NovomaticDer österreichische Konzern Novomatic gehört bekanntlich zu den Weißen Haien im großen Ozean der Glücksspielbranche und wie es sich für einen waschechten Prädator der Meere gehört, ist er ständig auf der Suche nach Beute und neuen Jagdgründen. Dieses Jahr könnte eines der besten in der Geschichte von Novomatic werden. Neben dem Einstieg in den australischen Markt konnten die Österreicher auch den erfolgreichen Erwerb der Casino Austria AG, zusammen mit den tschechischen Investoren, feiern. Allein diese zwei Punkte zeigen die wachsende Macht von Novomatic als global agierendes Unternehmen und den unbändigen Hunger nach stärkerem Wachstum. Für dieses Jahr verdichten sich die Zeichen für die Erschließung eines weiteren Marktes, nämlich Liechtenstein. Das kleine Fürstentum, eingebettet zwischen der Schweiz und Österreich, dürfte den meisten vor allem als Steuerparadies bekannt sein. Ein kleines Land, dass vor allem von Banken, Steuervermeidung und anderen dubiosen Finanzgeschäften lebt, sollte wohl keinerlei Probleme mit dem Glücksspiel haben. Dieser Zusammenhang wäre eigentlich recht naheliegend, doch Liechtenstein hatte bis zum Jahr 2010 das Glücksspiel komplett verboten. Von 1949 bis 2010 war das kleine Fürstentum in den Alpen ein weißer Fleck in der Landkarte für alle Zocker der Welt. Vor sechs Jahren sollte dies geändert werden und genau eine Lizenz für den Betrieb eines Casinos vergeben werden. Doch ähnlich wie in Österreich, was eventuell an der Nähe zu diesem Land liegen könnte, verlief das Vergabeverfahren ebenfalls alles andere als rühmlich.

Sowohl die Casino Austria AG als auch die Casino Admiral AG sondieren den Markt

Schon im Jahr 2010 hatte der Novomatic Konzern seine Fühler nach Liechtenstein ausgestreckt, ging allerdings bei der Vergabe der Lizenz leer aus. Auch die Casino Austria AG, bei der Novomatic mittlerweile der Miteigentümer ist,  konnte damals den Zuschlag für die begehrte Erlaubnis nicht für sich verbuchen. Doch wer den österreichischen Glücksspielriesen kennt, der weiß dass Novomatic äußerst ungern verliert und am liebsten alles vor Gericht klärt. Das Verfahren führte am Ende dazu, dass die Regierung in Liechtenstein die Vergabe völlig neu regeln musste. Im Oktober diesen Jahres fallen im Fürstentum nun die meisten Hemmnisse für den Betrieb von Casinos weg und jedem Unternehmen steht es nun unter bestimmten Voraussetzungen frei eigene Spielbanken zu betreiben. Wie jetzt bekannt wurde streben sowohl die Casino Austria AG und die Casino Admiral AG, die beide zu Novomatic gehören, den Einstieg im Liechtensteiner Markt an. Dieser Markt ist weniger wegen der Anzahl potentieller Spieler interessant, sondern eher wegen der hohen Zahlungskraft. So tummeln sich gerade im Fürstentum jede Menge potenter Gambler. Gerade dieser Fakt macht den gesamten Markt für die Österreicher sehr interessant. Für die Zocker in Liechtenstein ergeben sich nun durch die Neuregelung des Glücksspiels völlig neue Möglichkeiten und sie sind nicht mehr nur allein auf die Angebote der zahlreichen Online Casinos in Deutschland oder Österreich angewiesen.