Der britische Buchmacher William Hill wird in den nächsten Jahren mit dem amerikanischen Sportsender ESPN zusammenarbeiten. Im Rahmen einer Kooperation, die über den Partner von William Hill, Caesars Entertainment, läuft, wird William Hill die Möglichkeit haben, das eigene Wettangebot den Kunden von ESPN zur Verfügung zu stellen.

ESPN ist attraktive Werbeplattform für Sportwetten

ESPN SportsenderDer neue Deal zwischen ESPN und Caesars Entertainment läuft über mehrere Jahre. Im Kern geht es darum, die Plattformen von ESPN zu nutzen, um Werbung für die Sportwetten von William Hill zu machen. In den USA läuft das Sportwetten-Geschäft von William Hill allerdings unter der Marke von Caesars Entertainment. Das wird sich aber bald ein Stück weit ändern, denn demnächst sollen die Wetten unter der neuen Marke „Caesars Sports Book by William Hill“ verkauft werden. Doch unabhängig davon, welche Marke die Kunden am Ende sehen: Es ist ein großer Erfolg für William Hill, dass der Deal mit ESPN auf die Beine gestellt werden konnte. In Zukunft werden die vielen Sportfans, die ESPN nutzen, regelmäßig auf die Sportwetten von William Hill hingewiesen. Insbesondere soll die Sportwetten-App beworben werden. Darüber hinaus ist geplant, dass direkt aus dem Sportwetten-Portfolio von William Hill regelmäßig Live-Quoten auf ESPN angezeigt werden. Das ist ein hübsches Detail, das für viele Sportwetten-Fans in den USA neu sein wird. Was die europäischen Sportwetten-Fans längst kennen, ist in den USA gerade erst auf dem Vormarsch. Sportwetten im Internet sind noch nicht lange in den USA rechtlich erlaubt. Doch mittlerweile ist es möglich, in vielen Bundesstaaten Sportwetten online zur Verfügung zu stellen. Sportsender wie ESPN nutzen die Gelegenheit, um attraktive Buchmacher als Partner gewinnen. William Hill gehört auch durch die Kooperation mit Caesars Entertainment schon jetzt zu den großen Anbietern auf dem US-Markt. Im Moment geht es vor allem um Marktanteile, aber langfristig wird der Markt in den USA wahrscheinlich ähnlich groß werden wie in Europa, vielleicht sogar größer.

Für ESPN geht es bei der Kooperation mit Caesars Entertainment darum, eine zusätzliche Einnahmequelle zu erschließen, die wahrscheinlich langfristig gut funktionieren wird. Es ist leider nicht bekannt gegeben worden, wie der Deal genau aussieht. Es kann durchaus sein, dass ESPN eine Gewinnbeteiligung ausgehandelt hat. Aber auch ein fester Betrag für die Präsentation der Sportwetten von William Hill ist denkbar. In jedem Fall profitiert der Sportsender davon, dass es Online-Sportwetten in den USA gibt. ESPN gehört zu den großen amerikanischen Sportsendern. Viele Top-Veranstaltungen der letzten Jahrzehnte waren exklusiv auf ESPN zu sehen. Auch in Zukunft gehört der Sender zu den großen Namen im Sportbereich. Deswegen ist davon auszugehen, dass William Hill durch die Kooperation Millionen von Sportfans erreichen wird. Es gibt optimistische Schätzungen, nach denen etwa ein Drittel aller Sportfans irgendwann einmal auch die Sportwetten nutzen wird. Am Ende dürfte die Situation ähnlich wie in Europa sein: Der Sportwetten-Markt ist ein Milliardengeschäft in Europa und es spricht vieles dafür, dass der Markt in den USA nicht kleiner wird. Allerdings wird vieles davon abhängen, wie viele Bundesstaaten sich am Ende dazu entschließen werden, Online-Sportwetten und klassische Wettbüros zuzulassen. Experten gehen davon aus, dass schon in naher Zukunft mehr als 30 Bundesstaaten Online-Sportwetten erlauben werden. Das wäre eine Größenordnung, die insgesamt zu einem riesigen Markt führen würde.

Unterschiedliche Angebote in den Bundesstaaten

Durch die unterschiedlichen Gesetze in den US-Bundesstaaten ist es erforderlich, sehr unterschiedliche Angebote zu präsentieren. Die nötige Technik dafür ist längst vorhanden. Ein einfaches Smartphone genügt schon, um die genaue Position zu ermitteln. Auf dieser Basis ist es möglich zu klären, ob der Kunde gerade in einem Bundesstaat ist, der Sportwetten erlaubt oder nicht. William Hill hat viel Aufwand betrieben, um auch für die Bundesstaaten, die aktuell noch keine Sportwetten erlauben, ein passendes Angebot zur Verfügung zu stellen. Auf der einen Seite wird es so etwas wie Sportwetten mit Spielgeld geben. Auf der anderen Seite soll Fantasy Sports in den Bundesstaaten ohne Sportwetten beworben werden. Langfristig geht William Hill davon aus, dass die meisten Bundesstaaten Sportwetten zulassen werden. Wenn das Geschäft erst einmal richtig ins Rollen kommt, werden sich nur wenige Bundesstaaten der lukrativen Sportwetten-Chance entziehen können. Am Ende geht es dann doch fast überall immer um Geld. Die Bundesstaaten, die jetzt schon Online-Sportwetten zulassen, haben bereits attraktive Umsätze verzeichnen können. Es ist davon auszugehen, dass das Sportwetten-Geschäft in den USA auch für die Steuerzahler attraktiv wird. Wenn hohe Umsätze mit Sportwetten gemacht werden, ist das immer auch eine gute Möglichkeit für den Staat, über entsprechende Steuern beteiligt zu werden. Somit können letztlich nicht nur die Sportwetten-Fans und die Buchmacher profitieren. Auch die ganz normalen Bürger, die nichts mit Sportwetten anfangen können, haben einen finanziellen Vorteil.

In Deutschland gibt es auch Sportsender, aber aufgrund des öffentlich-rechtlichen Fernsehens und der finanzstarken Privatsender laufen die Top-Events in der Regel nicht auf den Sportsendern. In den USA ist das komplett anders. Zwar gibt es auch bestimmte Sportarten wie Boxen, die vor allem im Pay-TV stattfinden. Aber ein großer Teil des Angebotes läuft in den ganz normalen Sportsendern, die sich über Werbung finanzieren. Es gibt auch noch Bezahlmodelle, die irgendwo zwischen Pay-TV und Free TV angesiedelt sind. Fakt ist aber, dass die wichtigsten amerikanischen Sportsender eine große Reichweite haben. Deswegen ist es so wichtig für Buchmacher, einen Deal mit ESPN zu haben. Was der Deal mit ESPN auch bedeutet: Ein anderer Buchmacher kann William Hill bei ESPN nicht mehr ausstechen. Das ist mindestens genauso wertvoll wie der Deal an sich. William Hill hat in den letzten Jahren viel Kritik auf sich gezogen, weil das Unternehmen frühzeitig in die USA expandiert ist. Damals war noch überhaupt nicht absehbar, ob die Sportwetten wirklich einmal ein großes Thema jenseits des Atlantiks werden. Doch für William Hill hat es sich ausgezahlt, frühzeitig Kontakte zu knüpfen und eine Firmenbasis aufzubauen. Viele andere europäische Buchmacher sind deutlich später in die USA expandiert und versuchen nun, verlorenen Boden aufzuholen. William Hill könnte einer der großen Profiteure des amerikanischen Sportwetten-Marktes werden. Dabei spielt es auch eine wichtige Rolle, dass Caesars Entertainment einen exzellenten Partner für den US-Markt hat.

Kooperation zwischen Caesars Entertainment und William Hill funktioniert

 

William Hill hat früh erkannt, dass es keine gute Idee wäre, den US-Markt allein zu bespielen. Deswegen gibt es schon lange Kooperationen mit amerikanischen Partnern. Die wichtigste Zusammenarbeit gibt es seit August mit Caesars Entertainment. Der neue Exklusiv-Partner für den US-Markt ist bereits selbst im Sportwetten-Geschäft gut aufgestellt. Allerdings fehlte Caesars Entertainment vor der Kooperation mit William Hill die nötige Substanz, um die neuen Online-Sportwetten auf höchstem Niveau zur Verfügung zu stellen. William Hill bringt ein exzellentes Sportwetten-Portfolio, bewährte Technik und ein starkes Team in die Zusammenarbeit ein. Der erste Erfolg der neuen Kooperation mit Caesars Entertainment: William Hill hat bereits zwölf Wettbüros in New Jersey, Iowa und Nevada eröffnet. In den nächsten Monaten soll die Expansion weitergehen. Aktuell ist geplant, 170 Wettbüros in 13 verschiedenen Staaten zu eröffnen. Das ist jedoch nur der Anfang. Vor allem das Geschäft mit Online-Sportwetten könnte sehr schnell wachsen, wenn die diversen Bundesstaaten die passenden Gesetze verabschieden. Anfangs sah so aus, als würde die Kooperation mit Caesars Entertainment dazu führen, dass die Marke William Hill in den USA kaum noch präsent wäre. Doch das war eine Fehleinschätzung. Im Rahmen des neuen Deals hat Caesars Entertainment bekannt gegeben, dass die Sportwetten künftig unter dem Label „Caesars Sports Book by William Hill“ angeboten werden. Für William Hill ist das langfristig sehr wichtig, denn auch wenn es aktuell einen Exklusiv-Deal mit Caesars Entertainment gibt, kann sich die Situation in den nächsten Jahren doch anders entwickeln. Dann wäre es wichtig, dass die Marke William Hill eine hohe Popularität hat.

William Hill hat auf dem heimischen europäischen Markt in den letzten beiden Jahrzehnten viele wichtige Meilensteine gesetzt. Aber in Großbritannien musste William Hill zuletzt einige herbe Rückschläge hinnehmen. Teilweise mussten sogar Wettbüros geschlossen werden, da die nötige Rentabilität nicht mehr vorhanden war. Zudem ist bei William Hill früh die Erkenntnis entstanden, dass der europäische Sportwetten-Markt nicht mehr weit entfernt ist von der Sättigung. Nach jahrelangem rasantem Wachstum könnte es durchaus passieren, dass in den nächsten Jahren das Wachstum deutlich langsamer vonstattengeht. Für ein Unternehmen wie Caesars Entertainment ist das problematisch, denn die Aktionäre möchten sehen, dass die Gewinne steigen. Durch die Expansion in die USA dürfte es für William Hill in den nächsten Jahren deutlich einfacher werden, die Wünsche der Anteilseigner zu erfüllen. Der US-Markt bietet viele Chancen und William Hill hat durch die clevere US-Strategie in den letzten Jahren eine hervorragende Ausgangsbasis. Die Kooperation mit Caesars Entertainment könnte der Schlüssel dafür sein, dass William Hill schon bald der größte Buchmacher in den USA ist. Es gibt noch diverse andere Firmen, die mit William Hill um diese Position streiten werden. Aber schon jetzt scheint klar, dass William Hill sehr gut gerüstet ist für den amerikanischen Sportwetten-Markt. Es wäre eine schöne Geschichte, wenn ein europäischer Buchmacher den US-Markt für Sportwetten dominieren könnte. Aber noch ist es nicht soweit. Für Spannung ist in den nächsten Jahren auf dem amerikanischen Sportwetten-Markt definitiv gesorgt.

Hier mehr die Kooperation von William Hill und ESPN in den USA lesen (auf Englisch).