Spielautomatenverbot löst Problem in Salzburg nicht

Spielautomatenverbot

Das österreichische Salzburg hat es nun bekannt gemacht, dass das Spielautomatenverbot das Problem mit den Automaten nicht wirklich gelöst hat. Denn eine Beratungsfirma aus Wien sowie die Finanzpolizei kamen in Untersuchungen dazu, dass es noch immer sehr viele illegale Spielautomaten in Salzburg gibt. Es ist davon auszugehen, dass dies für die Betreiber ein großes Geschäft ist, da die Spielautomaten von Spielern sicherlich sehr intensiv genutzt werden. Für den Staat ist dies dann allerdings ein großer Verlust. Hat das Automatenspielverbot somit überhaupt irgendeinen Sinn?

Trotz Beschlagnahmungen noch viele illegale Automaten

Es ist in der Tat nicht so, dass die Finanzpolizei seit Inkrafttreten des Verbotes untätig gewesen sei. Denn allein von Anfang des Jahres 2015 bis heute hat man in Salzburg rund 300 Spielautomaten stillgelegt und beschlagnahmt. Die Zahl der illegalen Automaten in der Stadt habe sich dadurch aber nur geringfügig dezimiert. Denn es wird davon ausgegangen, dass noch immer 300 bis 600 illegale Spielautomaten in Salzburg in Betrieb sind. Die Gründe dafür liegen klar auf der Hand. Schließlich kann ein Spielautomat seinem Besitzer locker zwischen 2.000 und 10.000 Euro im Monat an steuerfreien Zusatzeinnahmen einbringen. Ein verlockendes Geschäft, dem einige Betreiber gerne nachgehen.

Vorgehen der Finanzpolizei erschwert

Die Finanzpolizei gibt natürlich zur Aussage, dass sie unangekündigt in Lokale eintritt, um sich dort nach illegalen Spielautomaten umzusehen. Doch dank der heutigen Technik sind dabei selbstverständlich die Lokalbetreiber im Vorteil und sehen meist durch Videoüberwachung schon vorher, wer das Lokal betritt. Auch Sicherheitsschleusen und sogar Gesichtserkennungen seien heute keine Ausnahme mehr, was es der Finanzpolizei dann erschwert, Zutritt zu einem Lokal zu bekommen. Denn nur, wenn sicher ist, dass es im betreffenden Lokal auch einen illegalen Spielautomaten gibt, darf sich die Finanzpolizei auch mittels Schlosser Zutritt verschaffen. Eine Situation, die für die Beamten natürlich nachteilig ist. Und Observationen gestalten sich meist sehr schwierig, da oft die Räumlichkeiten von außen gar nicht einsehbar sind, weil Scheiben abgeklebt oder verdunkelt sind.

Strafen bringen nichts

Es gibt hohe Strafen für den Betrieb von illegalen Spielautomaten. Aber angesichts der Gewinnspannen, die sich damit erzielen lassen und der geringen Entdeckungsgefahr gehen viele Betreiber von illegalen Spielautomaten dieses Risiko gerne ein. Zudem haben einige Betreiber einen Weg gefunden, um den hohen Geldstrafen zu entgehen. Denn oftmals haben diese ihren Firmensitz nicht in Österreich, sondern in Osteuropa. Die Eintreibung der Strafen sei daher auch sehr schwer, gibt die Finanzpolizei zu.

Der Personalmangel der Finanzpolizei leistet dann noch sein Übriges. Denn mit gerade einmal acht Beamten ist man in Salzburg im Einsatz. Und das ist definitiv zu wenig, da diese Beamten schließlich auch noch andere Aufgaben erfüllen müssen und sich damit nicht täglich auf den Weg zu einschlägigen Lokalen machen kann, in denen ein illegales Automatenspiel vermutet wird. So ist es auch nicht verwunderlich, dass Salzburg laut des Wiener Beratungsunternehmens die Hochburg des illegalen Glücksspiels in Österreich sein soll.

Hat sich das Gesetz überhaupt gelohnt?

Es bleibt kaum aus, sich die Frage zu stellen, ob das Automatenspielverbot überhaupt irgendeinen Sinn hat. Denn das Glücksspiel ist damit nicht wirklich weniger geworden, hat sich aber dafür mehr in die Illegalität verschoben. Und das ist weder für den Staat von Vorteil noch für die Spieler.

Foto: Slot Machine Las Vegas von Marco Verch / flickr

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Über den Autor: Gerda Hartig

Gerda Hartig
Nein, Frauen spielen in Online Casinos nicht nur Rubbellose oder Bingo. Und auch ansonsten bin ich alles andere als politisch korrekt. Ich sage was Sache ist in den Online Casinos, bei den Herstellern der Casinospiele und bei der Politik, welche den Spielerschutz vorschiebt, um doppelt abkassieren zu können.

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