Spielautomatenverbot von Arbeiterkammer für Tirol gefordert

Spielautomatenverbot TirolIn Österreich ist das Automatenspiel schon seit Anfang 2015 so weit verboten, dass es nur noch unter Auflagen an lizenzierten Standorten angeboten werden darf. Insbesondere die Casinos haben natürlich eine Lizenz erhalten, aber auch ausgewählte Spielhallen. Die Zahl der Glücksspielautomaten ist damit gesunken, aber das Glückspiel an sich hat zugenommen. So wurde 2015 trotz des Glückspielautomatenverbotes ein Zuwachs von drei Prozent bei Wetten Lotterien und anderem Glücksspiel verzeichnet. Und auch bei den Spielautomaten ist die Beliebtheit deutlich spürbar. Denn die illegalen Spielautomaten boomen. Die Arbeiterkammer Tirol fordert daher auch ein härteres Durchgreifen beim Spielautomatenverbot . Denn damit solle man besonders die Jugend mehr schützen.

Noch sehr viele illegale Spielautomaten in Tirol

Es gibt weniger Spielautomaten im ganzen Land. Daran lässt sich in Österreich nicht rütteln, denn es sind wirklich weniger Spielautomaten geworden, seit das Verbot Anfang 2015 in Kraft getreten ist. Dies bedeutet jedoch nicht zwangsläufig auch eine Verbesserung der Gesamtsituation. Denn die illegalen Spielautomaten auf dem Markt halten noch alle in Atem und sorgen dafür, dass dem Staat nicht nur Einnahmen entgehen, sondern auch ein florierendes illegales Geschäft ins Leben gerufen wurde.

In Wien konnte die Finanzpolizei 2015 eine deutliche Reduzierung der Spielautomaten erreichen, sodass es nun rund 433 Stück sind. In Westösterreich sollen noch mehr als 1.700 illegale Spielautomaten genutzt werden und sogar in Tirol seien es wohl noch mehr als 500 illegale Geräte. Danach liegt Tirol in ganz Österreich an der dritten Stelle, wenn es um den Betrieb von illegalen Spielautomaten geht. Nicht gerade eine Platzierung die das Bundesland mit Ruhm schmückt.

Ob diese Zahlen aber auch wirklich die Realität widerspiegeln, ist nicht ganz nachvollziehbar. Der Sinn beim Betrieb von illegalen Spielautomaten ist schließlich, dass sie nicht bekannt werden und weiter betrieben werden können. Die Dunkelziffer könnte also noch deutlich höher liegen.

Steigende Nettoerlöse zeugen von Beliebtheit

Dass das Glücksspiel im Jahr 2015 scheinbar noch beliebter geworden ist, zeigen auch die Nettoerlöse in der Branche. So lagen diese 2015 bei 1,55 Milliarden Euro, natürlich auch mit aufsteigender Tendenz. Das Automatenspielverbot, das zur Regulation vom Glücksspiel dienen sollte und damit auch zur Abnahme vom Glücksspiel, hat also nicht wirklich viel gebracht, außer vielleicht eine Verschiebung auf andere Glücksspielbereiche.

Bei den illegalen Spielautomaten soll der Nettoerlös im Jahr 2015 sogar noch viel deutlicher gestiegen sein, nämlich um 60 Prozent. Eine erschreckende Zahl, vor allem für die Regierung, die damit ja deutliche Einbußen bei den Einnahmen verbuchen muss. Schließlich bekommt der österreichische Staat von diesem Plus nichts ab und es bleibt auch hier fraglich, ob die Zahl in Wirklichkeit nicht vielleicht noch viel höher ist.

Die Arbeiterkammer Tirol fordert daher und auch zum Schutz der Jugendlichen ein strengeres und vor allem gezielteres Vorgehen der Tiroler Landesregierung gegen illegale Spielautomaten in Tirol. Schließlich würde dies in Wien ja auch funktionieren und es sei so wichtig, die Jugend davor zu schützen, ihr Geld für die Spielautomaten auszugeben. Was die Arbeiterkammer hierbei aber wohl verkennt, ist die Tatsache, dass auch und insbesondere Sportwetten seit dem Automatenspielverbot boomen. Und alle jungen Menschen, die einen Reiz beim Glücksspiel empfinden, werden sicherlich auch legal eine Möglichkeit zum Ausleben finden.

 

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Über den Autor: Gerda Hartig

Gerda Hartig
Nein, Frauen spielen in Online Casinos nicht nur Rubbellose oder Bingo. Und auch ansonsten bin ich alles andere als politisch korrekt. Ich sage was Sache ist in den Online Casinos, bei den Herstellern der Casinospiele und bei der Politik, welche den Spielerschutz vorschiebt, um doppelt abkassieren zu können.

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