Novomatic zahlt Mega-Dividente an Johann Graf

Johann Graf NovolineFast jeder Mensch kennt die berühmte Geschichte vom Tellerwäscher, der durch harte Arbeit zum Millionär wird. Der sogenannte American Dream ist jedoch nicht allein auf die USA beschränkt, denn auch in Europa gibt es diese Karrieren. In Österreich führte der Weg von Johann Graf von der Fleischhauerlehre zur Gründung von Novomatic. Noch heute besitzt der Multimilliardär 90 Prozent der Anteile am Österreichischen Glücksspielkonzern und gehört mit Dietrich Mateschitz, dem Chef von Red Bull, der sich gerade ausgiebig über den Aufstieg von RB Leipzig in die 1. Bundesliga freuen durfte, zu den reichsten Menschen in der Alpenrepublik. Diese Anteile an dem Hersteller für einarmige Banditen und Slot Automaten Spiele für Online Casinos bringen dem Mäzen jedes Jahr eine saftige Dividende. Die positive Entwicklung des Unternehmens zeigt sich dieses Jahr allein an der Entwicklung der Ausschüttung für Johann Graf. So durfte dieser sich vergangenes Jahr über ganze 41,6 Millionen Euro freuen. Dieses Jahr wandern über 161,3 Millionen Euro von Novomatic in seine privaten Taschen.

Abschreibungen und Sondereffekte

Die Ausschüttung an Johann Graf ist sicherlich auf den ersten Blick ein ordentlicher Brocken, doch wer sich die Bilanz von Novomatic für das vergangene Jahr zu Gemüte führt, der dürfte sicherlich erkennen, dass dies im der Gesamtbilanz sicherlich zu verschmerzen ist. Im vergangenen Geschäftsjahr wuchs der Umsatz auf das bisherige Rekordergebnis von über 2 Milliarden Euro an. Neben den positiven Umsätzen mussten auch jede Menge Abschreibung im Geschäftsbericht getätigt werden. Den größten Posten bei den Abschreibungen machten mit 6,3 Millionen Euro die beiden geplanten Casinostandorte in Wien und Niederösterreich aus. An beiden Plätzen, dem Bruck an der Leitha und im Wiener Prater, sollten eigentlich neue Casinos durch Novomatic entstehen, nachdem der dafür notwendige Zuschlag schon erteilt wurde, allerdings wurde das Lizenzierungsverfahren durch Beschwerden der teilstaatlichen Casino Austria AG vorerst auf Eis gelegt. Ebenfalls gab es einmalige Erlöse, darunter der Verkauf des Hotel Sacher, welches sich bis letztes Jahr im Besitz des Glücksspielkonzerns befand. Die malaysische K.Y.A.T.T.-Gruppe wird in Zukunft die Geschicke des ehrwürdigen Etablissement leiten.

Die Übernahme von Ainsworth frühestens Ende 2016 abgeschlossen

Nachdem Anfang des Jahres bekannt wurde, dass die Österreicher sich die australische Firma Ainsworth  einverleiben wollen, gab Novomatic nun nähere Details bekannt. So werden nach eigenen Aussagen die notwendigen Schritte bis zur kompletten Übernahme nicht vor Ende 2016 abgeschlossen sein. Mit den dann entsprechenden 53 Prozent der Anteile erhält der Erfinder von BOOK OF RA einen deutlich verbesserten Zugang zum amerikanischen Markt und wird somit unabhängiger von Europa und vor allem der unüberschaubaren zukünftigen Entwicklung der Online Casinos in Deutschland. Dieser Schritt ist mehr als zwingend, um das weitere Wachstum im Markt halten zu können, vor allem da der heimische und der deutsche Markt mit einer erhöhten Regulierungswut zu kämpfen haben und somit wohl weniger in den nächsten Jahren Geld abwerfen werden, als noch vor einigen Jahren.

 

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Von Gerda Hartig | 15. Mai 2016 | Kategorien: Nachrichten, Wirtschaft | Labels: , , , , |

Über den Autor: Gerda Hartig

Gerda Hartig
Nein, Frauen spielen in Online Casinos nicht nur Rubbellose oder Bingo. Und auch ansonsten bin ich alles andere als politisch korrekt. Ich sage was Sache ist in den Online Casinos, bei den Herstellern der Casinospiele und bei der Politik, welche den Spielerschutz vorschiebt, um doppelt abkassieren zu können.

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