein, weil der 25-Jährige damals mit einem bereits verurteilten Bandenmitglied zusammenwohnte. Daher wäre es laut Ansicht des Verteidigers ja auch gut möglich, dass die Fingerabdrücke nur auf den Vorschlaghammer gelangten, weil der Angeklagte diesen zufällig angefasst hätte. Auch eine sehr auffällige Hose, die einer der Täter trug und die beim Angeklagten gefunden wurde, sieht der Verteidiger nicht als starkes Indiz an. Zudem wolle der Verteidiger im Zweifelsfall auch ein anthropologisches Gutachten erstellen lassen, dass es nicht sein Mandant gewesen sein kann.

Das Gericht sah allerdings keine Veranlassung dazu, auf einen Deal einzugehen, der eine so geringe Strafe beinhaltet, und lehnte daher das Angebot der Verteidigung ab. Zudem wollte der Angeklagte auch keine Angaben zu den Mittätern machen, was auch dazu führte, dass es wohl auch keinen Deal in Zukunft geben wird. Da die Beweisaufnahme sehr viel Zeit in Anspruch nehmen werde, vertagte das Gericht die Verhandlung auf September. Erst dann wird man sehen, welche Strafe der Angeklagte dann im Falle einer Verurteilung bekommen wird.

 

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Von Gerda Hartig | 7. Juli 2016 | Kategorien: Nachrichten, Vermischtes | Labels: , , , |

Über den Autor: Gerda Hartig

Gerda Hartig
Nein, Frauen spielen in Online Casinos nicht nur Rubbellose oder Bingo. Und auch ansonsten bin ich alles andere als politisch korrekt. Ich sage was Sache ist in den Online Casinos, bei den Herstellern der Casinospiele und bei der Politik, welche den Spielerschutz vorschiebt, um doppelt abkassieren zu können.

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