Bei einem Spielhallen-Überfall in Witzenhausen vor etwa zwei Monaten mussten zwei Täter ohne Beute flüchten. Durch eine Unachtsamkeit wurde zudem auch noch einer der Täter von einer Überwachungskamera erfasst. Die Polizei sucht nun mit einer öffentlichen Fahndung nach den immer noch flüchtigen Tätern.

Dreister Überfall auf Spielhalle scheitert kläglich

Als vor zwei Monaten in Witzenhausen eine Spielhalle überfallen wurde, sah alles nach leichtem Spiel aus für die Täter. Am späten Abend betrat ein Täter die Spielhalle und der andere Täter blieb vor der Tür, um seinen Kompagnon abzuschirmen. Die Spielhalle war zu diesem Zeitpunkt leer und niemand war an den Spielautomaten, sodass der Eindringling nur auf eine Angestellte traf. Der Täter zückte eine Waffe und verlangte von der Spielhallen-Mitarbeiterin das komplette Bargeld aus der Kasse. Doch dieser Plan funktionierte nicht, denn die Spielhallen-Angestellte verweigerte schlicht und einfach die Herausgabe. Damit hatte der Täter ganz offensichtlich nicht gerechnet. Schon nach wenigen Minuten verließ der Täter ohne Beute die Spielhalle und flüchtete gemeinsam mit dem Mittäter. Vermutlich dachten sich die beiden zu diesem Zeitpunkt, dass sie ihr Glück besser in einem Top Online Casino versucht hätten. Direkt vor der Spielhalle zog der Täter eine Maske, die er während des ganzen Überfalls getragen hatte, vom Kopf. Dummerweise hatte keiner der Täter erkannt, dass auch vor der Spielhalle eine Überwachungskamera angebracht ist.

Nachdem die Polizei zwei Monate versucht hat, die Täter erfolglos zu ermitteln, folgt nun der Weg in die Öffentlichkeit. Das entscheidende Bild der Überwachungskamera ist veröffentlicht worden, sodass die Chance auf einen Erfolg deutlich höher ist. Zwar handelt es sich nicht um ein gestochen scharfes Foto, aber die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass Personen, die den Täter kennen, der Polizei helfen können. Die 40-jährige Spielhallen-Mitarbeiterin hatte großes Glück, dass der Täter nicht in Panik geraten ist. Es hat in den letzten Jahren diverse Fälle gegeben, in denen bei Spielhallen-Überfällen Gewalt angewendet wurde, wenn die geforderte Kooperation nicht stattfand. Deswegen rät die Polizei grundsätzlich davon ab, in solchen Situationen zu versuchen, zum Helden bzw. zur Heldin des Tages zu werden. Das Risiko ist hoch, dass der Täter, der ohnehin in einer Stresssituation ist, die Kontrolle verliert und etwas macht, was in den meisten Fällen überhaupt nicht geplant hat.

Spielhallen-Überfälle sind kein unbekanntes Problem

Nur selten geht ein Spielhallen-Überfall so glimpflich aus wie die Tat in Witzenhausen. Die Angestellte wurde nicht verletzt und kein Geld wurde entwendet. Das ist der optimale Fall, der jedoch die absolute Ausnahme darstellt. In den meisten Fällen können die Täter Geld erbeuten, auch wenn es sich fast immer um relativ kleine Beträge handelt. Die meisten Spielhallen-Besitzer sorgen vernünftigerweise dafür, dass keine großen Bargeldbeträge verfügbar sind. Allerdings hält das nicht alle Menschen davon ab, einen Spielhallen-Überfall zu verüben. Die Erfahrungen der Polizei zeigen, dass viele Überfälle auf Spielhallen von Gelegenheitstätern begangen werden. Oft ist akute Geldnot ein Grund, warum die Täter versuchen, schnelle Beute zu machen. Der Hintergedanke dabei ist meistens, dass in einer Spielhalle Geld sein muss, da die Kunden mit Bargeld spielen. Das stimmt auch ein Stück weit, aber die meisten Spielhallen haben typischerweise nicht mehr als einen niedrigen bis mittleren vierstelligen Barbetrag verfügbar.

Die Strafen für Raubüberfälle sind hoch. Wenn die Täter des Überfalls in Witzenhausen gefasst werden, wird es wahrscheinlich eine empfindliche Strafe geben. Speziell bei diesen Taten geht es auch oft um Abschreckung bei der Strafbemessung. Der potenzielle Erfolg einer derartigen Straftat steht jedenfalls in keinem Verhältnis zum Risiko. Genauso wie ein Glücksspiel-Fan sollte auch ein Krimineller, der strategisch denkt, immer genau überlegen, ob es sich lohnt, ein Risiko einzugehen. Im aktuellen Fall des Spielhallen-Überfalls ist offensichtlich, dass die Tat sinnlos ist und letztlich nur zu einem schlechten Ergebnis führen kann. Selbst wenn die Täter einen kleinen Geldbetrag erbeutet hätten, wäre das Geld wahrscheinlich schnell aufgebraucht gewesen. Spielhallen haben auch heute noch den Ruf, dass sie das kriminelle Milieu anziehen. Ob das wirklich stimmt, sei dahingestellt. Tatsache ist aber, dass es erstaunlich viele Überfälle auf Spielhallen gibt. In jedem Fall ist es sicherer und einfacher, in modernen Online Casinos zu spielen.