Prozess gegen Spielhallen-Räuber

Spielhallen-RäuberVor dem Landgericht Offenburg findet aktuell ein Prozess gegen drei Spielhallen-Räuber statt. Diese haben im November 2015 eine Spielhalle in Lahr überfallen. Nun wurden die ersten Zeugen gehört, die alle drei Täter schwer belasten.

„Gedächtnislücken“ von Zeugen aufgefüllt

Die drei Täter hatten vor Gericht bereits ein Geständnis abgelegt, dass sie die Tat auch begangen haben. Jedoch, so geständig sie auch waren, machten sie über den Tatablauf keine Aussage, da alle drei unter einer mysteriösen „Gedächtnislücke“ zu leiden scheinen. Das machte jedoch nicht viel aus und half den Tätern sicherlich auch nicht weiter. Denn die Zeugen, die gleich nach den Aussagen der Täter aufgerufen wurden, konnten sich umso besser an das Tatgeschehen in allen Einzelheiten erinnern. Auch an die Waffen hatten die Zeugen lebhafte Erinnerungen, ganz im Gegensatz zu den drei Tätern.

Spielhallen-Räuber mit Messer und Pistole bewaffnet

Denn laut der Zeugen war einer der drei Täter mit einem Messer bewaffnet und ein anderer mit einer kleinen schwarzen Pistole. Welcher der Täter genau welche Waffe benutzte, konnte allerdings keiner der Zeugen genau sagen. Denn die Täter waren beim Raubüberfall maskiert. Allerdings war sich ein Zeuge sicher, dass es sich bei der Pistole um eine Schreckschusswaffe gehandelt habe.

Der Täter mit dem Messer soll während des Überfalls auffallend „hysterisch“ gewesen sein, wie die Zeugen berichteten. So soll er nicht nur mit dem Messer herumgefuchtelt haben, sondern auch damit auf den Tresen an der Kasse geklopft haben. Damit wollte er wohl der Forderung noch mehr Nachdruck verleihen, auch wenn man meinen kann, dass Messer und Schreckschusspistole dazu wohl an sich schon ausreichend gewesen sein müssten. Allerdings konnte bisher nicht geklärt werden, welcher Täter „Überfall, mach die Kassen auf“ gerufen hat. Denn untereinander haben die drei Täter kein deutsch gesprochen, sondern russisch.

Dritter Täter war unbewaffnet

Einer der Täter war völlig unbewaffnet und räumte die Kassen aus. Die Zeugen waren sich auch sicher, dass dieser Täter im Vergleich zu den anderen beiden Männern sehr groß gewesen sei und mit Sicherheit unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen gestanden habe. Denn er versuchte mehrmals, sich das Geld in seine geschlossene Jackentasche zu stecken. Aber vielleicht war er ja auch einfach nur sehr aufgeregt. Schließlich raubt man ja nicht jeden Tag eine Spielhalle aus.

Täter konnte benannt werden

Richtig sicher waren sich die Zeugen jedoch dabei, die Täter auch trotz der Maskierung erkannt zu haben. Besonders der unbewaffnete Mann wurde vom Spielhallenbetreiber und einem Stammgast schon während der Tat identifiziert, da er sich noch wenige Tage vor der Tat in der Spielhalle aufgehalten habe. Auch die anderen beiden Täter sollen dabei gewesen sein. Und einer der Täter konnte durch eine Zeugin sogar namentlich bei der Polizei benannt werden. Diese Zeugin gab an, dass es sich bei einem der Täter um einen Bekannten handele, den sich sogleich während des Überfalls an der Stimme erkannt habe. Aber die Identifizierung der Täter dürfte angesichts der Geständnisse wohl auch kaum vor Gericht zur Debatte stehen.

Wie hoch war die Beute?

Was im Laufe der Verhandlung sicherlich noch geklärt werden muss, ist die Höhe der Beute. Denn laut Spielhallenbetreiber seien es rund 2.000 Euro gewesen, die die Täter erbeutet haben. Die Täter jedoch bestreiten dies vehement. Laut ihren Aussagen seien es lediglich 500 Euro gewesen. Am Strafmaß dürfte dies jedoch am Ende sicherlich nichts ändern.

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Von Gerda Hartig | 24. September 2018 | Kategorien: Nachrichten, Vermischtes | Labels: , , , |

Über den Autor: Gerda Hartig

Gerda Hartig
Nein, Frauen spielen in Online Casinos nicht nur Rubbellose oder Bingo. Und auch ansonsten bin ich alles andere als politisch korrekt. Ich sage was Sache ist in den Online Casinos, bei den Herstellern der Casinospiele und bei der Politik, welche den Spielerschutz vorschiebt, um doppelt abkassieren zu können.

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