Spielsucht: Novomatic muss Spieler 430.000 Euro zahlen

SpielsuchtEin Spieler hatte aufgrund seiner Spielsucht jahrelang an Spielautomaten von Novomatic gespielt und dabei viel Geld verloren. Viele Stunden pro Tag verbrachte er dabei an den Geldspielgeräten. Irgendwann klagte er gegen Novomatic und wurde von einem Gutachter auch als geschäftsunfähig erklärt. So konnte er eine Summe von 372.220 Euro gegen Novomatic einklagen, die inklusive Zinsen auf 430.000 Euro stieg. Novomatic ging gegen dieses Urteil vor den Obersten Gerichtshof (OGH) und verlor nun auch dort. Denn der OGH bestätigte das vorherige Urteil und sprach dem Kläger die volle Summe von 430.000 Euro zu. Novomatic muss nun kräftig zahlen, was dem niederösterreichischen Konzern sicherlich nicht schmeckt.

Juristische Niederlage vor dem OGH

Novomatic hatte in letzter Zeit mehrere Spielerklagen anhängig gehabt. Denn der Automatenjäger Thomas Sochowsky, der wohl besonders bei Novomatic auch als Automatenjäger bekannt ist, hat vielen spielsüchtigen Spielern geholfen, zusammen mit einem Anwalt Novomatic auf Rückzahlung des verzockten Geldes zu verklagen. Auch in diesem Fall, in dem Novomatic nun in letzter Instanz vor dem Obersten Gerichtshof mit der Revision gegen ein Spielerurteil gescheitert ist, hatte Sochowsky seine Finger mit im Spiel. Für Novomatic bedeutet dieses Urteil eine ganz besonders herbe juristische Niederlage. Schließlich ging es in dieser Klage um nicht weniger als 430.000 Euro inklusive Zinsen, die Novomatic nun einem Spieler zurückzahlen musste und definitiv nicht mehr vom Spieler wiederbekommen wird, zumindest nicht auf diesem Wege.

Spielsucht war der ausschlaggebende Punkt

Wie in vielen anderen Spielerklagen gegen Novomatic hatte auch in dieser Klage ein Faktor den ausschlaggebenden Punkt dargestellt, der die Richter zu diesem Urteil führte. Denn laut einem Gutachter war der Kläger spielsüchtig gewesen und deswegen auch teilweise geschäftsunfähig, zumindest was das Glücksspiel betraf.

So hatte der Kläger an 25 Tagen im Monat an den Spielautomaten mehrere Stunden gespielt, was sich natürlich auch finanziell stark bemerkbar machte. Schließlich spielte er so über mehrere Jahre hinweg und nicht nur einfach einen Monat lang oder zwei Monate lang. Für das OGH war dies Grund genug, um für den Kläger zu entscheiden. Schließlich sei es ihm nicht möglich gewesen, den Spiellokalen aus dem Weg zu gehen und das Spielen selbstständig zu beenden oder zu unterlassen. So hatte es wohl auch der Gutachter attestiert, dem das Gericht somit folgte. Am Ende hatte der Kläger auch sein ganzes Vermögen verspielt, sodass sogar kein Geld mehr für die Betten seiner Kinder da war und diese auf Matratzen schlafen mussten.

Kläger hatte sogar noch mehr von Novomatic gefordert

Mit diesem Urteil wird sich Novomatic sicherlich nur schwer anfreunden können, ist aber dennoch irgendwie mit einem blauen Auge davon gekommen. Denn der Kläger hatte ursprünglich eine noch viel höhere Summe von dem niederösterreichischen Konzern eingefordert. So begann seine Klage gegen Novomatic mit einem Streitwert von 675.860 Euro. Da er aber nicht über diese gesamte Summe beweiskräftige Belege vorbringen konnte, hat das Gericht in erster und in zweiter Instanz dem Kläger lediglich 372.220 Euro plus Zinsen, also insgesamt 430.000 Euro zugesprochen. Diese Summe hat Novomatic laut Klägeranwalt Peter Ozlberger auch schon bezahlt, wird diese nun durch das Urteil aber auch nicht wiederbekommen. Hätte der Kläger die zuerst eingeforderte Summe ganz genau belegen können, wäre plus Zinsen für Novomatic noch eine viel höhere Summe zu zahlen gewesen. Aber auch über die 430.000 Euro dürfte man sich im Konzern nicht freuen.

Spielsucht: Novomatic muss Spieler 430.000 Euro zahlen
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Über den Autor: G. H.

G. H.
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