Sodom und Gomorrha im Glückspielparadies Macau?

MacauDie 50 Kilometer westlich von Hongkong gelegene chinesische Sonderverwaltungszone Macau hat sich in den letzten Jahren zu einem der führenden Spielerparadiese gemausert. Begleitet wurde der rasante Aufschwung auch von unerwünschten Erscheinungen wie der Prostitution. Diese ist zwar in Macau nicht verboten, doch untersagt das Gesetz, derartige Dienste anzubieten und von ihnen zu leben.

Nun war Mitte Januar der chinesischen Regierung ein großer Coup im Kampf gegen Prostitution, illegales Glücksspiel und Korruption gelungen. Dabei wurde einer der größten Prostitutionsringe in der Geschichte Macaus ausgehoben. Bei dieser Razzia machte die Polizei 96 Frauen dingfest, die angeblich sexuelle Dienstleistungen gegen Geld angeboten hatten. Auch eine Liste mit den Namen von etwa 2.400 Verdächtigen konnte sichergestellt werden.

Für die größte Überraschung dürfte jedoch die Verhaftung von Alan Ho gesorgt haben. Bei ihm handelt es sich nämlich nicht nur um dem Exekutivdirektor des Hotels Lisboa, sondern auch um den Neffen des Casinomagnaten Stanley Ho.

Alan Ho soll allein in den Jahren 2013 und 2014 durch die Vermittlung von Prostituierten mehr als 40 Millionen Euro abkassiert haben. Diese Zahlen könnten stimmen, wenn es richtig ist, dass die Frauen bei ihrer Einmietung im Hotel Lisboa eine „Anmeldegebühr“ von knapp 16.000 Euro auf den Tisch blättern und außerdem eine „Schutzgebühr“ von 1.000 Euro monatlich berappen mussten. Die Freier wurden demnach mit 160 bis 530 Euro pro Stunde zur Kasse gebeten.

Neue Anschuldigungen gegen Casino-Betreiber in Macau

Jetzt werden erneut Anschuldigungen gegen die Betreiber von Casinos in Macau vorgebracht, wie die jüngste Ausgabe von Shukan Taishu berichtete. Demnach sollen japanische Pornodarstellerinnen für zahlungskräftige Kunden nach Macau gebracht worden sein. Anders als einfache asiatische Sexarbeiterinnen sind die Japanerinnen sehr beliebt und überholen dabei sogar ihre Konkurrentinnen aus Europa.

Für einen zehntägigen Aufenthalt in der ehemaligen portugiesischen Kolonie erhalten sie demnach rund 3.750 Euro und das Hotel ist inklusive. Kein Wunder, dass auch gefragte Pornodarstellerinnen gern nach Macau reisen. Fest steht, dass es die chinesischen Behörden schwer haben werden, gegen Prostitution vorzugehen, solange es eine starke Nachfrage

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Von Gerda Hartig | 23. Oktober 2018 | Kategorien: Casinos, Nachrichten | Labels: , , , |

Über den Autor: Gerda Hartig

Gerda Hartig
Nein, Frauen spielen in Online Casinos nicht nur Rubbellose oder Bingo. Und auch ansonsten bin ich alles andere als politisch korrekt. Ich sage was Sache ist in den Online Casinos, bei den Herstellern der Casinospiele und bei der Politik, welche den Spielerschutz vorschiebt, um doppelt abkassieren zu können.

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