In Österreich tobt noch immer der Kampf gegen illegales Glücksspiel

Dass sich die österreichische Alpenrepublik bereits seit längerer Zeit dem Kampf gegen das illegale Glücksspiel verschrieben hat ist ja nunmehr auch über die Grenzen Österreichs hinlänglich bekannt. Obgleich sich in diversen Razzien dieses Jahr bereits erste Erfolge eingestellt haben so gibt es über das gesamte Ausmaß des illegalen "Sumpfes" bislang nur grobe Schätzungen und Mutmaßungen. Die Auswirkungen der verschärften Kontrollen indes sind durchaus messbar und sprechen dabei eine eindeutige Sprache für sich, zumal sich anhand dieser Zahlen wiedermals ein etwas besseres Bild über das gesamte Ausmaß der illegalen Anbieter zeichnen lässt.

Gesamtzahl der Glücksspielgeräte rückläufig

Um endlich einmal einen Überblick über das Gesamtausmaß zu erhalten und gleichzeitig auch die Effizienz der bisherigen Maßnahmen belegen zu können hat das Unternehmen Kreutzer, Fischer & Partner eine Studie erstellt. Aus dieser Studie geht hervor, dass die Gesamtzahl der Glücksspielgeräte in Österreich um insgesamt 4,8 Prozent auf nunmehr 7.200 Geräte in der gesamten Alpenrepublik gesunken ist. Die Studie ergab zudem, dass von diesen 7.200 Geräten jedes Dritte illegal gewesen ist. Nun stellt sich natürlich fast zwangsläufig die Frage, wie Kreutzer, Fischer & Partner diesen Umstand herausgefunden haben. Es wird ja wohl kaum ein Betreiber gefragt werden, ob er Interesse an einer Studienteilnahme hat und überdies noch illegale Geräte betreibt, obgleich dies ja irgendwie zu der vielberühmten österreichischen Freundlichkeit und dem "Schmäh" passen würde. Da sich die Studie auf das gesamte österreichische Bundesgebiet bezieht dürfte allerdings nicht davon auszugehen sein, dass Kreutzer, Fischer & Partner jeden einzelnen Anbieter auch wirklich befragt haben wird.

Auch die Standorte sind rückläufig

Ein wesentlicher Bestandteil der Studie war zudem der Umstand, dass auch die Standorte der Glücksspielautomaten erfasst wurden. So wurde herausgefunden, dass auch die Anzahl der jeweiligen Standorte für Glücksspielautomaten um 4,7 Prozent rückläufig waren. Insgesamt wurden im gesamten Bundesgebiet Österreich 1.373 Lokalitäten erfasst, so dass ein Anteil von rund 4,9 Geräte pro Standort erfasst werden konnte. Wo jetzt aber das 0,9te Gerät steht wird bei solchen Statistiken immer ein Geheimnis desjenigen bleiben, der die Statistik erhoben hat. Fakt ist jedoch, dass im Vergleich zu dem Jahr 2016 die Quote von 4,9 pro Standort stabil geblieben ist. Mit der Studie sollte ja belegt werden, dass die jüngsten verschärften Kontrollen der österreichischen Finanzpolizei auch wirklich die gewünschte Wirkung erzielt. Die "Soko Glücksspiel" arbeitet jedoch, glaubt man der Studie, äußerst effektiv und erfolgreich. Dies lässt sich an dem Umstand festmachen, dass seit dem Jahr 2010 die geringste Anzahl aller Automaten erfasst wurden wobei damit ausschließlich die illegalen Automaten gemeint waren. Trotz dieses Erfolges wird jedoch auch deutlich, dass das illegale Glücksspiel noch immer floriert und gerade dort besonders erfolgreich ist, wo das Angebot an legalen Automaten sehr eingeschränkt ist. Im gesamten Bundesgebiet konnten 2.201 illegale Automaten gezählt werden. Ob diese gleich mitgenommen wurden oder einfach nur zu Statistikzwecken erfasst wurden bleibt an dieser Stelle einmal ungeklärt. Mit 30 Prozent ist der Anteil jedoch immens hoch, so dass auf die Soko Glücksspiel in der Alpenrepublik zweifelsohne noch sehr viel Arbeit wartet.

In der Hauptstadt Wien wurden gemäß der Studie 382 illegale Geräte aufgespürt. In Salzburg und Tirol waren es 590 bzw. 411 und in der Steiermark immer noch 306. Die Tendenz sei allerdings rückläufig zumal die Steiermark das Bundesland war, welches zuletzt vom sogenannten kleinen Glücksspiel auf die Landesausspielung umgestellt hatte. In der Steiermark war jedoch auch die Anzahl der legalen Automaten ansteigend, so dass der Trend ganz nach Wunsch zumindest in die richtige Richtung geht. Die Maßnahmen gegen das illegale Glücksspiel zeigen Wirkung, da die Finanzpolizei im Jahr 2016 im gesamten Bundesgebiet 1.219 illegale Automaten sicherstellen konnte. Seit dem Jahr 2010 erfasst Kreutzer, Fischer & Partner die Glücksspielautomaten in Österreich. Die Studie wird jeweils nach dem ersten Quartal durchgeführt und gilt als Gradmesser für die Standortbestimmung des Glücksspiels in der Alpenrepublik. 150 ehrenamtliche Mitarbeiter sind für diese Studie im Einsatz. Es bleibt nur zu hoffen, dass diese ehrenamtlichen Mitarbeiter ihre Stundenlöhne nicht durch ein Spiel an eben jenen Automaten aufbessern, die sie eigentlich für die Studie lediglich erfassen sollen. Der österreichische Kampf gegen das illegale Glücksspiel und deren Anbietern wird auf jeden Fall weiter fortgesetzt werden müssen, da überall dort, wo sehr viel Licht und Erfolge zu verzeichnen sind, naturgemäß auch der Schatten weiter anwächst.

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Von Engelbert Breitner | 24. September 2018 | Kategorien: Casinos, Nachrichten |

Über den Autor: Engelbert Breitner

Engelbert Breitner
Das Online Glücksspiel ist für mich die beste Erfindung seit Pac Man. So bin ich froh darüber, dass ich mein Hobby zum Beruf machen konnte. Meine bevorzugten Casinospiele sind Roulette, Black Jack und natürlich Spielautomaten. Meine Casino Erfahrungen möchte ich hier mit vielen gleichgesinnten Usern teilen.

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