Sazka Group will an der Übername der CASAG festhalten

Übername der CASAG

Foto: Casinos Austria

Nach dem Paukenschlag und der verbotenen Übernahme der CASAG durch den österreichischen Glücksspielkonzern Novomatic, schießen jeden Tag neue Meldungen und Gerüchte wie Rüben aus dem Boden. Nun meldete sich auch die Sazka Group, das Joint Venture zwischen den tschechischen Milliardären Karel Komarek und Jirí Smejc, zu Wort und gab bekannt, dass sich an den Plänen zur Übernahme der Casinos Austria AG für sie nichts ändern wird. Weiterhin wollen sie Novomatic als Partner dabei haben und arbeiten nun einer für alle beteiligten tragbaren Lösung. Für das Kartellgericht war die marktbeherrschende Stellung des österreichischen Konzerns, die dieser nach Kauf von 40 Prozent der Anteile an der CASAG, sowohl in Österreich wie auch in Tschechien gehabt hätte, das Hauptproblem. Deshalb machte die Justiz die Übernahme von gewaltigen Auflagen abhängig und Novomatic hätte dafür in Tschechien Casinos verkaufen müssen und hätte ebenfalls den Geschäftsbereich und Goldgrube der Casino Austria AG, die Video Lottery Terminals, nicht ausbauen dürfen. Dies war dem Konzern alles zu viel und so kam es am Ende zu keiner Einigung mit den Wettbewerbsbehörden. Doch wie könnte das ganze Projekt für Novomatic zusammen mit der Sazka Group noch gerettet werden?

Bei den Video Lottery Terminals besitzt die CASAG das alleinige Monopol zum Betrieb in Österreich. Dieser Bereich ist das Filetstück der Casino Austria AG und hier geht es um Milliarden Euro Umsatz im Jahr. Novomatic wollte vor allem, nach eigenen Aussagen, diesen Sektor massiv nach der Übernahme ausbauen.

Novomatic könnte weniger Anteile an der CASAG bekommen

Ein möglicher Weg, für eine doch noch zustande kommende Übernahme der Casinos Austria AG durch ein Joint Venture zwischen Novomatic und der Sazka Group, wäre eine Verschiebung der Anteile zu Gunsten der Tschechen. Geplant war bisher, dass die Österreicher 40 Prozent der Anteile erwerben und diese zusammen mit den 11 Prozent der Sazka Group in einer gemeinsamen Firma einbringen. Beide Parteien wären dabei als gleichberechtigte Partner aufgetreten. Durch die Entscheidung des Kartellgerichtes ist der Erwerb der 40 Prozent für Novomatic nicht mehr möglich, doch könnte hier die Sazka Group einspringen. Die Österreicher müssten dabei weniger als 25 Prozent der Anteile an der CASAG halten, um die Wettbewerbsbehörden milde zu stimmen. Ob jedoch die Österreicher Interesse daran haben zum Juniorpartner degradiert zu werden, darf bezweifelt werden. Die zweite mögliche Lösung für Novomatic wäre ein Berufungsverfahren und die Anrufung der obersten Instanz, das Kartellobergericht. Allerdings ist hier davon auszugehen, dass die Richter wohl ähnlich entscheiden werden wie ihre Kollegen. Für die Sazka Group spielt all dies zwar eine Rolle, aber eher eine untergeordnete, denn zur Not können sich die zwei Milliardäre auch andere Partner ins Boot holen und dabei Novomatic außen vor lassen.

Noch ist das Urteil des Kartellgerichts nicht rechtskräftig und Novomatic hat immer noch die Möglichkeit vor das Kartellobergericht zu ziehen. Der österreichische Konzern ist nun gewissermaßen in der Zwickmühle, denn er kann entweder den Tschechien in Zukunft das Ruder überlassen und zum Juniorpartner werden oder ist komplett aus dem Spiel.

Auch ein Börsengang der CASAG wäre eine Option

In Behördenkreisen wird auch noch eine andere Option für die Zukunft der Casino Austria AG in Betracht gezogen und diese wäre ein möglicher Börsengang. Doch wäre dies nicht so einfach zu bewerkstelligen, denn zuerst müsste einmal die unglaublich verflechtete Unternehmensstruktur bereinigt und vereinfacht werden. Zusätzlich würde ein Börsengang der CASAG auch eine Änderung des Glücksspielgesetzes bedingen, denn bisher muss jeder einzelne Aktionäre von der Konzessionsbehörde überprüft werden. Für Väterchen Staat, der immerhin ein Drittel an der CASAG hält, wäre dies sicherlich eine Option, allerdings dauern Gesetzesänderung äußerst lange und wie es bis dahin weitergehen würde, weiß niemand so richtig. Für die Sazka Group dürfte es am Ende reichlich egal sein, ob die CASAG an die Börse geht oder nicht, denn mit oder ohne Börsengang können sie reichlich Anteile am Unternehmen erwerben. Die Wettbewerbsbehörden sehen bei ihnen nicht die selben Probleme wie bei Novomatic, denn bis jetzt sind die Tschechen in Österreich kaum aktiv. Es werden wohl noch einige Monate vergehen bis sich zeigen wird, wer den am Ende nun die CASAG tatsächlich übernehmen wird oder ob am Ende alles nur viel heiße Luft um nichts war.

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Über den Autor: Engelbert Breitner

Engelbert Breitner
Das Online Glücksspiel ist für mich die beste Erfindung seit Pac Man. So bin ich froh darüber, dass ich mein Hobby zum Beruf machen konnte. Meine bevorzugten Casinospiele sind Roulette, Black Jack und natürlich Spielautomaten. Meine Casino Erfahrungen möchte ich hier mit vielen gleichgesinnten Usern teilen.

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