Top, die Wette gilt! Jedenfalls wäre das mal was, wenn der große Frank Elstner (Erfinder von „Wetten dass?“) oder TV-Moderator Kai Pflaume vor laufender Kamera und vor großem Publikum Wetten auf das Zeit- und Weltgeschehen präsentieren. Noch ist es nicht soweit, und ob es tatsächlich jemals dazu kommt, beliebt dahingestellt. Aber eins ist klar: in Online Casinos sind solche Wetten ebenfalls möglich. Das heißt: Sofern jemand vor dem Mauerfall Geld auf die Wiedervereinigung gesetzt hätte, wäre diese Person danach sehr reich geworden. Heute locken äußerst lukrative Quoten, wenn man beispielsweise auf Rapper Kayne West als zukünftigen US-Präsidenten setzt, oder auf die AFD im Koalitionsbündnis mit den Grünen als neue deutsche Regierung. 

Wetten: Erst TV-Show, dann das Weiße Haus 

InterwettenDie Sache mit Kayne West ist übrigens gar nicht so weit hergeholt. Schließlich existiert eine Reihe von – sagen wir mal – Ähnlichkeiten zwischen dem amtierenden Präsidenten der USA und dem Musiker. Beide verfügen über eine nachhaltige Erfahrung im Bereich Reality Show. Trump war über einen Zeitraum von 14 Staffeln Co-Produzent, Gastgeber und Moderator bei „The Apprentice“ (zu deutsch: Azubi), und West wirkte bei „Keeping up with the Kardahians“ mit. Ebenso wie der Mann im Weißen Haus neigt auch der Rapper zu einer gewissen Selbstüberschätzung und zu äußerst fragwürdigen Polit-Statements. „I am a God!“, wird er schon mal zitiert und auch zur Sklaverei hat seine Weltanschauung eine gewisse Schieflage. Er ist der Meinung, dass die Afroamerikaner sich selbst dazu entschieden hätten, als Sklaven zu dienen. Soso! In Interviews gab er auch schon einige Male von sich, dass er einmal Präsident der Vereinigten Staaten werden möchte. Letztes Jahr besuchte er sogar Donald Trump im Weißen Haus und konnte sich vor Begeisterung kaum halten: „I love this guy!“

Ob das nun wirklich ausreichend ist, um sich ernsthaft für eine Präsidentschafts-Kandidatur zu bewerben, ist fraglich. Nicht so für den Wettanbieter bet-at-home.com. In dem Online Portal kann man auf Kayne West als 46ten US-Präsidenten wetten. Auch wenn es ziemlich unwahrscheinlich ist, scheint doch für einige Wett-Freunde gerade darin der Reiz zu liegen. Immerhin liegt die Quote derzeit bei 500.00.

Usus bei Wetten ist, dass eine kleine Quote das Eintreten des jeweiligen Ereignisses sehr wahrscheinlich macht. Das bedeutet natürlich auch, dass der mögliche Gewinn in diesem Fall kleiner ist. Bei Wetten auf Mr. West als künftigen US-Präsidenten hieße das allerdings einen Gewinn von 475 Euro bei nur einem Euro Einsatz – nach Abzug von Steuern. Wer im Gegenzug auf Mr. Trumps Wiederwahl setzt, bekommt hingegen nur 2,14 Euro bei einem Euro Einsatz. Hier liegt die Quote aktuell bei 2,25. 

Schauen wir uns noch einmal das deutsche Beispiel an. Wenn man sich vorstellt, dass der 9. November 1989 und der Fall der Berliner Mauer eine Wette gewesen wäre, dann hätte sie sehr viel eingebracht. Bis auf eine Handvoll Politiker und Geheimdienstleute konnte niemand dieses epochale Ereignis voraussehen. Wenn überhaupt!

Letztes Update am 11.12.2019
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„Man muss sich auskennen, um Erfolg zu haben!“

Es mag sich ein stückweit absurd anhören, aber ganz so abwegig, wie es auf den ersten Blick erscheint, ist es gar nicht. Es gibt zahlreiche seriöse Online Casinos, die auch Politik-Wetten im Angebot haben. Da kann man auf den Ausgang der US-Präsidentschaft- oder unserer Bundestagswahl setzen oder auf den Brexit. Das aktuelle Weltgeschehen für lohnende Quoten! Diese Wetten sind langfristig angelegt und unterscheiden sich daher von den gängigen Sportwetten auf Fußball o.ä. Man muss sie lange vor den eigentlichen Ereignissen aufgeben und kann es sich nicht in letzter Minute noch einmal anders überlegen. Hier fehlt für manche der sogenannte Kick. Da das Geld für einen längeren Zeitraum gebunden ist, empfehlen sich solche Wetten nur für ausgewiesene Strategen. Ein 19-jähriger Student aus Düsseldorf ist ein solcher Stratege. „Man muss sich auskennen und ganz in ein Thema vertiefen, um Erfolg zu haben,“ sagt Daniel Frei. 2016 hatte er bei der Präsidentschaftswahl in den USA auf Mr. Trump gesetzt. „Keiner glaubte an Trumps Sieg – aber es ist passiert.“ Daniel Frei hatte die einschlägigen US-Medien verfolgt und war zu der Meinung gelangt, dass sich die weißen Wähler vom Land mit der groben Rhetorik Trumps gut identifizieren konnten. „Die Wahl Trumps war wie eine Bewegung“, sagt Frei. „Keiner hat’s gewollt, keiner hat’s geglaubt – aber es ist passiert.“ Für ihn war es gut. Er machte damals einen Gewinn von 5.000 Euro bei 500 Euro Einsatz. 

Trotz Strategen, wie dem Düsseldorfer Studenten, sind Polit-Wetten eher ein Nischen-Produkt. Bet-at-home.com hält den Umsatz mit politischen Wetten sogar für „komplett vernachlässigbar“. Das Angebot sei nur aus dem Grund im Portfolio, damit man neue Zielgruppen ansprechen kann. Bei einem Umsatz von 144 Millionen Euro im vergangenen Jahr fällt dieser Bereich nicht ins Gewicht.

Verdächtige Wetteingänge angezeigt

Auch auf den kommenden Papst kann man jetzt schon wetten. Peter Turkson aus Ghana gilt aktuell als Favorit mit einer Quote von 6.00. Und in der BRD kann bereits auf die nächste Bundestagswahl setzen und darauf, wer am meisten Stimmen bekommen wird. Zurzeit sieht der Wettspiegel folgendermaßen aus: Der CDU (Quote 1.07) sitzen die Grünen (Quote 7.00) auf den Fersen. Immerhin liegt die AfD (Quote 25.00) weit hinter der SPD (Quote: 15.00).

Darüber hinaus kann man auch auf ganz grundsätzliche Themen wetten, wie z.B.: „Wird Österreich am 01.01.2030 eine Frau als Bundeskanzlerin haben?“ Alle Feministinnen jetzt bitte mal nicht weiterlesen! Die „Nein“-Quote ligt derzeit bei 1.30 und die „Ja“-Quote bei 3.00.

Laut bet-at-home.com werden die Quoten ständig von versierten Buchmachern aktualisiert. Aber wie steht es mit der Anerkennung? Es ist noch gar nicht so lange her, dass die österreichische Kronenzeitung von zwei Männern berichtete, die unmittelbar vor der sogenannten „Ibiza-Affäre“ 1.150 Euro auf das bevorstehende Ende der ÖVP-FPÖ-Koalition gesetzt hatten. Einem Wettanbieter kam diese Wette komisch vor, und er zeigte die beiden Männer kurzerhand an. Bei ihnen wurden dann Hausdurchsuchungen durchgeführt. „Verdächtige Wetteingänge werden an eigene Institutionen gemeldet, die im Falle von gehäuften Vorkommnissen entsprechende Warnhinweise übermitteln,“ lässt bet-at-home.com wissen. Außerdem gäbe es interne Überwachungssysteme, die sehr gut funktionieren. 

Buchmacher vor Meinungsforschern

Die britischen Inseln gelten als „das Mutterland der geschäftsmäßigen Wette“. Dort schätzt man schon seit langem die Buchmacher-Quoten als zuverlässig ein. Besonders dann, wenn es um politische Ereignisse geht, traut man ihnen mehr, als Meinungsforschungs-Instituten und anderen Experten. In diesem Kontext veröffentlichte die renommierte Cambridge University eine Studie, die besagt, dass es 2016 bei dem Brexit Referendum nicht der BBC und die Finanzmärkte waren, die als erste den „Leave“-Sieg vorausahnten, sondern die Buchmacher.

Ladbrokes ist aktuell der größte Buchmacher weltweit. Dort wird eine Frage im Moment positiv beantwortet: „Wird das Vereinigte Königreich die EU vor dem 1. Februar 2020 verlassen?“ Die „Nein“-Quote liegt mit 2.5 knapp hinter der „Ja“-Quote von 1.5.

Auch Daniel Frei überlegt, ob er nicht auf den Brexit wetten soll. Allerdings erscheinen ihm die Quoten zurzeit nicht sonderlich attraktiv. Und auf Trumps Wiederwahl will er im Moment auch nicht setzen. „Bei einer Quote von 2.00 ist das augenblicklich nicht sehr interessant,“ sagt er fachmännisch, nennt aber im Gegenzug eine hypothetische Wette, die jeden liberalen Demokraten erstmal zusammenzucken lässt: „Ich würde gerne darauf wetten, dass die AfD bei der nächsten Bundestagswahl Regierungspartei wird. Privat kann ich die Ziele und Werte dieser Partei zwar nicht vertreten, kann mir aber sehr gut vorstellen, dass es so weit kommen wird.“