Österreichs Jagd nach illegaler Glücksspielanbieter

illegaler GlücksspielanbieterWieder einmal macht Österreich in Bezug auf die Jagd illegaler Glücksspielanbieter von sich reden. Diesmal geht es um die sogenannte „Aktion scharf“, bei der seit Monaten durch die österreichische Finanzpolizei in enger Zusammenarbeit mit den Bezirkshauptmannschaften Spielbanken, Gasthäuser, Wettcafés und Tankstellen unter die Lupe genommen werden. Ziel ist es, illegale Geldspielautomaten ausfindig zu machen und den Betreibern eine Geldstrafe aufzubrummen, die bis zu 22.000 Euro betragen kann. Außerdem können Wiederholungstäter mit der Schließung ihrer Betriebsstätte zur Vernunft gebracht werden.

So wurden beispielsweise im Bezirk Grieskirchen im Bundesland Oberösterreich bereits 13 Lokale ausfindig gemacht, die über keine bundes- oder landesgesetzliche Konzession verfügen und trotzdem Glücksspiele anbieten. Während bereits einem Wettlokal durch die komplette Schließung die rote Karte gezeigt wurde, wurde eine Gaststätte teilweise gesperrt. Insgesamt konnten in Grieskirchen 16 Glückspielautomaten beschlagnahmt werden. Der Bezirkshauptmann Christoph Schweitzer gab bekannt, dass sechs Betriebe einer wiederholten Kontrolle unterliegen. In Oberösterreich werden insgesamt etwa 500 illegal aufgestellte Glücksspielgeräte vermutet, denen 1.176 konzessionierte Automaten gegenüber stehen.

Katz und Maus-Spiel geht weiter

So sehr sich die österreichischen Behörden bemühen, dem illegalen Glücksspiel Herr zu werden, so wenig will sich ein endgültiger Erfolg einstellen. Kaum sind Betriebsstätten geschlossen oder Automaten beschlagnahmt, sprießen neue wie Pilze aus dem Boden. Der Grund dafür ist leicht auszumachen: Schließlich können die Betreiber solcher Glücksspielgeräte einen Erlös von bis zu 30.000 Euro pro Monat einstreichen. Da schrecken auch die vermeintlich hohen Geldstrafen nicht ab.

Auch wenn die Behörden wie immer, wenn es ihnen in den Kram passt, vorgeben, dass es bei ihren Aktionen um den Spielerschutz gehe, scheint ihnen eher quer im Magen zu liegen, dass dem Finanzamt erhebliche Steuereinnahmen entgehen. Die Behörden geben jedenfalls nicht auf und führen das Katz und Maus-Spiel weiter. Wenn sie schon das illegale Glücksspiel nicht verhindern können, so wollen sie es wenigstens den Anbietern so schwer wie möglich machen.

Das passiert auch dadurch, dass Betriebe mit illegal aufgestellten Glückspielautomaten auf der Webseite spieler-info.at aufgeführt werden. Dort wird auch darauf hingewiesen, dass die Spieler bei derartigen Angeboten nicht vor Programmmanipulationen geschützt seien. Ob das die Spieler davon abschreckt, derartige Angebote zu nutzen, scheint mehr als zweifelhaft.

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Über den Autor: Gerda Hartig

Gerda Hartig
Nein, Frauen spielen in Online Casinos nicht nur Rubbellose oder Bingo. Und auch ansonsten bin ich alles andere als politisch korrekt. Ich sage was Sache ist in den Online Casinos, bei den Herstellern der Casinospiele und bei der Politik, welche den Spielerschutz vorschiebt, um doppelt abkassieren zu können.

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