Nordkorea macht fast eine Milliarde mit Online Casinos

NordkoreaWer kennt nicht die Geschichten von Asterix, dem cleveren Gallier und seinem besten Freund, dem nimmersatten Obelix, der als Kind in den Zaubertrank fiel und seit diesem Tag danach lechzt von eben diesem wieder einmal ein Tröpfchen auf seiner Zunge spüren zu können. Jeder Geschichte um dieses ungleiche Duo beginnt mit der Aussage, dass ganz Gallien besetzt wäre. Doch ein winziges Dorf bietet dem Römischen Imperium die Stirn und widersetzt sich allen Versuchen es zu erobern. Aus der Sicht Nordkoreas ist ihr Land ähnlich dem kleinen Dorf, nur dass hier dem amerikanischen Imperium und seinen Globalisierungsplänen Widerstand entgegengebracht wird. Natürlich ist dieser Vergleich bei sorgfältiger Betrachtung Unfug, da das Regime in Pjöngjang seine eigenen Bewohner nicht aus dem Land lässt und selbst mit dem ehemaligen Partner China mittlerweile auf Kriegsfuß steht. Viele Menschen, gerade im sogenannten „Freien Westen,“ blicken eher mitleidig auf den nördlichen Teil der koreanischen Halbinsel und nehmen den kleinen Diktator Kim-Jong-Un nicht wirklich ernst. Wer jedoch glaubt dieses Land wäre in allen Bereichen einfach nur Rückständig, da es nicht einmal seine eigene Bevölkerung ernähren kann, der irrt sich hier gewaltig. In einigen Punkte hat das Regime um den Diktator, der sich selbst den Beinamen "Oberster Führer von Partei und Volk" gegeben hat, kräftig aufgeholt. So besitzt Nordkorea mittlerweile Atombomben, Raketen, die diese auch transportieren können und eine hervorragend ausgebildete Armee für die Cyber-Kriegsführung. Diese trägt den schönen Decknamen Büro 121 und bringt dem Staat fast 1 Milliarde US-Dollar mit Online Casinos ein.

Online Casinos werden auch zu Verbreitung von Viren benutzt

Seit der Ausbreitung des Internet, entwickelte sich auch ein euer Zweig der Kriegsführung. Cyberangriffe gehören heute zu den ungewollten Nebenwirkungen der zunehmenden Vernetzung. Das Büro 121 der nordkoreanischen Armee gehört hier weltweit zu den aktivsten Hackergruppen. Neben der klassischen Spionage gehen die Soldaten auch völlig neue Wege, um dem Regime in Pjöngjang unter die Arme zu greifen. So gab Cho Hyun-chun, Chef des südkoreanischen Defense Security Command bekannt, dass die Nachbarn im letzten Jahr fast eine Milliarde US-Dollar mit dem Betrieb von Online Casinos eingenommen haben. Dies wäre jetzt sicherlich eher ein Grund zum Schmunzeln, wenn nicht eine große Gefahr für Spieler, Wirtschaft und Gesellschaft davon ausgehen würde. Denn die Cybersoldaten nutzen die virtuellen Spielhallen nicht nur um Geld zu generieren, sondern verbreiten damit auch gezielte Schadsoftware um an wichtige Daten südkoreanischer oder anderer westlicher Firmen heranzukommen. Jeder Besuch dieser Seiten ermöglicht die Ausbreitung verschiedenster Viren und Würmer, die dann irgendwann bei wichtigen Banken oder Unternehmen landen. So waren in den letzten beiden Jahren Computer-Netzwerke von den südkoreanischen Sendern KBS, MBC und YTN, sowie den Banken Shinhan, Nonghyup und Jeju Banke von diesen Attacken betroffen. Für Europa gibt es im Moment noch Entwarnung, da die Online Casinos von Nordkorea sich als südkoreanische Seiten tarnen und sich mit ihrem Angebot auch an die dortigen Gambler richten. Doch wie in ähnlichen Fällen bleibt es für die Zukunft nicht ausgeschlossen, dass sich die Aktionen der Cyber-Truppe auch gegen westliche Firmen und Infrastruktur richten und hier der selbe Weg mit Online Casinos eingeschlagen wird.

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Nordkorea macht fast eine Milliarde mit Online Casinos
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Danke für lhre Wertung!
Von Gerda Hartig | 23. Juli 2016 | Kategorien: Nachrichten, Wirtschaft | Labels: , , , , |

Über den Autor: Gerda Hartig

Gerda Hartig
Nein, Frauen spielen in Online Casinos nicht nur Rubbellose oder Bingo. Und auch ansonsten bin ich alles andere als politisch korrekt. Ich sage was Sache ist in den Online Casinos, bei den Herstellern der Casinospiele und bei der Politik, welche den Spielerschutz vorschiebt, um doppelt abkassieren zu können.

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