Razzien gegen illegales GlücksspielDas Offenbacher Ordnungsamt hat am vergangenen Wochenende erneut zum Schlag gegen das illegale Glücksspiel ausgeholt. Auch manipulierte Spielautomaten standen dabei auf dem Plan des Ordnungsamtes. So wurden nicht nur diverse Spielhallen kontrolliert, sondern auch viele Gaststätten, in denen es Spielautomaten gibt. Den Schwerpunkt dieser Kontrollen legte das Ordnungsamt dabei auf verschiedene Stadtgebiete. So wurden vor allem Lokalitäten in der Innenstadt und den Stadtteilen Bürgel, Lauterborn, Bieber und Kaiserleigebiet besonders vom Ordnungsamt begutachtet. Das Ergebnis fiel dabei zum Glück weniger dramatisch aus, als wahrscheinlich viele vorher befürchtet hatten.

Razzien gegen illegales Glücksspiel: gutes Ergebnis der Kontrollen

Alle, die in Offenbach hier und da einmal in einer Gaststätte einen Spielautomaten mit Geld gefüttert haben, können sich eigentlich über das Ergebnis der Ordnungsamtskontrollen freuen. Denn das Resultat der Überprüfungen sieht an sich gar nicht einmal so schlecht aus.

Das Ordnungsamt hat mithilfe der Stadtpolizei insgesamt 376 Geldspielgeräte in 129 Bars, Cafés und Gaststätten anderer Art wie Restaurants in Offenbach überprüft. Damit wurden etwa 80 Prozent aller Lokale überprüft, in denen ganz offiziell Geldspielgeräte aufgestellt sind. Wirkliche Verstöße gab es bei den Überprüfungen der Geldspielgeräte kaum. Denn von den 376 Geldspielgeräten wurden lediglich an 19 Geräten Verstöße entdeckt. Damit entsprachen lediglich etwa fünf Prozent der überprüften Geldspielgeräte nicht den gesetzlichen Vorschriften, was im Umkehrschluss bedeutet, dass 95 Prozent der Geldspielgeräte in Ordnung waren.

Verstöße zwar vorhanden, aber grundsätzlich nicht so schlimm

Zwar wurden einige Verstöße festgestellt. Doch diese waren wider Erwarten nicht so schlimm, wie einige Personen vielleicht an dieser Stelle annehmen würden und auch angenommen haben. Bei sieben Spielgeräten wurde von den Kontrolleuren ein abgelaufener TÜV festgestellt. In zwei Gaststätten fanden die Kontrolleure illegale Spielgeräte, die keine Zulassung für ihre Bauart besaßen. Zudem wurden die Mitarbeiter des Ordnungsamtes und der Stadtpolizei sowohl in zwei Spielhallen als auch in zwei Gaststätten auf zu viel aufgestellte Spielgeräte aufmerksam, für die die Betreiber keine Genehmigung besaßen. Diese funktionierten dennoch einwandfrei.

Alle von Verstößen betroffenen Geldspielgeräte wurden gleich im Anschluss stillgelegt und versiegelt und stehen nun den Gästen nicht mehr zum Spielen zur Verfügung. Zudem wurde den Betreibern zunächst einmal generell der Betrieb von Geldspielgeräten untersagt. Zudem müssen die Betreiber der beanstandeten Geldspielgeräte nun auch noch mit Strafverfahren beziehungsweise mit Ordnungswidrigkeitsverfahren rechnen. Strafe muss schließlich sein, auch bei einem nur abgelaufenen TÜV.

Leider auch Verstöße gegen Jugendschutzgesetz aufgedeckt

Bei den Razzien in den Gaststätten gab es jedoch nicht nur zu beanstandende Geldspielgeräte. Auch bei Verstößen gegen den Jugendschutz wurden die Kontrolleure leider fündig. In zwei Gaststätten wurden solche Verstöße registriert. So duldete ein Betreiber die Anwesenheit seines sechsjährigen Enkels, obwohl es sich bei der Gaststätte um eine Rauchergaststätte handelt. Damit hat dieser Betreiber nicht nur gegen das Jugendschutzgesetz verstoßen, sondern auch gegen das Nichtraucherschutzgesetz. Ein ähnliches Szenario fanden die Kontrolleure in einer anderen Rauchergaststätte vor, in der sich ein 17-Jähriger aufhielt. Auch hier müssen die Betreiber mit einem Ordnungswidrigkeitsverfahren rechnen.

Auch Drogen gefunden

In einer Gaststätte konnten die Kontrolleure zudem auch noch eine kleine Menge an Cannabis beschlagnahmen. Der Besitzer der Drogen konnte allerdings nicht ermittelt werden. Ob der Betreiber der Gaststätte zur Verantwortung gezogen wird, ist auch fraglich.