Der österreichischen Spielehersteller Novomatic trauert um Niki Lauda. In einer Pressemitteilung bekundete das Unternehmen Bestürzung über den Tod der einzigartigen Persönlichkeit. Seit 2014 arbeitete Niki Lauda als Markenbotschafter für den renommierten Konzern. Der Vorstandsvorsitzende Harald Neumann sprach der Familie des Ex-Formel 1-Fahrers stellvertretend für das gesamte Unternehmen sein Beileid über den zu frühen Tod der weit über Österreich hinaus bekannten Fahrerlegende aus.

nikki laudaNiki Lauda verliert Kampf gegen den eigenen Körper

Niki Lauda war in allen Phasen seines Lebens ein Kämpfer. Als Fahrer in der Formel 1 sorgte der Österreicher weltweit für Aufsehen, als er kurze Zeit nach einem brutalen Unfall, der sein Aussehen durch Brandwunden für immer veränderte, wieder in das Cockpit stieg. Auch als Unternehmer, der trotz diverser Erfolge auch zahlreiche Rückschläge erleiden musste, zeigt Niki Lauda immer wieder eine echte Kämpfermentalität. Schon seit vielen Jahren kämpfte die Fahrerlegende mit gesundheitlichen Problemen. Durch starke Medikamente, die Lauda nach seinem Feuerunfall im Jahr 1976 nehmen musste, wurden seine Nieren nachhaltig geschädigt. Insgesamt mussten zwei Nierentransplantationen durchgeführt werden. Diese schweren Operationen überstand der Österreicher sehr gut. Doch als im letzten Jahr auch noch die Lunge ihren Dienst versagte und eine Transplantation nötig wurde, war das wohl zu viel für den geschundenen Körper.

Zwischenzeitlich gab es Hoffnung, dass Lauda nach der Lungentransplantation noch einmal auf die Beine kommen würde. Letztlich war dieser Eingriff aber der Anfang vom Ende. Obwohl sich die Gesundheit des Österreichers anfänglich noch recht gut entwickelte, kam es immer wieder zu Rückschlägen. Letztlich ließ die körperliche Leistungsfähigkeit immer weiter nach. Zehn Monate kämpfte Lauda um sein Leben, doch dieses Mal konnte er den Verfall seines Körpers nicht aufhalten. Die Familie berichtet, dass Lauda im Kreis seiner Liebsten friedlich eingeschlafen sei. Das dürfte für die vielen Lauda-Fans in Österreich und auf der ganzen Welt zumindest ein kleiner Trost sein. Niki Lauda hinterlässt, nicht nur in der Formel 1, eine große Lücke.

Kooperation mit Novomatic typisch für Lauda

Niki Lauda war nicht nur ein brillanter Formel-1-Fahrer, sondern auch ein umtriebiger Geschäftsmann. Die Kooperation mit Novomatic ist eine von vielen Partnerschaften, bei der Lauda seine Popularität für Werbezwecke nutzt. Die Tätigkeit als Markenbotschafter von Novomatic war in Österreich, aber auch in Deutschland für beide Seiten gewinnbringend. Lauda hatte früh verstanden, dass er als Persönlichkeit einen hohen Werbewert vermarkten konnte. Legendär ist die rote Kappe, mit der Lauda seit seinem schweren Unfall auf dem Nürburgring im Jahr 1976 stets zu sehen war. Die Kappe verdeckte anfangs den Verband, später dann die Brandnarben. Doch schon früh gab es auch Sponsoren auf der Kappe, die teilweise exorbitante Summen bezahlten, um Lauda als Werbebotschafter gewinnen zu können.

Niki Lauda war vor allem durch die Formel 1 medial über die letzten Jahrzehnte hinweg sehr präsent. Deswegen rechnete es sich für Unternehmen, viel Geld für Laudas Unterstützung zu bezahlen. Der dreifache Formel-1-Weltmeister blieb der Rennsportserie auch nach einer Fahrerkarriere erhalten. Zeitweise hatte Lauda sogar ein eigenes Team. Den jüngeren deutschen Formel-1-Fans ist Lauda vor allem aber als Kommentator bei den Übertragungen der Rennen bekannt. Mit klaren und unmissverständlichen Worten gelang es Niki Lauda immer wieder, den Sport verständlich zu erklären. Dabei scheute sich Lauda nicht, auch kritische Töne anzuschlagen gegenüber den Fahrern sowie den Besitzern der Teams und der Formel 1. Nicht unerwähnt bleiben soll auch, dass Lauda diverse Fluggesellschaften gründete im Laufe seines Lebens, wobei diese Engagements letztlich nie den ganz großen Erfolg brachten.

Novomatic verliert wichtige Persönlichkeit

Für einen Konzern wie Novomatic ist es wichtig, immer wieder neu um Sympathie und Akzeptanz zu werben. Glücksspiele sind zwar äußerst populär, nicht nur in Österreich, sondern auch in vielen anderen Ländern. Aber Glücksspiele stehen auch immer wieder in der Kritik. Mit einem Markenbotschafter wie Niki Lauda war es nicht nur in Österreich möglich, eine positive Außendarstellung zu erreichen. Auch in Deutschland war Lauda äußerst populär, sodass sich das positive Image der bemerkenswerten Persönlichkeit mit der Marke verband. Es dürfte schwierig sein für Novomatic, als Nachfolger für Lauda eine Persönlichkeit zu finden, die national und international auf eine ähnlich große Akzeptanz stößt.

Für Novomatic geht es in den nächsten Jahren darum, das Geschäft weiter zu vergrößern. Mit diversen Deals ist es bereits gelungen, in Asien und Südamerika das riesige Spiele-Angebot zu vermarkten. Ein großes Geschäft sind darüber hinaus die Online Casinos, die zeitweise auch in Deutschland mit den Slots des österreichischen Anbieters, allerdings unter der Marke Novoline, verfügbar waren. Leider hat sich Novomatic aber dazu entschlossen, in Deutschland keine Online-Slots mehr anzubieten. Vielleicht wird sich das ändern, wenn eine neue Casino-Lizenz, so wie sie aktuell bei den Verhandlungen um den neuen Glücksspielstaatsvertrag für Deutschland in der Diskussion ist, geschaffen wird.