Die Poker-Casinos der Concord Card Casinos (CCC) sind pleite. Auch das zum gleichen Unternehmen gehörige Montesino-Casino ist betroffen. Gegen die Montesino Entertainment Group GmbH wurde ein Konkursverfahren eingeleitet, da die zuständigen Behörden davon überzeugt sind, dass das Unternehmen zahlungsunfähig ist.

CCC AustriaSchuldenberg von 203 Millionen Euro angehäuft

Die bekannten Poker-Casinos von Peter Zanoni, dem Inhaber der Montesino Entertainment Group GmbH haben einen Schuldenberg von 203 Millionen Euro angehäuft. Zuletzt war die Situation immer dramatischer geworden. Im März hatte sich das Unternehmen vor Gericht gegen eine fällige Kriegsopfergabe in Höhe von 97,6 Millionen gewehrt, das Verfahren aber verloren. In anderen Casinos sind weitere Verbindlichkeiten angelaufen, die insgesamt zu der erschreckend hohen Gesamtverschuldung führten. Allerdings sind die Finanzprobleme nicht ganz neu. Schon seit mehr als zwei Jahrzehnten ist Peter Zanoni damit beschäftigt, Gerichtsverfahren gegen den Staat zu führen, um die Belastung durch Steuern und Abgaben zu reduzieren. Doch die aktuelle Situation hat sich so zugespitzt, dass letztlich das Konkursverfahren eingeleitet werden musste.

Entschieden ist längst noch nicht, ob die Poker-Casinos schließen müssen. Auch das Konkursverfahren kann noch zu Überraschungen führen. Aber der Schuldenberg ist ein fundamentales Problem, das sich nicht einfach lösen lassen wird. Eventuell kann es im Insolvenzverfahren aber dazu kommen, dass ein Geschäftsmodell für die Casinos entwickelt wird, das tragfähiger ist als das bisherige. Aktuell sieht es jedenfalls nicht danach aus, dass Peter Zanoni einfach weitermachen darf. Da der wichtigste Gläubiger der Casinos der österreichische Staat ist, liegt der Ball im Moment auch bei der Politik. Es wird spannend sein zu beobachten, wie sich das Insolvenzverfahren entwickelt. Es kann durchaus sein, dass am Ende die Abwicklung der Kurse Poker-Casinos erfolgen wird. Aber noch ist es zu früh für eine Prognose.

Poker-Situation ändert sich in Österreich

Ab 2020 gibt es in Österreich eine spezielle Lizenz für Poker-Anbieter. Mit dieser Lizenz hat der Staat eine neue Handhabe, um das beliebte Pokerspiel in Österreich besser zu regulieren und zu kontrollieren. Für die Montesino Entertainment Group GmbH könnte die neue Lizenz zu einem echten Problem werden, da es kaum möglich sein dürfte, aus dem Insolvenzverfahren heraus einen Lizenzantrag zu stellen. Das wäre aber wahrscheinlich nötig, um den Betrieb in irgendeiner Form weiterzuführen. Der Insolvenzverwalter wird sehr kreativ sein müssen, um die Poker-Casinos zu retten. Ginge es nur um den Unternehmer Peter Zanoni, wäre die Situation überschaubar. Aber es geht auch um zahlreiche Angestellte in den Casinos, die um ihre Existenz bangen müssen.

Viele Experten bezweifeln, dass das Geschäftsmodell der Poker-Casinos überhaupt noch tragfähig ist. Die hohen Kosten waren immer ein Faktor, der sich in den Bilanzen ungünstig ausgewirkt hat. Angesichts der strukturellen Probleme ist es eine bemerkenswerte Leistung, dass die Poker-Casinos überhaupt schon seit etwa zwei Jahrzehnten existieren. Trotz vieler Höhen und Tiefen gelang es Peter Zanoni immer wieder, das Angebot so zu gestalten, dass genügend Kunden kamen, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. Immerhin gehören 13 Casinos zur Montesino Entertainment Group GmbH, die viele Jahre lang gut liefen. Aber in den letzten Jahren wurde immer wieder deutlich, dass die Casinos mitunter wirtschaftliche Probleme hatten.

Keine speziellen Poker-Casinos in Deutschland

Anders als in Österreich gibt es in Deutschland keine Casinos, die sich auf Poker spezialisiert haben. Theoretisch wäre das vielleicht sogar denkbar, aber die deutschen Spielbanken bieten ein ausgewogenes Angebot aus Spielautomaten und klassischen Spielen wie Roulette, Blackjack, Baccarat und Poker an. Für die vielen Glücksspiel-Fans, die gerne Poker spielen, ist die Situation in Deutschland zumindest in den landbasierten Casinos eher mäßig. Online gibt es die eine oder andere brauchbare Alternative. Aber echte Poker-Casinos wären zumindest für die richtige Zielgruppe eine große Attraktion. Einstweilen bleibt den deutschen Glücksspiel-Fans vor allem der Gang in die Online Casinos. Zwar gibt es in diesen Casinos nicht die Möglichkeit, Poker gegen andere Spieler zu erleben. Aber auch Videopoker ist für Pokerfans spannend. Eine sehr attraktive Auswahl in der Videopoker-Kategorie bietet beispielsweise das 10bet Casino an.