Na, das ist ja wohl eine gelungene Überraschung zum Jahresende gewesen, und für die Skrill-Mitarbeiter - neben Weihnachten - ein weiterer Grund zu feiern. Skrill ist in diesem Jahr mit dem Future Digital Awards von Jupiter Research, einem Unternehmen für digitale Marktforschung und Beratung, für seine innovativen Produkte belohnt worden. Die Auszeichnung wurde zum ersten Mal verliehen. Der britische Online Zahlungsdienstleister verwies den Konkurrenten Sticpay ganz deutlich auf den zweiten Platz. Skrill erhielt in der Kategorie „Best Digital Wallet“ eine Platinum-Auszeichnung. Jedes Jahr prämiert das britische Unternehmen Jupiter Research Firmen, die besonders als innovative digitale Dienstleister in Erscheinung getreten sind. Die Auszeichnungen werden in sechs Kategorien vergeben, und zwar für: Innovatives Banking, Innovationen in puncto Betrug und Sicherheit, Innovativer Einzelhandel, Fintech-Innovationen, Zahlungs-Innovationen und Judges Choice.

 Skrill: Auszeichnung für unbekanntes Land? 

Skrill Zahlungsmethode Online CasinoSkrill? Wer? Zumindest wer viele Online Casinos besucht, wird vielleicht schon einmal mit dem britischen Unternehmen in Berührung gekommen sein. So nutzen bereits große seriöse Online Casinos wie beispielsweise Lapalingo oder Mr. Green Skrill als sichere Zahlungsmethode. Es ist aber keine Schande den Dienstleister noch nicht zu kennen, auf jeden Fall in Deutschland, da sich hier seine Verbreitung in Grenzen hält. Deswegen möchten wir Ihnen das Unternehmen kurz vorstellen, da es in Zukunft wohl auch hier eine immer stärkere Bedeutung erlangen wird. Die Gründe dafür nennen wir ihnen später. 

Skrill wurde 2001 in Groß-Britannien gegründet, firmierte aber bis 2013 unter dem Namen Moneybookers. Heute gehört das Unternehmen zur Skrill-Group, welche weitere Finanzdienstleister umfasst, wie zum Beispiel Payolution, Ukash und Paysafecard. Ukash ist dabei zu einem großen Teil in Skrill aufgegangen, während Paysafecard in Deutschland durchaus bekannt ist und einen guten Ruf genießt. Da das Unternehmen seinen Firmensitz in London hat, wird es durch die Financial Conduct Authority (FCA) reguliert und lizenziert, was einem sehr hohen Standard gleichkommt. Der Anbieter ist durch die Regulierung verpflichtet, die Kundengelder auf liquiden Treuhandkonten aufzubewahren. Dafür werden große und bekannte Banken in Großbritannien verwendet.

Wie funktioniert Skrill?

Skrill Limited funktioniert ähnlich wie andere Prepaid-Bezahldienste, zum Beispiel PayPal. Dies bedeutet, sie eröffnen erstmal ein Konto bei dem Anbieter, was durchaus zügig und problemlos funktioniert. Auf dieses Konto können sie dann per Kreditkarte, Überweisung oder Lastschrift Geld transferieren. Dieses Guthaben kann dann sofort per Klick an Freunde, Familie oder Firmen weitergeleitet werden. Die Zahlung erfolgt über die Website oder eine App. Händler müssen Skrill als Zahlungsmethode akzeptieren und Freunde wie Familie einen eigenen Skrill Account besitzen. Als eine Besonderheit im Vergleich zu anderen Anbietern ist es bei Skrill auch möglich Geld an eine E-Mail-Adresse zu überweisen. Das Unternehmen hat neben vielen Online Casinos auch zahlreiche Kunden in anderen Branchen wie zum Beispiel: Forex Brokern, CFD Brokern, Nahrungsmittelhändlern bzw. Bestellservices und Gaming-Anbieter. Auch Amazon akzeptiert Skrill. Grundsätzlich ist die Nutzung erstmal kostenfrei, aber nur bei der ersten Transaktion. Danach können durchaus Kosten entstehen und zwar für jede weitere Transaktion 1,9% der Zahlungssumme bis zu einem Maximum von 20 Euro. Dies gilt allerdings nicht, wenn Sie Skrill für den Online Handel nutzen. Dort übernimmt der Händler die Gebühren. Keineswegs außen vorlassen sollten Sie darüber hinaus mögliche Gebühren für die Aufladung Ihres Skrill-Kontos, beziehungsweise Transaktionen, die Sie nicht aus ihrem Guthaben durchführen. Skrill erhebt hier bei allen Zahlungsmitteln unterschiedliche Gebühren: Banküberweisung (kostenfrei), Bitcoin (1 Prozent), Sofortüberweisung (1,9 Prozent), Giropay (1,9 Prozent), Visa (1,9 Prozent), Mastercard (2,25 Prozent), American Express (2,5 Prozent), Diners Club (2,5 Prozent), JCB (2,5 Prozent), Neteller (3 Prozent).

Skrill – eine echte Alternative?

 So gesehen ist der Unterschied zu anderen Prepay-Anbietern demnach gar nicht so groß. Warum sollte man dann also Skrill nutzen und nicht zum Beispiel PayPal? Das Unternehmen wird sich zum Beispiel als Bezahldienst für Online Casinos zurückziehen. Dies hat mit der komplexen Rechtslage zu legalen Online Casinos in Deutschland zu tun. Da Glücksspiel ja eigentlich – bis auf wenige Ausnahmen- illegal ist, und damit PayPal illegale Überweisungen unterstützt hat. Um zahlreichen Klagen zu entgehen, zieht man sich lieber aus diesem Geschäftsfeld zurück und überlässt anderen Anbietern den Markt, wie z.B. Skrill, die noch keine Klagen befürchten. Skrill ist zudem durch die Regulierung und die FCA ein extrem sicherer Anbieter, der beim Thema Datenschutz weltweit führend auf diesem Sektor ist. Zudem ist die Handhabung sehr einfach und komfortabel und überall einsetzbar. Vorsicht ist nur vor den Gebühren zu geboten, die doch in der Summe bzw. nach Art der Handhabung und Nutzung deutlich höher liegen, als bei anderen Firmen. Inwieweit der Brexit Auswirkungen auf das britische Unternehmen haben wird, ist noch ungewiss. Skrill selbst äußert sich dazu folgendermaßen: „Wir haben hart daran gearbeitet, jegliche Auswirkungen dieses Prozesses auf unsere Kunden zu minimieren, und wollen dafür sorgen, dass Skrill Ihnen nach dem Brexit weiterhin ununterbrochene Dienstleistungen bieten kann.“ Ob dies auch geschieht, bleibt abzuwarten. Es lohnt sich auf alle Fälle das britische Unternehmen als Alternative ins Auge zu fassen. Natürlich gibt es auch andere Anbieter auf dem Markt, daher lohnt sich ein kritischer Vergleich allemal.