Sperrkartei soll hessischen Glücksspielern helfen

SpeerkarteiSo sieht es zumindest die Hessische Landesregierung vor. Anlass der Maßnahmen sind nicht weniger als 8.000 in Hessen lebende Menschen, die als Spielsüchtig gelten. Mehr als ein Grund zum Handeln, so die Meinung der Politiker Hessens. Die Spielkartei wird seit Mai 2014 mit Namen gefüllt. Dabei können Namen durch die sogenannte Selbstanzeige oder durch Externe, wie Betreiber von Online-Casinos oder von Casinos, auf die Liste kommen.

Casino-Betreiber können sich strafbar machen

Um die Konsequenzen müssen sich immer mehr Casino-Betreiber Gedanken machen. Denn diese werden zur Rechenschaft gezogen, wenn sich bei einer Kontrolle oder bei der Abrechnung herausstellt, dass es sich bei dem Gewinner oder Verlierer um eine Person von der Sperrliste handelt. In dem Fall hätte sich der Casino-Betreiber eine Ordnungswidrigkeit zu Schulden kommen lassen. Wird die Ordnungswidrigkeit mehrfach begangen, kann dem Casino-Betreiber die Konzession entzogen werden.

Was ist OASIS?

Hinter OASIS steht ein System, das bundesweit die Sperren von Spielsüchtigen verwaltet. In der Regel gilt die Sperre nach Erteilung für 12 Monate. Danach kann sich der gesperrte Spieler an die Verwaltung richten und um das Austragen des Namens bitten.

Zwei Varianten werden verwendet:

  • OASIS GlüStV
  • OASIS HSpielhG

Während das OASIS GlüStV auf Grundlage des 2012 erlassenen Glücksspielstaatsvertrags entwickelt wurde und die Namen der gesperrten Online-Casino-Spieler beinhaltet, so wendet sich das OASIS HSpielhG an die Spielhallen-Betreiber im Bundesland Hessen. Abfragen können nach vorheriger Registrierung durch Betreiber von Glücksspiel-Etablissements vorgenommen werden.

Verantwortlichen sind überrascht

Die Hessische Landesregierung versteht die in mehr als einem Jahr gemeldeten 8.000 Spieler als einen klaren Erfolg von OASIS. Dabei gibt die vergleichsweise hohe Anzahl an Sperren eine Richtung vor, wie verbreitet die Thematik der Spielsucht allein in Hessen ist. Bisher handelt es sich mit Hessen um das einzige Bundesland, das sich für die Einführung der Sperrliste entschieden hat. Damit das System bundesweit greifen und seine Wirkung erzielen kann, müssen die anderen 15 Bundesländer nachziehen. Vom jetzigen Standpunkt aus können in Hessen gesperrte Spieler weiter in Kölner Casinos spielen. Hierbei kommt es für den Betreiber des Kölner Casinos zu keiner Ordnungswidrigkeit.

So schnell kann die Platzierung auf der Sperrliste erfolgen

Online Casinos mit Spiel-Lizenzen in Deutschland sind dazu verpflichtet, auf Anfrage Auskunft über die zuständige Strafkartei zu geben. Der einfachste Weg für eine Selbstsperre ist demnach die Kontaktaufnahme zum Kundensupport des Online-Casinos. Wer statt Online in einem echten Casino spielt und sich selbst sperren möchte, nimmt den Weg über einen Casino-Mitarbeiter. Hier kann natürlich nicht jeder Mitarbeiter einfach angefragt werden. Am einfachsten ist es mit einer Bitte um ein Gespräch zum Thema Spielsuchtprävention. Entweder sitzt bereits der Mitarbeiter vor Ihnen, der die Aufnahme in die Sperrkartei in Auftrag geben kann oder Sie werden an den entsprechenden Mitarbeiter des Casinos weitergeleitet.

Diese Spieler-Daten werden in der Sperrkartei hinterlegt:

  • Vorname
  • Name
  • Geburtsname
  • Geburtsdatum
  • Anschrift
  • Kurzinformation, ob Eigensperre oder Fremdsperre

Sperrkartei: Erneut melden sich die Hessen zu Wort

Erst in der letzten Woche hat sich die Hessische Politik zu Wort gemeldet und sich für die Neuordnung der Sportwetten-Lizenzierung eingesetzt. Qualität ohne Quantitätsbeschränkung seien moderne und lebensfähige Ansätze, die das Spielen in Deutschland vom Monopolverdacht befreien und freie Marktwirtschaft erwecken. Dann wären auch endlich die Querelen um die Gültigkeit des Glücksspielstaatsvertrags beendet und Spieler aus Deutschland, wie Casino-Betreiber könnten sich endlich auf das Wesentliche, das sichere Spielen und Gewinnen, konzentrieren.

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Sperrkartei soll hessischen Glücksspielern helfen
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Danke für lhre Wertung!
Von Gerda Hartig | 30. Juni 2015 | Kategorien: Glücksspiel-Gesetzgebung, Nachrichten | Labels: , , , , |

Über den Autor: Gerda Hartig

Gerda Hartig
Nein, Frauen spielen in Online Casinos nicht nur Rubbellose oder Bingo. Und auch ansonsten bin ich alles andere als politisch korrekt. Ich sage was Sache ist in den Online Casinos, bei den Herstellern der Casinospiele und bei der Politik, welche den Spielerschutz vorschiebt, um doppelt abkassieren zu können.

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