Spektakuläre Wende im Prozess Barthold gegen Novomatic

Prozess Barthold gegen NovomaticSeit Monaten beschäftigen sich in Österreich die Gerichte mit dem Fall Peter Barthold gegen Novomatic. Der ehemalige Fußballprofi und Torhüter von Rapid Wien beschuldigte vor Gericht den Glücksspielkonzern in der Vergangenheit über ihn Schmiergelder an den damaligen BZÖ-Politiker Peter Westenthaler transferiert zu haben. Sich selbst bezeichnete er sogar als regelrechte Drehscheibe im Zahlungsverkehr, dabei sollen monatlich jeweils 4.500 Euro von Novomatic zum österreichischen Abgeordneten geflossen sein. Hintergrund dieser ganzen Geschichte, die wie aus einem schlechten Kriminalfilm wirkt, soll ein Versprechen des damaligen Novomatic-Chef Franz Wohlfahrt an Peter Barthold gewesen sein, ihm nach dem Wegfall seiner Geschäftsgrundlage, der ehemalige Torhüter betrieb insgesamt 10 Spielotheken in Wien, bevor das „Kleine Glücksspiel“ verboten wurde, finanziell zu unterstützen. Der ehemalige Chef, des für seine Novoline Automatenspiele bekannten Konzerns und der ebenfalls in diese Geschichte verwickelte Ex-Politiker Westenthaler bestritten vehement die Vorwürfe. Zudem ließ der nun amtierende oberste Kopf von Novomatic, Harald Neumann in einem Interview mit der Online-Zeitung „Die Presse“ die Bombe platzen, dass Peter Barthold in der Vergangenheit das Unternehmen aufsuchte, um es zu erpressen. Er würde sich mit belastenden Material an die Öffentlichkeit und an die Gerichte wenden, würde Novomatic ihm nicht einen millionenschweren Betrag aushändigen, soll, laut Neumann, Bathold gedroht haben. Der Konzern zahlte nicht und so ging der Ex-Torhüter vor Gericht, doch jetzt zeichnet sich eine spektakuläre Wende in diesem Fall ab, der Thomas Barthold am Ende teuer zu stehen kommen könnte.

Am 26. Oktober berichteten wir ausführlich über den gesamten Sachverhalt zwischen den Parteien Novomatic, Westenthaler und Barthold und verwiesen ebenfalls auf die mögliche Erpressung gegen den Konzern, die nach Aussagen des CEO Harald Neumann stattgefunden hatte.

Peter Barthold wird nun wegen Erpressung angezeigt

Je länger vor Gericht der Fall zwischen Barthold und Novomatic geführt wurde, um so stärker verstrickte sich der ehemalige Rapid Wien Torhüter bei seiner gesamten Argumentationskette in Widersprüche und musst am Ende sogar einräumen, dass es nie eine Zusage vom damaligen Chef Franz Wohlfahrt über eine Kompensation gegeben habe. Die vormaligen Behauptungen als Falschaussagen korrigieren zu müssen, stärkten nicht gerade die Glaubwürdigkeit des Klägers, der im zivilrechtlichen Prozess mehrere Millionen an Euro von Novomatic erstreiten wollte. Lügen haben bekanntlich kurze Beine und schlagen nicht selten auf den Betreffenden zurück und auch in diesem Fall nun schwingt das Pendel komplett um. Wie das Nachrichtenportal Money.oe24 berichtet, wurde jetzt Anzeige gegen Peter Barthold wegen Nötigung und Erpressung erstattet. Gestellt wurde diese von der Firma Omni Media in Vertretung von Gert Schmidt. Seit vielen Jahren zählt er als anerkannter Kenner der Szene, der auch den Fall Barthold gegen Novomatic  untersucht hat. Bei seinen Recherchen fand Schmidt heraus, dass der Ex-Fußballprofi selbst ein Zocker gewesen sei und in den letzten Jahren zig Millionen Euro in verschiedensten Casinos verbraten haben soll. Diese Verluste führten ihn in den Bankrott und so reifte schon im Jahr 2013 in ihm der Plan Novomatic zu erpressen und belastendes Material zu konstruieren. Dies würde sich mit den Aussagen des amtierenden CEO von Novomatic, Harald Neumann, decken. Die zuständigen Behörden haben mittlerweile ihre Arbeit in diesem Fall aufgenommen.

Sollten sich die Verdachtsmomente gegen Peter Barthold erhärten und die Gerichte feststellen, dass der Ex-Profi tatsächlich versuchte Novomatic zu erpressen und zu einer Zahlung zu nötigen, könnte es am Ende sogar zu einer Freiheitsstrafe für Peter Barthold hinauslaufen.

Auch in anderen Bereichen kommt das Glück zu Novomatic zurück

Neben der spektakulären Wende im Prozess mit Peter Bathold und den angeblichen Schmiergeldzahlung an österreichische BZ-Politiker, schlug das Pendel auch in einem anderen Bereich nun zu Gunsten von Novomtic um. Im Jahr 2012 wurde in Niederösterreich der Novomatic-Tochter Admiral Casinos & Entertainment die Konzession zum Betrieb von mehr als 1.000 Spielautomaten in dem Bundesland erteilt, allerdings wegen Formfehlern im Juni diesen Jahres durch den Verwaltungsgerichtshof wieder entzogen. Mehrere Mitbewerber hatte Klage eingereicht, darunter auch der Gauselmann Konzern, da ihnen im gesamten Auswahlprozess für die Konzession keinerlei Akteneinsicht gewährt wurde. Nach dem Entzug der Erlaubnis zum „Kleinen Glücksspiel“ in Niederösterreich, bekam Novomatic 18 Monate Schonfrist, in der alle Spielautomaten vorerst weiterbetrieben werden dürfen. Das Bundesland war nun, auf Grund des eigenes verursachten Formfehlers, gezwungen zu reagieren. Als Optionen boten sich hier entweder eine Neuausschreibung oder eine Behebung des begangenen Missstandes an. Niederösterreich entschied sich nun, ganz zur Freunde von Novomatic, für die zweite Option und gewährte nun allen Mitwebern von damals die geforderte Akteneinsicht. Laut der Akten überzeugte das Konzept des österreichischen Glücksspielkonzern in den Punkten Spielerschutz oder verantwortungsvoller Umgang mit Werbung am ehesten und so wird nun auch einer möglichen weiteren Klage, durch die Mitbewerber, kaum noch Chancen eingeräumt. Für Novomatic bedeutet dies nun, dass der Konzern vorerst bis zum 09. März 2027, beim Betrieb seiner mehr als 1.000 Spielautomaten in Niederösterreich, auf der sicheren Seite steht.

Durch die nun gewährte Akteneinsicht für die Mitbewerber, wird der der vom Verwaltungsgerichtshof bemängelte Fehler aufgehoben und somit die zuvor erteilte Konzession an Novomatic in Niederösterreich für den Betrieb des „Kleinen Glücksspiels“ wieder wirksam.

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Über den Autor: G. H.

G. H.
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