Spielautomaten von Novomatic

Spielautomaten von Novomatic - beliebt aber zu schnell für die Spieler?!

Kaum eine Woche vergeht, dass wir etwas über den Novomatic Konzern aus Österreich zu berichten wissen. Der Frontalangriff des Unternehmens auf die Casino Austria beschäftigt die Medien, die Wirtschaft und natürlich auch die Politik. Damit aber nicht genug – seit einigen Jahren muss sich Novomatic auch gegen Don Quijote Thomas Sochowsky zu wehr setzen. Der ehemalige Spielhallenbesitzer, setzt alles daran Novomatic in ein schlechtes Licht zu rücken und Spieler dazu zu bewegen sich Sammelklagen gegen den Konzern anzuschließen. Hierfür gibt es sogar eigens entworfene Webseiten im Internet, die den Prozess bis ins Detail dokumentieren.

Don Quijote Thomas Sochowsky landet einen vermeintlichen Treffer

Nun hat der Dauerkläger einen vermutlichen Teilerfolg gegen den Weltkonzern bzw. gegen die Tochterfirma Austrian Gaming Industries GmbH (AGI) gelandet. Das Landesgericht Wiener Neustadt sah es als erwiesen an, dass die Novomatic Spielautomaten zu schnell sind für die Zocker. Sochowsky übernahm Ansprüche eines privaten Spielers, der zwischen 2005 und 2012 insgesamt 138.350 Euro (da hat aber jemand mitgezählt) im Prater-Casino von Novomatic verspielt hatte. Bei der Klage ging es vor allem um die damals laut Glücksspielgesetz (GSpG) zulässigen Einsätze von maximal 50 Cent pro Spiel. Der Kläger behauptet, dass mittels Einsatztaste, Automatik-Starttaste und der Gamble Funktion die Einsätze und Gewinne überschritten werden.

Spielautomaten von Novomatic: Gericht verspielt 50€ in 32 Sekunden

Bei einer „Tatortbesichtung“ in der Spielhalle im Prater war selbst das Gericht überrascht, dass es tatsächlich möglich war, innerhalb von 32 Sekunden 50€ am Novomatic Spielautomaten zu verspielen. Nun ging es, aber, nicht um ein Zeitlimit bei den Spielautomaten oder um die Geschwindigkeit, denn jedes Parallelspiel wie das Würfelspiel oder auch das Gambling kann, oder muss als einzelnes Spiel gewertet werden, sondern um die Einsatzhöhe bei den Spielautomaten bei einem einzelnen Spiel. So stellt sich dann  die Frage, ob Novomatic bzw. die Tochtergesellschaft zu dem Zeitpunkt tatsächlich gegen geltendes Recht verstoßen haben. Nicht verwunderlich, dass die AGI das noch nicht rechtskräftige Urteil nicht akzeptiert hat und in Berufung geht.

Das Problem mit den Verlierern

Spielerschutz ist ein wichtiges Thema. Dennoch scheint sich Thomas Sochowsky auf einem Rachefeldzug zu befinden, da er laut einer Aussage von Johann Graf, ein Gründer von Novomatic „in einem zwielichtigen Deal über den Tisch gezogen wurde“. Dass ein Spieler, der eigenständig Geld an einem Spielautomaten von Novomatic verzockt hat, seine Ansprüche an Thomas Sochowsky weitergibt ist nicht verwunderlich – so steht zumindest der Spieler auf der Seite der Gewinner, sollte er für die Ansprüche vielleicht sogar finanziell entschädigt worden sein.  

Limits an Spielautomaten, online wie auch in landbasierten Spielhallen und Casinos sollen die Spieler vor zu hohen Verlusten zu schützen. Dass dies in der Realität kaum bis gar nicht funktioniert, ist jedem Menschen mit ein wenig Fachwissen klar. Es besteht immer die Möglichkeit die Spielhalle oder das Casino zu wechseln oder auch mehrere Automaten gleichzeitig zu bedienen. So sollten doch Klagen von Verlierern in Zukunft schneller abgehandelt werden, denn wer 50€ in 32 Sekunden verlieren kann trägt sicherlich die Hauptschuld:

Richter: „Wer hat das Geld in den Spielautomaten geworfen?“

Kläger: „Ich, euer Ehren!“

Richter: „Fall geschlossen, Klage abgewiesen.“

Denn es ist eine Binsenweisheit: Ein Spieler welcher gewinnt, wird niemals eine Klage einreichen. Es sei den er heißt Thomas Sochowsky…