Bei Europas größtem und weltweit agierenden Glücksspielkonzern Novomatic zeigt man sich angesichts der beeindruckenden Zahlen des vergangenen Geschäftsjahres äußerst zufrieden. Die Spieleexperten aus dem österreichischen Gumpoldskirchen konnten in allen Kernmärkten zulegen, teils sogar kräftig. Beim Umsatz konnte sich Novomatic sogar im zweistelligen Prozentbereich steigern. Allerdings setzten dem Konzern, wie zahlreichen anderen Glücksspielunternehmen auch, im vergangenen Jahr die weltweit sinkenden Aktienkurse zu. Dadurch sah man sich bei Novomatic mit zahlreichen Abschreibungen konfrontiert, die den operativen Gewinn überstiegen und für ein negatives Ergebnis sorgten.

GeschäftsberichtKräftiges Plus beim Umsatz und Wachstum in den Kernmärkten

Während weltweit der Umsatz der Glücksspielbranche lediglich moderat um 3,9 % zulegte, konnte Novomatic einen mehr als doppelt so hohen Wert erzielen. Der Umsatz der Österreicher im vergangenen Jahr betrug stolze 2.613,6 Millionen Euro. Dies bedeutet ein Plus von 10,5 %. Das Segment „Gaming Operations“ war für 63 % des Umsatzes verantwortlich, die restlichen 37 % wurden vom Bereich „Gaming Technology“ erzielt. Zu dieser äußerst positiven Bilanz trugen auch die insgesamt 226 Tochterunternehmen der Novomatic AG bei. So sorgten nicht zuletzt diese Ableger dafür, dass in allen europäischen Kernmärkten Wachstumszuwächse erzielt werden konnten. Vor allem in Italien wurde das Ergebnis durch regulatorische Eingriffe der Regierung beeinflusst. Im mit 320.000 landbasierten Geräten größten Glücksspielmarkt Europas erhöhte der Staat im vergangenen Jahr die Steuern auf Glücksspiele. Vor diesem Hintergrund wirkt die Umsatzsteigerung in Italien auf 400 Millionen Euro umso beeindruckender. Die größten Zuwächse konnte Novomatic allerdings auf dem spanischen Markt erzielen. Hier konnte man ein Wachstum von 20 % auf rund 151 Millionen Euro verzeichnen. Im vergangenen Jahr begann Novomatic außerdem damit, seine neue Unternehmensstrategie umzusetzen. Durch Zukäufe in den Ländern Deutschland, Niederlande, Italien, Spanien und auch in Osteuropa möchte sich der Konzern vor allem im Sportwettenbereich noch breiter in seinen Kernmärkten aufstellen.

Gewinn für Geschäftsjahr negativ

Da im vergangenen Jahr besonders die Aktienkurse der Glücksspielunternehmen unter Druck gerieten, bleib dies auch für die Novomatic AG nicht folgenlos. Vor allem die Aktien der Ainsworth Game Ltd waren von dieser negativen Entwicklung betroffen. Dies führte zu einmaligen Sonderabschreibungen in Höhe von 263 Millionen Euro. Diese Abschreibungen sorgten letztendlich auch dafür, dass der operative Gewinn des Geschäftsjahres 2018 im Minusbereich abschloss. Das kräftige Plus im Umsatz führte seinerseits auch zu einem neuen Höchststand bei den Steuerabgaben. So konnte sich der Finanzminister der Republik Österreich über Steuereinnahmen von über 100 Millionen Euro freuen.

Positiver Ausblick für das laufende Geschäftsjahr

Was das laufende Geschäftsjahr angeht, ist man bei Novomatic optimistisch. Die mehr als 23.000 Mitarbeiter weltweit befinden sich bereits in einer Konsolidierungsphase. Besonders durch das schnelle Wachstum der vergangenen Jahre mit zahlreichen Unternehmenszukäufen sieht man bei Novomatic großes Optimierungspotenzial im Bereich der internen Abläufe und Strukturen. Da sich der Sportwetten- und Glücksspielmarkt in den USA sowohl im Bereich Online Casinos wie auch im Bereich ortsgebundene Casinos in einer Liberalisierungsphase befindet, intensiviert Novomatic vorsorglich seine Geschäftsaktivitäten in Nordamerika. Dadurch erhofft man sich, einen besonders attraktiven Markt erschließen zu können.