Den Angaben des Görlitzer Polizeisprechers Philipp Marko zufolge betrat ein junger Mann um 21.55 Uhr die Spielothek an der Lausitzer Straße. Mit vorgehaltener Schusswaffe ging er zielsicher auf die Kasse zu, bedrohte einen Angestellten und forderte die Herausgabe von Bargeld. Geistesgegenwärtig drückte der 51-Jährige den Alarmknopf der Meldeanlage. Anschließend trat der Angestellte dem Täter entschlossen entgegen. Er überwältigte ihn, und es gelang ihm, den Mann bis zum Eintreffen der Polizei festzuhalten.

Casino Goerlitz Die Tatwaffe war ein Bluff

Dem Casino wurde nichts entwendet, und es wurde auch niemand verletzt. Die anwesenden Casino Besucher kamen mit dem Schrecken davon. Wie sich herausstellte, war der 23-jährige Täter ein Deutscher Staatsbürger. Er wurde vorübergehend festgenommen. Die Ordnungshüter staunten nicht schlecht, als sie die Tatwaffe sicherstellten. Es handelte sich nicht, wie zunächst vermutet, um eine scharfe Waffe, sondern um eine Spielzeugpistole, die einer echten Waffe verblüffend ähnlich sah.Vor dem Überfall hatte sich der junge Mann offensichtlich Mut angetrunken. Der Atem-Alkohol-Test ergab einen Wert von 1,92 Promille. Die Beamten ordneten eine Blutentnahme an. Darüber hinaus wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Verdachts einer versuchten räuberischen Erpressung eingeleitet.

Weniger Raubüberfälle auf Spielcasinos in den letzten Jahren

Auch wenn in Deutschland die Anzahl von Überfällen auf Spielhallen in den letzten sieben Jahren um mehr als die Hälfte gesunken ist, fürchten Casino Betreiber und Casino Gäste nach wie vor um ihre Sicherheit. Im Jahr 2012 erfasste die Polizei noch mehr als 1.300 Raubüberfälle auf Spielcasinos bundesweit. In 2018 war die Anzahl der polizeilich erfassten Überfälle auf 511 gesunken. Bei ihren Beutezügen sind die Täter in der Regel nicht nur mit einer harmlosen Spielzeugpistole bewaffnet, so wie der junge Mann in Görlitz, sondern sie gehen häufig mit brutaler Gewalt vor. Das führt dazu, dass es neben den finanziellen Verlusten oftmals auch zu langfristigen psychischen Problemen bei den Betroffenen kommen kann. Casino Betreiber müssen sich darauf einstellen, dass ihre Mitarbeiter nach Überfällen möglicherweise traumatisiert sind. Verhaltensauffälligkeiten gegenüber Gästen und Kollegen sowie längere krankheitsbedingte Arbeitsausfälle sind keine Seltenheit. Auch die Verunsicherung der Gäste nimmt zu, die von einem Raubüberfall aus den Medien erfuhren, oder ihm im schlimmstenfalls sogar selbst beiwohnten.

Der Besuch von Online Casinos nimmt zu

Bei dem Boom, den die Digitalisierung des Glücksspiels in den letzten Jahren erfahren hat, spielt das Thema Sicherheit eine zunehmende Rolle. Um sich keiner unnötigen Gefahr auszusetzen ziehen inzwischen immer mehr Spiele-Fans den Besuch von Online Casinos vor. Dabei nutzen sie ihren PC oder Laptop und auch ihr Smartphone oder Tablet und spielen an jedem beliebigen Ort. Im Web findet man zahlreiche Seiten, die Casino-Spiele sowohl für Spiel-, als auch für Echtgeld anbieten. Der Online-Markt der Glücksspielbranche wächst rasant, ganz besonders in Deutschland. Für potentielle Kunden fiel die Auswahl eines passenden Casinos im Angebots-Dschungel des Internets oft nicht leicht. Doch inzwischen liegen umfangreiche Testergebnisse bekannter Medien-Unternehmen und renommierter Verbraucher-Organisationen vor, die die Suche nach einem seriösen Online Casino erleichtern, wie z.B. den Online Casino Test Stiftung Warentest, den Online Casino Test Chip oder den Online Casino Test Computerbild. Nun bleibt es abzuwarten, ob Web-Anbieter die Glücksspiel-Unternehmen mit ihren Geschäftsstellen in nahezu allen deutschen Städten langfristig vom Markt verdrängen.