Novomatic-Chef möchte Fokus auf Casinos Austria setzen

Novomatic-ChefFür Novomatic-Chef Harald Neumann kam vor Kurzem ein neues Aufgabenfeld hinzu. Denn der Chef des niederösterreichischen Glücksspielriesen wurde in den Aufsichtsrat der Casinos Austria berufen. Nun hat er durchblicken lassen, welche Ziele er bei der Casinos Austria Gruppe verfolgen möchte und bei welchen Dingen es bei Novomatic noch Steigerungspotenzial gibt. Zudem ließ Neuman auch etwas durchblicken, was er von den Managern hält, die nun bei der Casinos Austria AG mitmischen.

Anteil von 17 Prozent an der Casinos Austria AG durch Novomatic

Als um den Streit ging, wer wie viele Anteile der Casinos Austria AG erhalten würde, lief es für Novomatic nicht ganz so gut. Denn die Bundeswettbewerbsbehörde BWB hatte eine höhere Beteiligung an der Gruppe untersagt, was natürlich sehr zum Missfallen von Novomatic war. Am Ende konnte sich der niederösterreichische Konzern aber wenigstens damit begnügen, zumindest 17 Prozent der Anteile an der Casinos Austria AG zu bekommen. Nun hält das Unternehmen diese Anteile und der Novomatic-Chef Harald Neumann wurde auch in den Aufsichtsrat der Casinos Austria Gruppe berufen. Pläne für die Casinos Austria AG hat er dabei natürlich auch schon im Hinterkopf. Schließlich gilt es auch für Novomatic, die Gruppe voranzubringen und das Wachstum noch mehr zu steigern.

Neumann bezweifelt den Sinn im Auslandsgeschäft

In einem Interview hat Harald Neumann erst kürzlich Stellung zur Lage der Casinos Austria AG bezogen. So ließ er dabei durchblicken, dass er den Sinn des Auslandsgeschäftes von Casinos Austria nicht gerade sehen kann und eher bezweifelt, dass es dabei überhaupt einen Sinn gegeben habe. Damit ließ er auch verlauten, dass sich der Aufsichtsrat nun wohl auch anschauen werde, ob und wo man sich eventuell dann aus dem Auslandsgeschäft zurückzieht. In Argentinien ist das ja erst kürzlich auch durch den Verkauf eines Hotels geschehen. Einen plausiblen Grund, warum Neumann mit einem internationalen Auftreten nicht ganz so einverstanden ist, nannte er natürlich auch. So ist die Casinos Austria AG einfach zu klein, um sich international überhaupt nur ansatzweise wirklich behaupten zu können.

Nationales Geschäft stärken

Einen Plan für die Zukunft, der für die Casinos Austria sicherlich sinnvoll ist, hat Neumann dabei aber auch schon. Denn das Geschäft auf österreichischem Boden läuft bei der Gruppe wirklich sehr gut. Daher sieht Neumann auch in Österreich die Zukunft der Casinos Austria und findet, dass man gerade diesen Bereich weiter stärken sollte, anstatt von internationaler Größe zu träumen und Verluste zu machen. Und ganz unrecht hat er mit seiner Einschätzung sicherlich nicht. Zumal man ja nicht gerade behaupten kann, dass er keine Ahnung von dem Geschäft hat. Schließlich ist er der Chef bei Glücksspielriesen Novomatic.

Konkrete Pläne hat Neumann zudem auch schon im Kopf, wie das nationale Geschäft der Casinos Austria gestärkt werden kann. So ist er dafür, dass noch mehr Videolotterieterminals errichtet werden und auch einen Bereich für Online-Sportwetten zieht er in Betracht. Zudem findet er, dass man auch intensiv darüber nachdenken sollte, ob nicht auch noch zusätzliche Lotterieprodukte zum Einsatz kommen sollten.

Wird Bettina Glatz-Kremser neue Generaldirektorin bei der Casinos Austria AG?

Im Interview wurde auch gefragt, ob Neumann Bettina Glatz-Kremser als neue Generaldirektorin bei der Casinos Austria Gruppe sehe. Seine Antwort dazu war allerdings etwas verhalten. Zwar lobte er sie für ihre fachliche Kompetenz und ist sicherlich davon überzeugt, dass sie eine gute Besetzung wäre. Aber er betonte zugleich auch, dass man auch Rücksicht auf den Großaktionär der Sazka-Gruppe nehmen müsse, wenn es um die Vorstandsbesetzung geht. Und damit hat Neumann auch irgendwie ein wenig Skepsis gegenüber den neuen Managern geäußert. Denn wirklich sicher, dass es eine reibungslose Zusammenarbeit geben wird, scheint er sich nicht zu sein.

Novomatic möchte nach Afrika und in die USA expandieren

Harald Neumann verriet im Interview zudem, welche Pläne es bei Novomatic gibt, um noch mehr zu wachsen. So stellte Neumann zunächst einmal klar, dass es im Unternehmen vor allem in den Kernmärkten in Deutschland, Großbritannien, Italien und in Osteuropa sehr gut laufe. Und auch in Spanien sei man auf einem guten Weg, noch bekannter und erfolgreicher zu werden. Allerdings sieht Neumann die Zukunft auch noch in den noch nicht erschlossenen Märkten in den USA und auch in Afrika. Daher gehören diese beiden Regionen bei Novomatic auch zu den nächsten Expansionszielen, die das niederösterreichische Unternehmen in Angriff nehmen möchte. Man wird sehen, was dann daraus wird.

Quelle: Trend.at

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Über den Autor: Gerda Hartig

Gerda Hartig
Nein, Frauen spielen in Online Casinos nicht nur Rubbellose oder Bingo. Und auch ansonsten bin ich alles andere als politisch korrekt. Ich sage was Sache ist in den Online Casinos, bei den Herstellern der Casinospiele und bei der Politik, welche den Spielerschutz vorschiebt, um doppelt abkassieren zu können.

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