Es scheint doch nicht auszusterben: das gute alte Buch. Noch immer erfreuen sich Leserinnen und Leser an Geschichten zum Mitleiden, Mitfreuen, Lachen, Weinen und Staunen oder auch zum Gruseln. Hinabtauchen in eine Welt, die so nicht selbst erlebt werden kann oder will. Mit Helden fiebern, Schurken verdammen und im allerbesten Fall sogar den Autor verdammen, weil das Buch zu Ende ist. Die Kunst des Geschichtenerzählens begeistert die Menschheit seit Jahrhunderten und selbst im digitalen Zeitalter wird noch immer zum Buch gegriffen – oder zum E-Book. Die Geschichten bleiben dieselben. Autoren, sie gehören zu der Spezies, die gern in die seelischen Abgründe des menschlichen Wesens schaut. Dabei faszinierte sie stets auch – und das tut es bis heute - ein Thema ganz besonders: das Glücksspiel! So verwundert es nicht, dass Spiele, Spielstätten, Spielhallen, Spielautomaten, Spielerinnen und Spieler im Mittelpunkt vieler Geschichten stehen. Menschen die für einen möglichen Gewinn alles geben würden, die sogar gelegentlich ihre Existenz aufs Spiel setzen. Was treibt Spieler an? Wann wird aus Leidenschaft Obsession? Wo sind die Grenzen? Das sind die Fragen, die sich Autoren stellen und die sie versuchen zu beantworten. Wir stellen ihnen hier die vielleicht wichtigsten, schönsten und schrecklichsten Romane über das Glücksspiel, Spiele und Spieler vor. Noch ist die Welt der seriösen Online Casinos nicht dabei, aber wer weiß, vielleicht wird dies demnächst ja auch zum Thema eines großen Romans.

„Casino Royal“ von Ian Flemming 

Irgendwie kann man sich James Bond so gar nicht ohne Casino und einen Spieltisch vorstellen. Neben seiner Lizenz zum Töten, hat er nämlich auch noch die Lizenz zum Zocken. Nicht nur um die Herzen von schönen Frauen, sondern auch um jede Menge Geld. Der erste Roman der Bond-Saga genießt schon fast Kultstatus. Auch wenn einige Filme versuchten die Spannung und die Atmosphäre des Romans einzufangen, wirklich gelungen ist es keinem. Im Originalroman nimmt Bond es mit der Organisation SMERSH auf und muss den Bösewicht Le Chiffre an einem Baccara-Tisch besiegen. Dabei fällt ihm das Spielen am Anfang des Buches noch etwas schwer. Da ist er nicht der unbesiegbare Held der späteren Filme. 

Erfrischend und anders! 

Las Vegas Casino Ein großes Stück Weltliteratur! „Der Spieler“ von Fjodor Dostojewski

Wenn es „einen“ oder „den“ Glücksspiel-Roman überhaupt gibt, dann ist es sicherlich die 1867 erschienene Erzählung „Der Spieler“ des russischen Autors Fjodor Dostojewski. 

Schauplatz des Geschehens ist die fiktive deutsche Stadt Roulettenburg. Dort wartet Alexej Iwanowitsch, der Hauslehrer einer russischen Generalsfamilie, mit dieser auf ein Telegramm, das die Nachricht über den Tod der Tante des Generals beinhaltet. Der General ist ein großer Roulette-Fan, aber leider bankrott. Nur die Erbschaft seiner Tante kann ihn und seine Familie noch retten. Alexej ist in Polina, die Tochter des Generals verliebt, ohne zu wissen, ob sie seine Gefühle erwidert. Er soll ihr am Spieltisch das dringend benötigte Geld beschaffen. Die Katastrophe nimmt ihren Lauf, als die totgeglaubte Erbtante plötzlich quicklebendig auftaucht und fast ihr gesamtes Vermögen beim Roulette verliert. Alexej Iwanowitsch sucht in einer Verzweiflungstat noch einmal das Casino auf und gewinnt. Fortan lässt das Spiel ihn nicht mehr los. Seine Liebe zu Polina hat sich in eine Liebe zum Glücksspiel verkehrt. Er verliert alles – die Liebe Polinas, die ihm seinen Gewinn ins Gesicht schleudert, sein Geld, das von einer anderen Frau durchgebracht wird und nicht zuletzt seine Selbstachtung und seinen Stolz. Verarmt verdingt es sich als Lakai in Homburg und Baden-Baden. Nur seine Liebe zum Glücksspiel bleibt ihm erhalten.  

Dostojewski wusste worüber er schreibt. Er war selbst ein leidenschaftlicher Spieler. In der Spielbank Wiesbaden verlor er beinah sein gesamtes Geld, und so musste der Roman in nur vier Wochen fertig geschrieben werden, da er sämtliche Rechte an seinen vorherigen und zukünftigen Romanen seinem Verleger verpfändet hatte. Dieser setzte ihn damals mit einer sehr kurzfristigen Abgabefrist unter Druck. Den Termin einzuhalten, gelang Dostojewski nur mit Hilfe einer Stenotypistin, die später seine Geliebte wurde. Nie wieder wurde die Spielleidenschaft so eindringlich, authentisch und lebensnah beschrieben.  

Noch ein Spieler: „Dr. Mabuse – der Spieler“ von Norbert Jacques

Dr. Mabuse? Da denkt man doch zuerst an etwas ganz anderes. Richtig! Dr. Mabuse, so heißt ein weltberühmtes Kino-Highlight von Fritz Lang aus dem Jahr 1922. Der Film entstand auf der Grundlage des ersten Romans eines luxemburgischen Schriftstellers: Norbert Jacques.

Dr. Mabuse ist ein Psychoanalytiker, der seine genialen Fähigkeiten der Manipulation und Verkleidung einsetzt, um sich in der High Society frei bewegen zu können. Mit dem Geld, das er im Glücksspiel, aber auch durch seine verbrecherischen Energien erbeutet, will er eine utopische Kolonie in Brasilien erschaffen, die frei von Korruption und Fäulnis ist. Sein Gegenspieler ist der Staatsanwalt von Wenk, der Dr. Mabuse allerdings nie zu fassen bekommt, denn dieser beherrscht das Spiel der Täuschung, Verkleidung und des Zockens bis in das kleinste Detail.

Als Gesellschaftskritik an der Weimarer Republik angelegt, klagt dieser Roman die große Kluft zwischen Arm und Reich zu dieser Zeit an.

Stefan Zweig – „Die Schachnovelle“ 

Ja! Eine Novelle ist kein Roman, und Schach ist kein Glücksspiel. Aber nichts desto trotz handelt es sich hier um ein ganz großes Werk über das Spiel und was es mit den Menschen machen kann. Der südslawische, etwas tumbe und einfältige Bauernsohn Mirko Czentovic hat es erstaunlicherweise zum Schachweltmeister gebracht. Sein Gegenpart in der Novelle ist der österreichische Emigrant Dr. B, der von der Gestapo mehrere Monate in völliger Isolation gefangen gehalten wurde. Es gelang ihm heimlich ein Schachbuch zu ergattern, und er lernte alle dort enthaltenen Meisterpartien auswendig und begann gegen sich selbst gedanklich Schach zu spielen. Seine Schach-Leidenschaft steigerte sich immer mehr, bis er eines Tages in ein Krankenhaus eingeliefert werden musste, da er den Verstand verloren hatte. Zum Showdown zwischen Mirko Czentovic und Dr. B. kommt es während der Überfahrt auf einem Dampfer nach New York. Der Ausgang wird hier natürlich nicht verraten.

Die Novelle beschäftigt sich mit der auch heute aktuellen Frage, wie die permanente Beschäftigung mit einem Spiel einen Menschen verändern kann. 

„Narren sterben“ von Mario Puzo 

Mario Puzo hat mit seiner Pate-Trilogie eine fulminante Vorlage für die weltweit erfolgreichen Filme von Francis Ford Copolla geliefert. In „Narren sterben“ wählte er die Glitzerwelt der Casinos in Las Vegas als Ausgangspunkt für eine Geschichte über Habgier, Korruption, Freundschaft und natürlich über das Glücksspiel. Das Schicksal bringt die Helden und Heldinnen des Romans zufällig in einem Casino zusammen. Von dort an kreuzen sich ihre Wege, mal mehr, mal weniger. Doch immer wieder verbindet sie eins: das Glücksspiel. Für die meisten von ihnen bringt es nicht das erhoffte Glück, und so „überlebt“ am Ende nur die Hauptfigur John Merlin, der Zauberer zwischen den Welten.

Ähnlich spannend wie „Der Pate“ meinen die einen. Trivial meinen die anderen. Machen sie sich selbst ein Bild!

„Erebos“ – von Ursula Poznanski

Dieser Roman bringt die Spiele-Welt in die Moderne. Eine ganz normale Schule irgendwo in London. „Erebos“, ein neues Computerspiel, wird herumgereicht. Eigentlich alles normal. Nur, wer es startet, kommt nicht mehr davon los. Die Regeln sind streng. Jeder hat nur eine Chance. Und wer die vermasselt, fliegt aus dem Spiel und kommt nicht mehr rein. Mit niemandem darf über das Spiel geredet werden. Man muss immer allein spielen. Auch Nick ist besessen von dem Spiel, bis es ihm befiehlt einen Menschen zu töten.

Ein spannendes Buch – nicht nur für junge Erwachsene.

„Angst und Schrecken in Las Vegas“ – Hunter S. Thompson  

Noch ein Buch, dessen Verfilmung Weltruhm erlangte: „Fear and Loathing in Las Vegas“ mit Johnny Depp in der Hauptrolle.

Las Vegas ist das Ziel, und dies in mannigfaltiger Weise. Raoul Duke ist mit seinem Anwalt Dr. Gonzo auf dem Weg ins Glücksspiel-Paradies. Beide arbeiten gerade an einem Artikel über einen amerikanisch-mexikanischen Aktivisten, der im Zuge der Anti-Vietnam-Proteste von einem Sheriff getötet wurde. Las Vegas erscheint ihnen ein sicherer Ort für ein Treffen zu sein. Vollgepackt mit Drogen machen sie sich auf den Weg durch ein Land, das den Hippie-Traum lebt und das vom Vietnam Krieg traumatisiert ist. Auf ihrer Reise hinterlassen sie eine Schneise der Verwüstung. Viel Autobiographisches ist wohl in dem Werk verarbeitet worden, dass immer wieder – auch heute noch – gerne zitiert wird und als Paradebeispiel für den desillusionierten amerikanischen Traum steht.

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Letztes Update am 19.08.2019
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