Öffentliche FahndungAm 15. März 2016 wurde in Hamburg-Bahrenfeld Opfer eines versuchten Raubüberfalls. Die Videoüberwachung der Spielhalle zeichnete dabei alles ganz penibel auf. Und mit diesen Bildern startete die Polizei eine öffentliche Fahndung. Mit Erfolg, denn der Täter stellte sich nun selbst der Polizei.

Versuchter Überfall mit „Happy End“

Am 15.3.2016 hatte ein bis Mittwochabend noch unbekannter Täter versucht, eine Spielhalle in Hamburg-Bahrenfeld zu überfallen. Er betrat die Spielhalle und bedrohte dort eine 65-jährige Angestellte mit einer Schusswaffe. Als die Angestellte gerade dabei war, ihm das geforderte Geld zu geben, trat der Täter jedoch die Flucht an. Denn von der Straße aus war schon das Martinshorn der Polizei zu hören. Diese hatte jedoch nicht die Spielhalle als Ziel und fuhr dementsprechend am Täter vorbei. Dies nutzte er dann, um nochmals zur Spielhalle zu gehen und seinen Überfall fortzusetzen. Doch die Spielhallenangestellte hatte gleich nach dem Verlassen des Täters die Türe abgeschlossen und die Polizei informiert. Der Täter stand also vor verschlossener Türe und verschwand. Auch die sofortige Fahndung nach ihm konnte ihn nicht stellen. Nun aber hat sich der Täter am Mittwochabend freiwillig der Polizei gestellt. Der Fahndungsdruck war ihm wohl zu groß geworden.

Eine Woche nach Veröffentlichung der Fotos kommt Erfolg

Es war erst eine Woche her, dass die Bilder vom versuchten Überfall öffentlich gemacht wurden. Und seit dem 3. August 2016 muss der Täter dann wohl unter großem Druck gestanden haben. Denn sein Bild hat er sicherlich irgendwo gesehen. Ansonsten wäre es wohl nicht dazu gekommen, dass er sich am Mittwochabend selbst gestellt hat.

Bei dem Täter soll es sich übrigens um einen 24-jährigen Ägypter handeln, der nun erst einmal über seine Tat in der Untersuchungshaft nachdenken kann. Denn dort wird er sicherlich seine Zeit bis zum Prozessbeginn absitzen müssen, zu Recht natürlich.

Nun bleibt nur noch die Frage, warum nicht häufiger solche Öffentlichkeitsfahndungen mit Überwachungsbildern getätigt werden. Denn zumindest bei wenigen Menschen scheint dies zur Selbststellung zu führen. Und selbst, wenn sich die Täter danach nicht selber der Polizei stellen, so gibt es doch bestimmt Personen, die sie auf den Bildern wieder erkennen. Und so können sie letztendlich doch auch geschnappt und der Justiz zugeführt werden.