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Oligarchen gegen Novomatic – Casinos Austria Verkauf wird wieder spannend

Austrian Gaming Holdings gegen Austrian Gaming IndustriesGerade hatten wir noch geschrieben, dass Peter Goldscheider beim Casinos Austria (Casag) Verkauf ausgebootet wurde. Aber so schnell kann sich das Blatt wenden. Nun haben sich die tschechischen Milliardäre Karel Komárek und Jiri Šmejc volle Kanne in dem teilstaatlichen Konzern eingekauft. Angeblich scheint Peter Goldscheider nicht mehr anteilsmäßig dabei zu sein, sondern nur als Berater zur Seite zu stehen. Aber er könnte doch an den Austrian Gaming Holdings beteiligt sein, hinter der die Tschechen stehen und die sich die indirekten Anteile der DONAU Versicherung  an den Casinos Austria durch den Verkauf ihrer 100 % Tochtergesellschaft CAME Holding GmbH an gesichert haben. Die CAME Holding GmbH hält über die Medial Beteiligungs-GmbH (Medial) indirekt 11,345 % Anteile an den Casinos Austria. Außerdem hat Goldscheider ja auch noch den Lotterien-Anteil von Leo Wallner in der Tasche – also ganz war die Sache noch nicht gegessen.

Austrian Gaming Holdings gegen Austrian Gaming Industries

Vielleicht haben sich die Milliardäre aus Böhmen und Mähren einen kleinen Scherz erlaubt, sind doch die Austrian Gaming “Industries” der Vertriebsarm der Novomatic. Wie auch immer, nun haben die zwei Jungs aus Tschechien mit ihrer eigenen Austrian Gaming “Holdings” einen direkten Anteil an den Casinos Austria. Und den haben sie angeblich tatsächlich, sollen doch die anderen Aktionäre das Vorkaufsrecht nicht in Anspruch genommen haben. Ganz wichtig hier ist zu betonen, dass die Austrian Gaming Holdings anscheinend mehr als die Novomatic geboten hat und deswegen den Zuschlag bekam. 

Jetzt wird es teuer….

Die Novomatic hat zwar die Hand auf 39,5 Prozent an den Casinos Austria – und fix 18 Prozent an der Casinos-Tochter Lotterien. Dabei geht es aber um die Aktien von Uniqa und Leipnik-Lundenburger in der Medial Holding sowie jene der Bablik-Privatstiftung. Deshalb kann die Novomatic nicht selbst agieren sondern muss abwarten ob die anderen auf ihr Vorkausfsrecht verzichten. Das schien vor dem Clou der Tschechen als erledigt, bestehende Aktionäre wollten sogar die fehlenden Prozentchen von Goldscheider/Leo Wallner für die Freunde der Novomatic acquirieren.

Erstens kommt alles anders, und zweitens als man denkt: Letztlich könnten sich Komárek und Šmejc ganze 90 Prozent an der Medial sichern, die wiederum 38,3 Prozent an den Casinos Austria hält. Womit die Novomatic das Nachsehen hätte, obwohl sie mit rund 470 Mio. Euro deutlich mehr für die Casinos Austria zahlen wollte als einst Finanzminister Hans Jörg Schelling, der nach der Übernahme des 33,2-prozentigen Münze-Anteils die Casinos eigentlich ganz verstaatlichen wollte. Die Staatsholding ÖBIB bot jedoch nur 350 Mio. Euro, was von allen anderen Aktionären abgelehnt wurde.

… aber da gibt es Luft nach oben

Wenn man sich rein die Bilanzen und die strategische Ausrichtung der Casinos Austria ansieht, dann finden wir sogar schon eine Bewertung von 350 Millionen Euro sportlich. Allerdings, wie wir schon berichtet haben, gibt es einige Schätze in dem Unternehmen, die aus nicht erklärbaren Gründen bis dato nicht gehoben wurden. Neben dem “Star” im Portfolio der CASAG, dem Monopolisten-Portal Win2day, gäbe es dann auch noch zarten Zugriff auf Lotterie Lizenzen. Sowohl für Novomatic ist Lotto ein sehr interessantes Geschäftsfeld, als auch für Peter Goldscheider (wir erinnern an das Start-Up seines Sohnes, das sich Lotelo nannte….).

Und dann wäre auch noch die sagenhafte Glück GmbH, die sich gut im Firmengeflecht der Lotterien und der Casinos Austria versteckt. Diese nomen-est-omen GmbH hält die österreichweiten (!) Lizenzen für 1.400 VLT (Video Lottery Terminals) in Händen, von denen erst ca. 130 Stück genützt wurden. Warum man es in der Vergangenheit nicht geschafft hat, diese zu Geld zu machen, kann uns nur Karl Stoss (Generaldirektor der Casinos Austria) erklären. Bewertungstechnisch ergeben diese Lizenzen aber noch einen ordentlichen Airbag nach oben – falls Sie auch mitbieten wollen 🙂

Die Tschechen brauchen österreichische Feigenblätter

Da der österreichischen Politik wie immer eine “österreichische Lösung” am liebsten wäre – es wäre ja nicht vorstellbar dass ein Behm das im Sinne der Profitabilität eher verdreckte Familiensilber der Casinos Austria wieder aufputzt – wird nun von einem Konsortium von österreichischen Investoren gesprochen, die noch an Bord geholt werden sollen. Herr Goldscheider als Österreicher genügt da wohl nicht, es sollen bei der fetten Beute die großen Wiener Familien der Dichands (Kronen Zeitung, Heute) und Soravias (Bau, Dorotheum, etc.) nicht leer ausgehen. Na, dann hätten wir ausreichend Medien-Unterstützung, damit der Deal durchgeht, denn der Herr Graf der Novomatic ist ja nicht gesellschaftsfähig.

Oder geht es doch an die Börse?

Man hätte den Deal von seiten der Novomatic längst der österreichischen Wettbewerbsbehörde (ab ca. 38% Anteil) melden sollen. Das wurde nicht getan und die Wettbewerbshüter fühlten sich gehörig auf den Schlips getreten. Allerdings muss man zur Verteidigung der Novomatic sagen, dass die Situation mit den Vorkausfsrechten einigermaßen kompliziert war,  sodass man eigentlich noch nicht wusste ob überhaupt ein wettbewerbsrechtliches Problem besteht. Doch es ist nie gut, die Behörden zu ignorieren und der oberste österreichische Wettbewerbshüter hat schon via Fernsehinterview angekündigt, das Vorhaben der Novomatic ganz sicher so nicht über die Bühne gehen zu lassen – ob man ihn jetzt fragt oder nicht.

Da die Novomatic mittlerweile sowohl ein Wettbewerbs-Problem als auch ein Mitbewerbsproblem hat, und der Preis der Casinos Austria nur noch steigen kann, könnte sich die Version mit dem Börsengang als die profitabelste für den Staat herausstellen. Da kann man am Ende den kleinen Aktionären am besten das Geld aus der Tasche ziehen…

Nicht zu vergessen ist dabei die letzte Stufe, die es für jeden “Corporate Raider” zu erklimmen gilt. Die staatliche Holding (ÖBIB) hat natürlich auch ein Zugriffsrecht auf die Aktien der anderen und könnte jetzt mitmischen. Aber Holding-Chefin Martha Oberndorfer hat bereits festgestellt, dass man sich bei diesen Preisen nicht beteiligen werde können.

Ob nun die Konstellation mit der Wiener Schicki-Micki-Gruppe für die Tschechen funktioniert, ist nicht sicher, zumal es politischen Gegenwind gegen diese Situation geben soll. Weil Goldscheider das Wohlwollen des österreichischen Finanzministers nicht verlieren will, könnte es letztlich zu einem ganz anderen Deal kommen: Die drei Musketiere Komárek, Šmeijc und Goldscheider kaufen im letzten Schritt den Anteil der ÖBIB und erreichen so die Mehrheit an den Casinos Austria. Das Schelling ein smarter und harter Knochen ist, ist ja bekannt und die Tatsache, dass er abwartet, könnte diese Hypothese unterstützen, da damit am meisten Geld für den Steuerzahler zu holen wäre. Und Goldscheider und Partner hätten zwar keine Casinos Austria mehr, aber einen ordentlichen Schnitt gemacht.

 

Photo (c) Pixabay.com

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Über den Autor:

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