Novomatic-Gruppe übernimmt LotteriegeschäftWieder einmal hat die umtriebige Novomatic-Gruppe im Ausland zugeschlagen und sich eine neue Firma einverleibt. Nach den ganzen schlechten Nachrichten in den letzten Wochen auf de heimischen österreichischen Markt, wegen dem Verlust zahlreicher Lizenzen für geplante Casinos, wird es der Führungsetage sicherlich gefallen endlich wieder einmal mit gute Nachrichten in die Presse zu kommen. Zwar werden die Probleme im eigenen Land noch eine Weile für rege Betriebsamkeit bei Novomatic sorgen, doch im Ausland läuft es dagegen mehr als prächtig. Der nächste Markt nach dem der österreichische Gigant, der mit seinem Slot Automaten Klassiker BOOK OF RA wohl jedem Gambler ein Begriff ist, seine Klauen ausstreckt, ist Albanien. Sicherlich gehört dieses Land nicht gerade zu den wirtschaftlich stärksten Ländern in Europa und auch die Kaufkraft ist nicht gerade immens, doch wie überall in der Welt wird auch hier kräftig gezockt und am Ende macht auch Kleinvieh jede Menge Mist. Wie jetzt bestätigt wurde übernimmt Novomatic in Albanien die Lotaria Kombëtare und wird so zum alleinigen Anbieter im Lotterie-Segment.

Lotaria Kombëtare bleibt weiter in österreichischer Hand

Die Lotaria Kombëtare war bis jetzt eine 100prozentige Tochtergesellschaft der Albanisch Österreichischen Lotterien Holding Gesellschaft m.b.h und wie der Name es schon vermuten lässt war die Alpenrepublik von Anfang an involviert. Die Österreichischen Lotterien, die wiederum zur Casino Austria AG gehören, bekamen 2012, nach der gewonnen Ausschreibung in Albanien, die Lizenz für den Betrieb, Aufbau und das Management der Albanischen Lotterie. Für insgesamt 10 Jahre erhielt die CASAG damit eine Monopolstellung in dem kleinen Land. Doch die anfängliche Freude darüber verflog recht schnell, da die Lotaria Kombëtare nie den Bereich der Roten Zahlen verlassen konnte. Allein im Jahr 2014 beliefen sich die Verluste auf 3,5 Millionen Euro, bei einem Umsatz von gerade einmal 4,2 Millionen Euro. Sicherlich hatte sich die CASAG die Entwicklung der Tochtergesellschaft AÖLHG anders vorgestellt und so sahen sie sich nun gezwungen die Notbremse zu ziehen und den Ballast für einen symbolischen Euro an Novomatic zu veräußern.

Warum verkauft die CASAG an den eigenen neuen Besitzer Novomatic?

Interessant an diese ganzen Deal ist nicht unbedingt der Preis für den Verkauf, denn für die CASAG war der Versuch in Albanien Fuß zu fassen ein einziges Verlustgeschäft. Doch warum wird gerade an den ehemaligen Erzfeind und zukünftigen Besitzer der Casino Austria AG verkauft, wenn doch die Tochtergesellschaft sowieso später in den Besitz von Novomatic übergehen würde? Der Grund für diese Entscheidung, den Verkauf noch vor der definitiven Übernahme der CASAG abzuwickeln, dürfte wahrscheinlich der Deal zwischen Novomatic und der tschechischen Sazka-Gruppe sein. Beide Parteien lieferten sich eine monatelange Bieterschlacht um sich die Casino Austria AG einzuverleiben. Doch am Ende einigten sie sich, den Weg gemeinsam zu gehen und ihre jeweiligen Anteile in einem neuen Jonit-Venture zusammenzulegen und wie üblich in der Wirtschaft möchte jeder natürlich seinen Anteil an der Beute. Die Novomatic-Gruppe erhält die Oberhand über das gesamte Casinogeschäft der CASAG. Im Gegenzug bekommen die Tschechen die Lotterien und genau hier liegt der Hund begraben. Novomatic betreibt selbst jede Menge Lotterien und sie dürften nicht gerade darauf erpicht sein, alles in diesem Bereich in die Hände der Sazka-Gruppe fallen zu lassen. Sicherlich verheißen die Verluste der Lotaria Kombëtare in Albanien nicht gerade eine rosige Zukunft, doch der österreichische Konzern hat schon mehrfach bewiesen, dass sie ihr Handwerk meisterhaft verstehen und in der Lage sind Strukturen aufzubauen, um am Ende ihre Profite daraus zu generieren. Die Monopolstellung bei den Lotterien in diesem Land ist einfach zu verlockend um sich nicht selbst darum zu kümmern.