Manchmal werden Spielhallenräuber nie gefasst. Oft dauert es etwas länger und in wenigen Fällen geht es innerhalb von kurzer Zeit, dass die Räuber hinter Gittern sitzen. Letztere ist nun in Oberhausen so geschehen. Denn von ihrem Spielhallenraub hatte die Räuberin wirklich nicht viel.

Zwei Raubüberfälle in kürzester Zeit

Spielhallenräuber sind meist männlich. In diesen beiden Fällen war es aber eine Frau, die sich wohl gedacht hatte, warum nicht ein bisschen Geld auf diese Art und Weise bekommen. Doch es handelt sich beileibe nicht um eine ganz junge Frau, sondern laut Polizei um eine 62-jährige! So kam es bereits am Samstag, den 6. August zu einem versuchten Überfall auf eine Spielhalle in Oberhausen-Sterkrade. Die Täterin hatte dabei mit Pfefferspray eine Spielhallenmitarbeiterin bedroht und sie dazu aufgefordert, ihr das Geld zu geben. Die Spielhallenangestellte trat jedoch so energisch und bestimmend auf, dass die Täterin ihren Raubzug abbrach und ohne jegliche Beute zu machen aus der Spielhalle floh.

Am Dienstag, den 9. August kam es dann wieder zu einem Überfall auf eine Spielhalle. Gegen 12.15 Uhr betrat eine Frau eine Spielhalle in Oberhausen-Osterfeld und begann ihren Überfall. Markant war in diesem Fall ebenfalls, dass es eine Täterin war, die dazu auch mit Pfefferspray bewaffnet war. In dieser Spielhalle war die Täterin aber erfolgreicher und konnte mittels des Pfeffersprays Geld erbeuten und wieder einmal unerkannt fliehen.

Gute Vorbereitung wurde Spielhallenräuberin zum Verhängnis

Natürlich hatte sich in beiden Fällen die Polizei gleich eingeschaltet, nachdem sie alarmiert worden war. So konnte von den Beamten auch schnell ein Zusammenhang zwischen beiden Taten hergestellt werden. Denn ein weiblicher Räuber und zudem in beiden Fällen mit Pfefferspray bewaffnet, ist schon eine sehr starke Auffälligkeit, die sicherlich nicht nur Zufall war.

Durch einen Austausch von einigen Spielhallen untereinander kam es dann aber zu einer sehr überraschenden Wende. Denn scheinbar hatte die Täterin schon vor ihrer Tat in Oberhausen-Sterkrade dort auch eine andere Spielhalle ausgekundschaftet. Und genau das wurde ihr zum Verhängnis. Denn dort wurde die Frau in voller Pracht von der Videoüberwachung aufgezeichnet. Diese Bilder wurden auch einigen anderen Spielhallen weitergegeben und da passierte es dann. Am Mittwochnachmittag meldete sich gegen 15.30 Uhr eine Spielhallenaufsicht bei der Polizei, um mitzuteilen, dass die gesuchte Frau wohl gerade in der Spielhalle sei.

Die Polizei machte sich gleich auf den Weg und konnte die Frau noch in der Spielhalle festnehmen. Ihre gute Vorbereitung mittels Auskundschaftung wurde ihr so zum Verhängnis.

 

Viele Beweise gesichert

Die Täterin hatte bei der Festnahme auch einen höheren Geldbetrag bei sich hatte, der wohl aus dem Spielhallenraub stammt. In ihrer Wohnung konnte die Polizei auch noch die Tatkleidung sicherstellen. Bisher sei die Frau noch nicht polizeilich in Erscheinung getreten, was aber nichts bedeuten muss. Da sie sich in den Verhören in zahlreichen Widersprüchen verstrickte und wohl am Mittwoch auch beabsichtigte, Deutschland in Richtung Osteuropa zu verlassen, wurde mittlerweile auch ein Haftbefehl erlassen.

So schnell kann es also gehen, wenn man eine aufmerksame Zeugin hat, eine auffällige Täterin und Spielhallen, die sich untereinander helfen, um Räuber zu finden. Dann kann eine Raubserie auch schnell beendet werden.