Novomatic auf ShoppingDie Ausbildung im Fleischerhandwerk scheint eine mehr als perfekte Grundlage zu sein um später eine steile Karriere einzuschlagen. Für diese Annahme gibt es im deutschsprachigen Raum sogar gleich zwei namhafte Personen denen dies gelungen ist. Der eine ist Stefan Raab. Er startete seine große Karriere, die ihn zu einem der größten Showtalente in Deutschland machen sollte, beim damaligen Musiksender VIVA. Heute schätzen verschiedene Quellen sein Vermögen auf über 100 Millionen Euro. Der zweite ehemalige Fleischermeister, der es zu ansehnlichem Reichtum gebracht hat, ist Johann F. Graf, einer der Gründer der heutigen Novomatic-Gruppe, die in den Anfängen noch unter dem Namen Brodnik & Graf GmbH firmierte. Sein angehäuftes Vermögen, dass vor allem auf die Entwicklung und den Vertrieb von Casino Automatenspielen zurückgeht, wird mittlerweile auf fast 6,6 Mrd. Dollar geschätzt. Wie an diesen zwei Werdegängen ersichtlich wird, stellt eine handwerkliche Ausbildung eine gute Basis für das spätere Leben dar. Damit sich das nicht gerade geringe Vermögen von Herrn Johann F. Graf auch weiterhin vermehren kann, expandiert die Novomatic-Gruppe jetzt nach Australien.

Novomatic möchte 53 Prozent von Ainsworth Game Technology Ltd.

Um seine globalen Ambitionen weiter auszubauen übernimmt der österreichische Glücksspielgigant 53 Prozent der Aktien von der australischen Online Casino Softwareschmiede Ainsworth Game Technology Ltd. Für insgesamt 305 Millionen Euro wechseln die Anteile von Milliardär Len Ainsworth zu Novomatic. Der australische Softwarehersteller muss sich jedoch für diesen Deal noch die nötige Erlaubnis der Aktionäre einholen und beruft deshalb zu diesem Thema eine außerordentliche Hauptversammlung ein. Die Übernahme der Mehrheitsanteile dürfte für die Österreicher nur eine Formsache werden, denn neben Len Ainsworth ist auch der Vorstand der Australier für den Deal. Der Hersteller für Online Casino Spiele und Slot Automaten Novomatic gab vorab schon einmal einen Einblick über die Zukunft des neuen Juwels in seinem Portfolio. So wird die Ainsworth Game Technology Ltd. weiterhin an der australischen Börse verbleiben und laut dem Glücksspiele Riesen aus Österreich ist eine komplette Übernahme auch nicht geplant. Für Analysten sind die Beteiligungspläne äußerst interessant, denn sie lassen darauf schließen, dass Novomatic mit diesem Deal seinen Zugang zum US-amerikanischen Markt verbessern möchte. Zudem verhindert das Halten einer 53prozentigen Aktienmehrheit eine Übernahme durch Dritte. Wie an diesen Plänen ersichtlich ist, wird der österreichische Glücksspielkonzern auch im neuen Jahr nicht locker lassen und alles daran setzen seine globale Marktposition weiter auszubauen und wer Novomatic kennt, der weiß, dass dieser Deal wohl nicht der letzte sein wird.