Online Glücksspiel Löwen Entertainment UmfrageWann immer die Bevölkerung in Umfragen oder Volksabstimmungen befragt wird, dauert es nicht lange und die ersten Politiker schalten sich mit den immer gleichen Floskeln in die Debatte ein. Die Bürger könnten die komplexen Zusammenhänge nicht verstehen, sie würden sich von falschen Argumenten verführen lassen oder die Politiker würden das Thema sowieso besser verstehen, sind meist die ungalante Antwort. Deutlicher ausgedrückt bedeutet es nichts anderes als: „Ihr seid zu dumm und wir wissen eh was das Beste für euch ist.“ Wohin diese Haltung der politischen Klasse im Moment führt, lässt sich wunderbar an den tiefen Gräben innerhalb der EU bestens beobachten. Bezogen auf das Glücksspiel und hier vor allem den Bereich der Online Casinos, scheint die Bevölkerung wohl doch wieder einmal das richtige Bauchgefühl zu haben, denn in einer repräsentativen Umfrage der Löwen Entertainment GmbH gaben 84 Prozent an, dass die Politik sich besser für die grenzüberschreitende Regulierung des Glücksspiels im Internet einsetzen sollte. In diesem Fall kann den Bürgern nur gratuliert werden, dass sie erkannt haben wie wichtig dieser Schritt wäre, denn was Deutschland mit seinem Glücksspielstaatsvertrag bis jetzt hat, gleicht mehr einem Flickenteppich, statt einem ausgereiften Gesetz, welches vor Sachverstand strotzen würde. Unter der schlechten Regulierung des Marktes für Internetwetten und Online Casinos in Deutschland, leidet auch der Verbraucher- und Jugendschutz. Dieses wurde ebenfalls in der Umfrage von der Mehrheit angemahnt.

Politik und Bürger sehen unterschiedliche Prioritäten

In Auftrag gegeben wurde die Umfrage von der Löwen Entertaiment GmbH, einem der führenden Hersteller für Slot Automaten in Deutschland, der mittlerweile zum österreichischen Novomatic Konzern gehört. Das Interessante an der Meinungsumfrage ist, dass es einen diametralen Unterschied zwischen der Politik und der Bevölkerung, bei der Beurteilung der Suchtgefahr zwischen Spielhallen und Glücksspiel im Internet, gibt. Während die Politik sich voller Eifer auf die Betreiber von Spielotheken stürzt, um sie wie lästige Mücken aus den Städten zu treiben und somit zehntausende Arbeitsplätze im Land gefährdet, scheint eine anständige und vor allem EU-gesetzkonforme Regulierung des Onlinemarktes in der Prioritätenliste ganz unten zu stehen. Dies könnte eventuell an dem betagten Alter der meisten Volksvertreter liegen, für die das Internet wohl genauso „Neuland“ sein dürfte wie für Kanzlerin Angela Merkel oder es fehlt einfach der Wille das staatliche Glücksspielmonopol endlich aufzulösen. Ganz andere Prioritäten setzten dagegen die Bundesbürger in der Umfrage. Hier wollen gerade einmal 27 Prozent eine stärkere Regulierung bei den Spielhallen.

Die Suchtgefahr im Online Casino wird deutlich stärker wahrgenommen

Für die zahlreichen Spielotheken in Deutschland geht es in den nächsten Monaten um die nackte Existenz, denn die neuen Abstandsregeln der einzelnen Bundesländern werden dem Großteil von ihnen den Garaus machen. Wichtigstes Argument der Politik war hier natürlich der Spieler- und Jugendschutz. Die Bundesbürger scheinen dies aber völlig anders zu sehen, denn für 67 Prozent liegt die Suchtgefahr im Internet bei Sportwetten und Online Casinos deutlich höher, als in den klassischen Zockerbuden. Noch deutlicher wird es in der Frage, wo die Gefahr für Minderjährige größer ist. So gaben 86 Prozent der Befragten an, dass sie das Risiko, dass Jugendliche im Internet illegal um Geld spielen, deutlich höher bewerten als den Zock in der Spielhalle. Die von der Löwen Entertainment GmbH in Auftrag gegebene Umfrage gibt einen interessanten Einblick in die Wahrnehmung der Bevölkerung, denn sie zeigt deutlich auf, wo die tatsächlichen Befürchtungen zum Thema Spielsucht und Jugendschutz liegen. Sicherlich gibt es vernünftige und vor allem seriöse Online Casinos in Deutschland, allerdings tummeln sich eben auch die Schwarzen Schafe der Branche mitten in der großen Herde. Die halbgare Regulierung ermöglicht es eben zwielichtigen Betreibern ungestört im Internet den Kunden das Geld aus der Tasche zu ziehen. Gerade beim Thema Vereintes Europa, bei dem Deutschland schon immer eine Vorreiterrolle einnahm, bleibt es unverständlich, warum in der Bundesrepublik kein Glücksspielgesetz auf den Weg gebracht wird, dass alle Aspekte des Freien Marktes, der durchlässigen Grenzen und der Einhaltung gemeinsamer Standards beinhaltet, zudem einen vernünftigen Spieler- und Jugendschutz aufweist und somit auch in diesem Bereich dem europäischen Gambler Rechtssicherheit gewährt und nicht wie die Kuh vor dem Tore stehen lässt.